Di, 14:05 Uhr
03.10.2017
Tag der deutschen Einheit
Rotbuchenfest mit Wolkenbruch
Dort, wo noch bis vor 27 Jahren Stacheldraht zwei deutsche Staaten und Europa trennte, treffen sich Ellricher und Walkenrieder jedes Jahr am 3. Oktober zu einem Fest. Selbst von heftigen Regenschauern ließen sich die Menschen nicht davon abhalten, auch das 28. Rotbuchenfest zur Wiedervereinigung zu feiern…
Wolkenbruch beim Gottesdienst (Foto: Susanne Schedwill)
Immer wieder ziehen tiefhängende, graue Regenwolken über die Südharzer Berge. In diesem Jahr haben wir Pech mit dem Wetter, sagt Dieter Haberlandt (pl), Bürgermeister der Gesamtgemeinde Walkenried zu seinem Ellricher Amtskollegen Matthias Ehrhold (SPD).
Doch trotz des ungemütlichen Wetters finden sich am Dienstagvormittag nach und nach rund 150 Menschen an der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Thüringen ein. Die Ellricher Musikanten spielen dem Regen entgegen, die knapp 30 Händler versuchen ihre Waren trocken zu halten. In einer kurzen Regenpause trocknen die Frauen des Ellricher Feuerwehrvereins die Tische und Bänke, als sich zum ökumenischen Gottesdienst die Regenschleusen wieder öffnen.
Seit fast drei Jahrzehnten halten die Menschen in Ellrich und Walkenried mit dem Rotbuchenfest die Erinnerung an die Wiedervereinigung am Abend des 11. Novembers im Jahr 1989 in den Köpfen. Die innere Einheit Deutschlands konnte vor allem wachsen, weil wir uns als zusammengehörig empfanden, sagte Ellrichs Bürgermeister Ehrhold.
Ein Versuch die nassen Bänke und Tische zu trocknen. (Foto: Susanne Schedwill)
Doch im 27. Jahr nach der Wiedervereinigung sei etwas anders. Im Zuge der Flüchtlingssituation in Europa und in Deutschland stellt sich die Aufgabe der inneren Einheit in Deutschland neu und es gilt, diese Einheit wieder neu zu erringen, so Ehrhold im Hinblick auf die Ergebnisse der Bundestagswahl. Nach dem Einzug der AfD in den deutschen Bundestag ist es unsere Pflicht, den Populismus und den Ängsten der Menschen mit Argumenten und Lösungen zu begegnen und die Wähler der AfD zurückzugewinnen.
Susanne Schedwill
Autor: ssc
Wolkenbruch beim Gottesdienst (Foto: Susanne Schedwill)
Immer wieder ziehen tiefhängende, graue Regenwolken über die Südharzer Berge. In diesem Jahr haben wir Pech mit dem Wetter, sagt Dieter Haberlandt (pl), Bürgermeister der Gesamtgemeinde Walkenried zu seinem Ellricher Amtskollegen Matthias Ehrhold (SPD).
Doch trotz des ungemütlichen Wetters finden sich am Dienstagvormittag nach und nach rund 150 Menschen an der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Thüringen ein. Die Ellricher Musikanten spielen dem Regen entgegen, die knapp 30 Händler versuchen ihre Waren trocken zu halten. In einer kurzen Regenpause trocknen die Frauen des Ellricher Feuerwehrvereins die Tische und Bänke, als sich zum ökumenischen Gottesdienst die Regenschleusen wieder öffnen.
Seit fast drei Jahrzehnten halten die Menschen in Ellrich und Walkenried mit dem Rotbuchenfest die Erinnerung an die Wiedervereinigung am Abend des 11. Novembers im Jahr 1989 in den Köpfen. Die innere Einheit Deutschlands konnte vor allem wachsen, weil wir uns als zusammengehörig empfanden, sagte Ellrichs Bürgermeister Ehrhold.
Ein Versuch die nassen Bänke und Tische zu trocknen. (Foto: Susanne Schedwill)
Doch im 27. Jahr nach der Wiedervereinigung sei etwas anders. Im Zuge der Flüchtlingssituation in Europa und in Deutschland stellt sich die Aufgabe der inneren Einheit in Deutschland neu und es gilt, diese Einheit wieder neu zu erringen, so Ehrhold im Hinblick auf die Ergebnisse der Bundestagswahl. Nach dem Einzug der AfD in den deutschen Bundestag ist es unsere Pflicht, den Populismus und den Ängsten der Menschen mit Argumenten und Lösungen zu begegnen und die Wähler der AfD zurückzugewinnen.
Susanne Schedwill

