Fr, 10:16 Uhr
17.08.2001
nnz-CD-Tipp: "Sünder ohne Zügel"
Nordhausen (nnz). Die momentan angesagteste Mittelalter-Rockband Deutschlands veröffentlicht Anfang September ihr drittes Album, das in Auszügen schon im Mai beim Gehege-Konzert zu hören war. nnz hat sich das auf Mercury erschienene Werk schon mal angehört.
Die leisen Töne sind nicht ihr Ding. Brachial und schwer metallisch reisen In Extremo wieder durch Zeit und Raum und beweisen einmal mehr, dass der Spagat zwischen Mainstream-Beats und originellen, intelligenten Melodeien möglich ist. Ein feines Gespür für aussagekräftige CD-Titel hatten die sieben Prenz'lberger schon bei den Vorgängeralben Weckt die Toten und Verehrt und angespien gezeigt. Auf Sünder ohne Zügel versündigen sie sich ausgiebig an starren Klischees und preschen zügellos durch die verschiedenen Spielarten knalligen und einfühlsamen Mittelalterrocks. Im Vordergrund steht wieder die unüberhörbare Spielfreude und die wilde Lust am Experimentieren. Zart eingesetzte Elektronik-Effekte ergänzen sich mit deftigem Rock und den folkigen Passagen, die perfekte Abstimmung der diversen Instrumente mit treibenden Grooves und markantem Gesang machen die Unverwechselbarkeit der Band aus.
Nun könne das durch die beiden vorherigen Alben gebaute Haus mit Sünder ohne Zügel bezogen und ausgeschmückt werden, sagt der Sänger und Bandleader Micha Rhein. Und die Möbel und Bilder an den Wänden sind nicht aus dem Billigbaumarkt, sondern schon eher vom Designer angefertigt worden.
Empfehlenswert ist es jedenfalls, die neue Scheibe schön laut zu hören. Macht wirklich Spaß.
Autor: osch
Die leisen Töne sind nicht ihr Ding. Brachial und schwer metallisch reisen In Extremo wieder durch Zeit und Raum und beweisen einmal mehr, dass der Spagat zwischen Mainstream-Beats und originellen, intelligenten Melodeien möglich ist. Ein feines Gespür für aussagekräftige CD-Titel hatten die sieben Prenz'lberger schon bei den Vorgängeralben Weckt die Toten und Verehrt und angespien gezeigt. Auf Sünder ohne Zügel versündigen sie sich ausgiebig an starren Klischees und preschen zügellos durch die verschiedenen Spielarten knalligen und einfühlsamen Mittelalterrocks. Im Vordergrund steht wieder die unüberhörbare Spielfreude und die wilde Lust am Experimentieren. Zart eingesetzte Elektronik-Effekte ergänzen sich mit deftigem Rock und den folkigen Passagen, die perfekte Abstimmung der diversen Instrumente mit treibenden Grooves und markantem Gesang machen die Unverwechselbarkeit der Band aus. Nun könne das durch die beiden vorherigen Alben gebaute Haus mit Sünder ohne Zügel bezogen und ausgeschmückt werden, sagt der Sänger und Bandleader Micha Rhein. Und die Möbel und Bilder an den Wänden sind nicht aus dem Billigbaumarkt, sondern schon eher vom Designer angefertigt worden.
Empfehlenswert ist es jedenfalls, die neue Scheibe schön laut zu hören. Macht wirklich Spaß.

