Mo, 16:35 Uhr
25.09.2017
Neue Oberbürgermeister Kai Buchmann
"Mein erster Arbeitstag ist der 9. Oktober"
Die Nordhäuserinnen und Nordhäuser haben entschieden. Kai Buchmann ist der Nachfolger von Dr. Klaus Zeh im Amt des Oberbürgermeisters. Einen Tag nach seinem Wahlsieg haben wir uns mit 41jährigen Nordhäuser unterhalten...
Die letzten Tage an diesem Arbeitsplatz (Foto: nnz)
Noch bis Freitag dieser Woche ist das der Arbeitsplatz von Kai Buchmann im Südharz Klinikum
Noch sitzt Kai Buchmann an seinem Arbeitsplatz im Nordhäuser Südharz Klinikum. Allerdings nicht mehr lange, denn - anders als bislang geplant - wird sein erster Arbeitstag im Nordhäuser Rathaus der 9. Oktober sein. Kündigen muss der Assistent der Geschäftsführung nicht, denn nach Beamtenrecht treten mit der Anerkennung der Wahl alle anderen Arbeitsverhältnisse in den Hintergrund. Ist kompliziert, aber Gesetz.
Heute musste er sich erst einmal den Medien stellen, der MDR war mit ihm im Rathaus unterwegs und dann steht er ja immer noch in "Lohn und Brot" bei seinem kommunalen Arbeitgeber. Trotzdem, nicht nur der gestrige Sieg, sondern vor allem dessen Souveränität, haben ihm die ganze Tragweite seiner Entscheidung vom März diesen Jahres noch einmal vor Augen geführt.
"Als Familie haben wir das nach der erfolgreichen ersten Wahlrunde am 10. September zu ersten Mal tatsächlich realisiert, was da auf uns zukommt. Und ich bin nun mal kein Typ, der irgendetwas angeht, um zu verlieren oder aufzugeben", sagt Buchmann und atmet durch. Er erinnert sich an eine Begegnung mit Joachim Leßner, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Klinikum, als er auf seine Kandidatur angesprochen wurde und antwortete: "Das Erreichen der Stichwahl wäre ein Traum."
Nun hat er diese Stichwahl gewonnen und er will ab dem 9. Oktober das Vertrauen, das ihm die mehr als 14.000 Wähler gestern gegeben haben, nicht enttäuschen. Er will einen eigenen Leitungsstil im Rathaus einführen, eben anders als seine Vorgänger in diesem Amt, er will ein offenes Ohr für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt haben, will Sprechzeiten einführen. "Diese Sprechzeiten, ein oder zwei Tage in der Woche, sollen eine hohe Priorität im Kalender bekommen, denn schließlich bin ich für die Bürger dieser Stadt angetreten, nicht für mich selbst." Auf das Reizwort Korruption angesprochen, sagt Kai Buchmann, dass er mit seinem Aussagen keinen Generalverdacht gegen alle Mitarbeiter des Rathauses formulieren wollte, aber mit ihm werde es in dieser Beziehung eine Null-Toleranz geben. Diese Botschaft zu vermitteln ist ihm wichtig - in die Stadtverwaltung hinaus und zu den Bürgern der Stadt.
"Da ich quasi von außen in dieses Amt komme ist klar, dass ich nicht alle Details der Abläufe kenne, dass ich eine gewisse Zeit zum Kennenlernen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauche. Ich will mich ihnen vorstellen, und das an allen Standorten in dieser Stadt", gibt Buchmann die Marschrichtung vor. Der nächste Termin steht dann schon mit einem Treffen mit Dr. Maximilian Schönfelder an, denn bereits am 18. Oktober wird es die erste Stadtratssitzung mit Oberbürgermeister Kai Buchmann geben und da gibt es mit dem Stadtratsvorsitzenden einiges zu bereden.
Bis dahin ist dann noch eine Woche Urlaub mit der Familie vorgesehen. Anschließend beginnt für Kai Buchmann ein völlig neuer Lebensabschnitt mit vielen Unwägbarkeiten, aber auch mit Herausforderungen, die der Nordhäuser bereit ist zu meistern.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Die letzten Tage an diesem Arbeitsplatz (Foto: nnz)
Noch bis Freitag dieser Woche ist das der Arbeitsplatz von Kai Buchmann im Südharz KlinikumNoch sitzt Kai Buchmann an seinem Arbeitsplatz im Nordhäuser Südharz Klinikum. Allerdings nicht mehr lange, denn - anders als bislang geplant - wird sein erster Arbeitstag im Nordhäuser Rathaus der 9. Oktober sein. Kündigen muss der Assistent der Geschäftsführung nicht, denn nach Beamtenrecht treten mit der Anerkennung der Wahl alle anderen Arbeitsverhältnisse in den Hintergrund. Ist kompliziert, aber Gesetz.
Heute musste er sich erst einmal den Medien stellen, der MDR war mit ihm im Rathaus unterwegs und dann steht er ja immer noch in "Lohn und Brot" bei seinem kommunalen Arbeitgeber. Trotzdem, nicht nur der gestrige Sieg, sondern vor allem dessen Souveränität, haben ihm die ganze Tragweite seiner Entscheidung vom März diesen Jahres noch einmal vor Augen geführt.
"Als Familie haben wir das nach der erfolgreichen ersten Wahlrunde am 10. September zu ersten Mal tatsächlich realisiert, was da auf uns zukommt. Und ich bin nun mal kein Typ, der irgendetwas angeht, um zu verlieren oder aufzugeben", sagt Buchmann und atmet durch. Er erinnert sich an eine Begegnung mit Joachim Leßner, dem Aufsichtsratsvorsitzenden des Klinikum, als er auf seine Kandidatur angesprochen wurde und antwortete: "Das Erreichen der Stichwahl wäre ein Traum."
Nun hat er diese Stichwahl gewonnen und er will ab dem 9. Oktober das Vertrauen, das ihm die mehr als 14.000 Wähler gestern gegeben haben, nicht enttäuschen. Er will einen eigenen Leitungsstil im Rathaus einführen, eben anders als seine Vorgänger in diesem Amt, er will ein offenes Ohr für die Bürgerinnen und Bürger dieser Stadt haben, will Sprechzeiten einführen. "Diese Sprechzeiten, ein oder zwei Tage in der Woche, sollen eine hohe Priorität im Kalender bekommen, denn schließlich bin ich für die Bürger dieser Stadt angetreten, nicht für mich selbst." Auf das Reizwort Korruption angesprochen, sagt Kai Buchmann, dass er mit seinem Aussagen keinen Generalverdacht gegen alle Mitarbeiter des Rathauses formulieren wollte, aber mit ihm werde es in dieser Beziehung eine Null-Toleranz geben. Diese Botschaft zu vermitteln ist ihm wichtig - in die Stadtverwaltung hinaus und zu den Bürgern der Stadt.
"Da ich quasi von außen in dieses Amt komme ist klar, dass ich nicht alle Details der Abläufe kenne, dass ich eine gewisse Zeit zum Kennenlernen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauche. Ich will mich ihnen vorstellen, und das an allen Standorten in dieser Stadt", gibt Buchmann die Marschrichtung vor. Der nächste Termin steht dann schon mit einem Treffen mit Dr. Maximilian Schönfelder an, denn bereits am 18. Oktober wird es die erste Stadtratssitzung mit Oberbürgermeister Kai Buchmann geben und da gibt es mit dem Stadtratsvorsitzenden einiges zu bereden.
Bis dahin ist dann noch eine Woche Urlaub mit der Familie vorgesehen. Anschließend beginnt für Kai Buchmann ein völlig neuer Lebensabschnitt mit vielen Unwägbarkeiten, aber auch mit Herausforderungen, die der Nordhäuser bereit ist zu meistern.
Peter-Stefan Greiner


