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So, 07:41 Uhr
31.10.2004

Hitzige Debatte um Stellenreduzierungen

Nordhausen (nnz). Die Debatte um die Notwendigkeit von Stellenreduzierungen bei kirchlichen Mitarbeitern war eines der Themen, das die Synodalen auf ihrer Sitzung am gestrigen Samstag in Nordhausen bewegte. Was noch beraten wurde, das hat schon heute die nnz erfahren...


Vor allem im ländlichen Bereich wird es für Pfarrer und Gemeindepädagogen immer schwieriger, flächendeckend präsent zu sein. Häufig sind sie für viele kleine Gemeinden gleichzeitig verantwortlich. Bei einer weiteren Vergrößerung der Verantwortungsbereiche - bedingt durch die zurückgehenden Einnahmen der Kirche - fürchten viele Synodale um die Lebensfähigkeit der örtlichen Kirchengemeinden. Diskutiert wurde vor allem die Frage ob und welche Alternativen es zum Stellenabbau gibt und ob eine Reduzierung zum jetzigen Zeitpunkt wirklich zwingend nötig ist. Zur Klärung vieler bei dieser Thematik offengebliebener Fragen wurde einstimmig beschlossen, den zuständigen Personalreferenten der Landeskirche, Dr. Frühwald, zur nächsten Frühjahrstagung der Synode einzuladen.

Den größten Zeitraum der Tagung beanspruchten allerdings die Vorstellung, Diskussion und Verabschiedung des kreiskirchlichen Haushaltsplanes für das Jahr 2005 sowie die Entlastung der Finanzverwaltung für das Jahr 2003. Desweiteren wählten die Delegierten aus den Kirchengemeinden Pfarrer Nikolaus Flämig aus Silkerode zum neuen Sachbereichsleiter für den Bereich „Zeugnis und Dienst“. Die bisherige Amtsinhaberein Ulrike Kaffka hatte dieses Amt wegen ihres Stellenwechsels nach Magdeburg abgegeben. Die Sachbereichsleiterrunde bestehend aus Nikolaus Flämig, Karl Heinz Nickschick (verantwortlich für Mitarbeiter) und Tilly Pape (verantwortlich für die Finanzen) unterstützt den Superintendenten bei der Leitung des Kirchenkreises.

Pfarrer Flähmig machte deutlich, dass ihm in seiner neuen Verantwortung besonders die Begleitung der Menschen, die sich ehrenamtlich in der Kirche engagieren, am Herzen liegt. Anlässlich des zeitgleich in Leinefelde stattfindenden NPD – Parteitags verabschiedeten die Synodalen die folgende Erklärung:

„Wir drücken unsere Besorgnis über die verstärkte Präsenz rechtsextremer Parteien in unserem Land aus. Mit Nachdruck weisen wir darauf hin, dass sich Rassismus, Fremdenfeindlichkeit und die Diskriminierung von Minderheiten mit dem Evangelium nicht vereinbaren lassen. Wir fordern alle Christen dazu auf, sich für ein friedliches und tolerantes Miteinander aller Menschen und Kulturen sowohl innerhalb unseres Landes, wie auch weltweit einzusetzen.“

Die Synode ist das höchste Gremium des Kirchenkreises und besteht aus Vertretern aller zum Kirchenkreis gehörenden Gemeinen sowie Vertretern der kirchlichen Mitarbeiterschaft.
Autor: nnz

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