Sa, 13:57 Uhr
30.10.2004
Ein perfekter Anschlag
Nordhausen (nnz). Das Theater Nordhausen stellte kurzfristig sieben neue Sekretärinnen ein. Von deren Qualität sollte sich gestern Abend ein großes Premierenpublikum überzeugen. Ob die Damen die Aufnahmeprüfung bestanden haben, steht in Ihrer nnz.
Das Rudolstädter Schauspielensemble ist in Nordhausen angekommen. Und wie! Gestern Abend feierten zumindest die Damen des Ensembles einen grandiosen Triumph bei der heiter-lockeren Schlager-Revue Sekretärinnen, die aufgrund des nicht enden wollenden Applauses zwei Zugaben erlebte.
Die nackte Textvorlage von Franz Wittenbrink wird sich vermutlich grauenvoll lesen. Sieben Frauen plaudern an ihren Arbeitsplätzen, den Schreibtischen, über alles und noch viel mehr. Die Dialoge sind bloße Vehikel, um auf das nächste Lied zu kommen, das dann mit souveräner Klavierbegleitung des musikalischen Leiters Thomas Voigt vorgetragen wird.
Aber mit welcher Verve die Schauspielerinnen diese Songs interpretieren, gekonnt ihre Schreibmaschinen als Schlagwerke einsetzen, mit wie viel Spielfreude und szenischem Witz sie alle sieben ihre eigenen Typen auf der Bühne behaupten, das ist aller Ehren wert und begeisterte das Nordhäuser Premierenpublikum rückhaltlos.
Musikalisch ging es von Grönemeyer zu Marilyn Monroes I wanna be loved by you, von den Ärzten über internationale Popsongs zu Hildegard Kneef und Marius Müller Westernhagen. Szenenapplaus nach jedem Song und ausgelassene Stimmung im Saal feuerten die Mimen an, alle Register zu ziehen.
Ein männlicher Schauspielerkollege (Klaus Teigel) soll nicht unerwähnt bleiben, der sich tapfer auf der feminin dominierten Bühne schlug, auch wenn er dabei einen Striptease hinlegen musste.
Die folgenden Namen der Damen sollten sich die Nordhäuser Theaterfreunde schon langsam einprägen, denn die konnten gestern beweisen, dass sie Vollblutkomödiantinnen sind:
Verena Blankenburg, Petra Eichhorn, Gislén Engelmann, Cosima Greeven, Judith Hermsdorf, Heike Meyer und Ute Schmidt werden uns in dieser Spielzeit noch häufiger im Stadttheater begegnen. Und ich bin ganz sicher: wir können uns darauf freuen.
Olaf Schulze
Autor: oschDas Rudolstädter Schauspielensemble ist in Nordhausen angekommen. Und wie! Gestern Abend feierten zumindest die Damen des Ensembles einen grandiosen Triumph bei der heiter-lockeren Schlager-Revue Sekretärinnen, die aufgrund des nicht enden wollenden Applauses zwei Zugaben erlebte.
Die nackte Textvorlage von Franz Wittenbrink wird sich vermutlich grauenvoll lesen. Sieben Frauen plaudern an ihren Arbeitsplätzen, den Schreibtischen, über alles und noch viel mehr. Die Dialoge sind bloße Vehikel, um auf das nächste Lied zu kommen, das dann mit souveräner Klavierbegleitung des musikalischen Leiters Thomas Voigt vorgetragen wird.
Aber mit welcher Verve die Schauspielerinnen diese Songs interpretieren, gekonnt ihre Schreibmaschinen als Schlagwerke einsetzen, mit wie viel Spielfreude und szenischem Witz sie alle sieben ihre eigenen Typen auf der Bühne behaupten, das ist aller Ehren wert und begeisterte das Nordhäuser Premierenpublikum rückhaltlos.
Musikalisch ging es von Grönemeyer zu Marilyn Monroes I wanna be loved by you, von den Ärzten über internationale Popsongs zu Hildegard Kneef und Marius Müller Westernhagen. Szenenapplaus nach jedem Song und ausgelassene Stimmung im Saal feuerten die Mimen an, alle Register zu ziehen.
Ein männlicher Schauspielerkollege (Klaus Teigel) soll nicht unerwähnt bleiben, der sich tapfer auf der feminin dominierten Bühne schlug, auch wenn er dabei einen Striptease hinlegen musste.
Die folgenden Namen der Damen sollten sich die Nordhäuser Theaterfreunde schon langsam einprägen, denn die konnten gestern beweisen, dass sie Vollblutkomödiantinnen sind:
Verena Blankenburg, Petra Eichhorn, Gislén Engelmann, Cosima Greeven, Judith Hermsdorf, Heike Meyer und Ute Schmidt werden uns in dieser Spielzeit noch häufiger im Stadttheater begegnen. Und ich bin ganz sicher: wir können uns darauf freuen.
Olaf Schulze

