Fr, 10:36 Uhr
29.10.2004
Vor dem Aus
Nordhausen (nnz). Der kommende Montag ist zugleich das Ende eine Bahnstrecke in Nordthüringen. Viele Proteste hatten nichts bewirkt, die Deutschen Bahn legt diese Strecke still...
Mit der für den kommenden Montag geplanten Schließung der Kyffhäuserbahn wird eine ganze Region vor vollendete Tatsachen gestellt. Diese Strecke reiht sich somit in die lange Reihe der in den vergangenen Jahren in Deutschland stillgelegten Strecken ein, so Andreas Wieninger (SPD).
Alle Bemühungen der Vergangenheit werden somit durch die, für die Schieneninfrastruktur verantwortliche, DB Netz AG zunichte gemacht. Dabei gab und gibt es aus Wieningers Sicht durchaus Zukunftsperspektiven für diese Strecke. Die DB Regio AG besitzt einen Verkehrsvertrag mit dem Freistaat Thüringen bis zum Jahr 2012, in welchen auch die Kyffhäuserbahn eingeschlossen ist. Beide Vertragspartner sind nach meinen Erkenntnissen Willens, diesen Vertrag einzuhalten. Die DB Regio, weil sie damit Einnahmen erzielt, Arbeitsplätze im eigenen Unternehmen zu sichern in der Lage ist und ihren Teil zu einer ökonomisch und ökologisch sinnvollen Alternative zum Strassenverkehr bietet. Der Freistaat, da er für eine entsprechende Wirtschafts- und in diesem Zusammenhang Verkehrsinfrastruktur in dieser Region verantwortlich ist, zählt Wieninger auf.
Im Landesentwicklungsplan für das Land Thüringen wird der Kyffhäuserkreis als Raum mit besonderen Entwicklungsaufgaben, das bedeutet Entwicklungsbedarf eingestuft. In einer solchen Situation sei es unverantwortlich, Verkehrsinfrastruktur zu verschlechtern statt zu verbessern. Konzepte für einen Weiterbetrieb gebe es eine ganze Reihe.
So könnten Verkehrsangebote für die Zukunft umgesetzt werden, welche den Menschen günstige Verkehrsanbindungen bieten und den Betreibern positive Betriebsergebnisse bescheren.
Wir haben auch vorgeschlagen, im Einstundentakt zwischen den Regionalbahnen und Regionalexpress Verbindungen zwischen Nordhausen und Erfurt eine Verbindung von Nordhausen über Sondershausen und Bad Frankenhausen nach Artern einzurichten. Dabei bekämen wir zwischen Nordhausen und Sondershausen schon fast in einen Strassenbahntakt. Mit einer Erweiterung des Angebotes über Sangerhausen, Berga Kelbra nach Nordhausen und Gegenrichtung würde rund um den Kyffhäuser ein hervorragendes Angebot geschaffen.
An eine Sanierung der Strecke knüpft die DB Netz AG die Bedingung, das eine Mindestbestellgarantie für zwanzig Jahre gegeben wird. Welch ein Hohn in der momentanen wirtschaftlichen Situation, wo Unternehmen schon über Aufträge von wenigen Monaten oder Jahren froh sind. Es sei nicht akzeptabel, wie die Bemühungen der Landesregierung, der Kommunalvertreter und der Menschen in dieser Region von einem Teil des Unternehmens DB AG missachtet werden. Das Ziel der Börsenfähigkeit stehe über allem, gleich welche Bedürfnisse die Menschen in einer Region haben. Wen wundert es da, wenn die Rufe nach einer Zerstückelung dieses Konzerns immer lauter werden, so Wieninger abschließend.
Autor: nnzMit der für den kommenden Montag geplanten Schließung der Kyffhäuserbahn wird eine ganze Region vor vollendete Tatsachen gestellt. Diese Strecke reiht sich somit in die lange Reihe der in den vergangenen Jahren in Deutschland stillgelegten Strecken ein, so Andreas Wieninger (SPD).
Alle Bemühungen der Vergangenheit werden somit durch die, für die Schieneninfrastruktur verantwortliche, DB Netz AG zunichte gemacht. Dabei gab und gibt es aus Wieningers Sicht durchaus Zukunftsperspektiven für diese Strecke. Die DB Regio AG besitzt einen Verkehrsvertrag mit dem Freistaat Thüringen bis zum Jahr 2012, in welchen auch die Kyffhäuserbahn eingeschlossen ist. Beide Vertragspartner sind nach meinen Erkenntnissen Willens, diesen Vertrag einzuhalten. Die DB Regio, weil sie damit Einnahmen erzielt, Arbeitsplätze im eigenen Unternehmen zu sichern in der Lage ist und ihren Teil zu einer ökonomisch und ökologisch sinnvollen Alternative zum Strassenverkehr bietet. Der Freistaat, da er für eine entsprechende Wirtschafts- und in diesem Zusammenhang Verkehrsinfrastruktur in dieser Region verantwortlich ist, zählt Wieninger auf.
Im Landesentwicklungsplan für das Land Thüringen wird der Kyffhäuserkreis als Raum mit besonderen Entwicklungsaufgaben, das bedeutet Entwicklungsbedarf eingestuft. In einer solchen Situation sei es unverantwortlich, Verkehrsinfrastruktur zu verschlechtern statt zu verbessern. Konzepte für einen Weiterbetrieb gebe es eine ganze Reihe.
So könnten Verkehrsangebote für die Zukunft umgesetzt werden, welche den Menschen günstige Verkehrsanbindungen bieten und den Betreibern positive Betriebsergebnisse bescheren.
Wir haben auch vorgeschlagen, im Einstundentakt zwischen den Regionalbahnen und Regionalexpress Verbindungen zwischen Nordhausen und Erfurt eine Verbindung von Nordhausen über Sondershausen und Bad Frankenhausen nach Artern einzurichten. Dabei bekämen wir zwischen Nordhausen und Sondershausen schon fast in einen Strassenbahntakt. Mit einer Erweiterung des Angebotes über Sangerhausen, Berga Kelbra nach Nordhausen und Gegenrichtung würde rund um den Kyffhäuser ein hervorragendes Angebot geschaffen.
An eine Sanierung der Strecke knüpft die DB Netz AG die Bedingung, das eine Mindestbestellgarantie für zwanzig Jahre gegeben wird. Welch ein Hohn in der momentanen wirtschaftlichen Situation, wo Unternehmen schon über Aufträge von wenigen Monaten oder Jahren froh sind. Es sei nicht akzeptabel, wie die Bemühungen der Landesregierung, der Kommunalvertreter und der Menschen in dieser Region von einem Teil des Unternehmens DB AG missachtet werden. Das Ziel der Börsenfähigkeit stehe über allem, gleich welche Bedürfnisse die Menschen in einer Region haben. Wen wundert es da, wenn die Rufe nach einer Zerstückelung dieses Konzerns immer lauter werden, so Wieninger abschließend.

