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Mi, 12:31 Uhr
15.08.2001

Thüringer Gefängnisse sind gut belegt

Nordhausen (nnz/tls). Ende März waren in den Justizvollzugsanstalten Thüringens 1.986 Personen inhaftiert, darunter 1.625 Strafgefangene und 290 Personen in Untersuchungshaft. Damit stieg die Anzahl der Strafgefangenen innerhalb eines Jahres um 10 Prozent.


59 Prozent der Strafgefangegen waren bereits vorbestraft. Eine Jugendstrafe verbüßen 18 Prozent der Strafgefangenen. Mit 360 Fällen war die Hauptdeliktgruppe „anderer Straftaten gegen die Person“, insbesondere wegen der Zunahme gefährlichen Körperverletzungen, erstmals seit 1991 häufiger vertreten als Diebstahl und Unterschlagungen (339 Strafgefangene). Etwas über die Hälfte der Strafgefangenen hatte eine voraussichtliche Vollzugsdauer von mehr als einem bis zu fünf Jahren zu verbüßen, 25 eine lebenslange Freiheitsstrafe.


Der Anteil der Strafgefangenen an den Inhaftierten insgesamt (einschließlich Untersuchungshaft und sonstigem Freiheitsentzug) erhöhte sich von 78 auf 82 Prozent am 31.3.2001. Eine Jugendstrafe verbüßen 294 der Strafgefangenen. Das waren 48 Häftlinge mehr als am 31. März 2000. Die Anzahl der nach allgemeinem Strafrecht verurteilten Personen stieg um 100 auf 1 331 Gefangene. Nach Hauptdeliktgruppen sind mit 360 Personen (22 Prozent der Strafgefangenen) erstmals seit 1991 mehr Strafgefangene wegen „anderer Straftaten gegen die Person (außer im Straßenverkehr)“ in den Justizvollzugsanstalten Thüringens als wegen Diebstahl und Unterschlagung (339 Personen, 21 Prozent der Strafgefangenen).

Während die Anzahl bei Diebstahl und Unterschlagung im Vergleich zum 31. März des Vorjahres unverändert blieb, ist sie bei den „anderen Straftaten gegen die Person“ um 44 gestiegen. Dies ist vor allem auf eine Zunahme der wegen gefährlicher Körperverletzung im Strafvollzug befindlichen Gefangenen zurückzuführen. Des weiteren zählen hierzu auch Inhaftierungen wegen Mord (56 Strafgefangene) und Totschlag (31 Strafgefangene) sowie Straftaten gegen die persönliche Freiheit.

Eine deutliche Erhöhung der Anzahl der Strafgefangenen gibt es auch bei Straftaten im Straßenverkehr (+ 37), den Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung (+ 27) und Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz (+ 23). Fast 60 Prozent der Strafgefangenen (960) waren bereits vorbestraft. Deutlich zugenommen hat die Anzahl der bisher einmal Vorbestraften auf 332 Personen. Fast jeder Vierte der Vorbestraften hatte 5 bis 10 Vorstrafen, 60 Gefangene (Vorjahr: 51) hatten mehr als 10 Vorstrafen aufzuweisen.

Mit einer voraussichtlichen Vollzugsdauer bis maximal einem Jahr sind 38 Prozent der Strafgefangenen inhaftiert, die Hälfte verbüßt eine Strafe von mehr als einem bis zu fünf Jahren und 12 Prozent von mehr als fünf Jahren, darunter 25 Personen (Vorjahr: 24 Personen) mit einer lebenslangen Freiheitsstrafe.
Autor: nnz

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