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Sa, 18:45 Uhr
26.08.2017
Windpark Wipperdorf

Windpark Wipperdorf eingeweiht

Der heutige Samstag stand in der Gemeinde Wipperdorf ganz unter dem Motto „erneuerbare Energie dank Windkraft“. Nach intensiver Planungs-und Bauphase wurde der Windpark Wipperdorf mit seinen sechs Windkrafträdern feierlich eröffnet…


Von links: Staatssekretär Olaf Möller; VSB Geschäftsführer Markus Brogsitter und Wipperdorfs Bürgermeister Joachim Leßner

Ein langer Weg, mit vielen Höhen und Tiefen sowie harten Kampfgeist geht erfolgreich zu Ende. Schon im Jahr 2006 kam die Idee für die Planung eines Windparks in Wipperdorf auf. Viele Formalitäten und Gerichtsverhandlungen stellten sich dem Projekt in den Weg. Doch letztendlich verlief alles zum Guten, so dass im Mai 2016 der erste Spatenstich fiel.

Nach 15 Monaten Bauphase konnte der Windpark heute im feierlichen Rahmen offiziell eingeweiht werden. Mit seinen sechs Windkrafträdern können zukünftig bis zu 11.600 Haushalte pro Jahr versorgt werden. Dies entspricht umgerechnet einer Leistung von 7,4 Millionen Kilowattstunden in einem Jahr. Der Windpark ist ein großer Gewinn für die Gemeinde Wipperdorf und den Landkreis Nordhausen und dient als positives Beispiel dafür, dass Energiewende in gemeinsamer Zusammenarbeit mit den Menschen vor Ort möglich sein kann.

Joachim Leßner bedankte sich in diesem feierlichen Rahmen bei all den vielen unterstützenden und mitwirkenden Händen für die gute Zusammenarbeit und äußert nochmals seinen Stolz über dieses gelungene Projekt.

Staatssekretär Olaf Müller und VSB Geschäftsführer Markus Brogsitter zeigten sich ebenfalls sehr angetan von der guten Zusammenarbeit und äußerten sich positiv über das gelungene Projekt. Auch zukünftig soll es das Ziel sein, den Freistaat Thüringen bis zum Jahr 2040 unabhängig von fossiler Energie zu machen.

Dieses Umdenken zum Nutzen und zur Bedeutung der erneuerbaren Energie sollte bereits den jüngsten unter uns, damit sind die Schüler der 3. und 4. Klassen gemeint, näher gebracht werden. Dazu lief in der Vergangenheit schon ein erfolgreiches Bildungsprojekt in Kooperation mit dem Horizont e.V. Nordhausen, welches auch zukünftig noch weiter fortgesetzt werden soll.

Im Anschluss an die Eröffnungsreden des Staatssekretärs, des Bürgermeisters und des VSB Geschäftsführers wurde der Windpark durch das symbolische Umlegen des Schalters offiziell eröffnet. Bei einem gemeinsamen Gläschen Sekt und einem kleinen Imbiss vom Buffet fanden sich noch viele interessante Gespräche untereinander. Am Nachmittag fanden noch weitere Aktivitäten sowohl für die kleinsten als auch für die großen Gäste statt.
Nicole Schulz
Windpark Wipperdorf (Foto: Nicole Schulz)
Windpark Wipperdorf (Foto: Nicole Schulz)
Windpark Wipperdorf (Foto: Nicole Schulz)
Windpark Wipperdorf (Foto: Nicole Schulz)
Windpark Wipperdorf (Foto: Nicole Schulz)
Windpark Wipperdorf (Foto: Nicole Schulz)
Windpark Wipperdorf (Foto: Nicole Schulz)
Windpark Wipperdorf (Foto: Nicole Schulz)
Windpark Wipperdorf (Foto: Nicole Schulz)
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Kommentare

27.08.2017, 10.11 Uhr
henry12 | Windpark
Jedes dieser Drecksräder sorgt wieder dafür, das Strom
teurer-und der CO/2 Ausstoß infolge bei Windflauten vorrangig in Kohlekraftwerken erzeugtem Strom größer wird.
Abgesehen von der optischen Umweltverschmutzung. Die Wipperdorfer können es jetzt für viele Jahre, bei jedem Blick aus ihrem Fenster sehen.

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27.08.2017, 10.51 Uhr
jens81 | Oje...
Bin mal gespannt, wer dann die Entsorgung von den Rädern übernimmt. Alles nur Augenwischerei... Aber das bleibt dann am Steuerzahler hängen. Da denkt keiner dran.

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27.08.2017, 11.02 Uhr
Bodo Schwarzberg | Windparks sollte begrüßt werden
Entscheidend ist das, was unter dem Strich, also langfristig herauskommt. Kurzfristig höhere Strompreise stehen in keinem Verhältnis zu der Zeche, die wir alle bezahlen müssen, wenn sich die Treibhausgasemissionen weltweit nicht reduzieren lassen.
Natürlich stellen auch Windparks einen weiteren Eingriff in unsere Landschaft dar. Die ökologischen Auswirkungen jedoch dürften um ein Vielfaches geringer sein, als die eines Kohle- oder Atomkraftwerks, da man ja auch den Ressourcenverbrauch zur Herstellung aller Betriebskomponenten und zum Betrieb selbst berücksichtigen muss (LKWs, Mitarbeiterverkehr usw.).

Allerdings sollte man den Fehler strikt vermeiden, Windparks in Brutgebieten einiger Vogelarten zu installieren. Hier drohen nachweislich negative Auswirkungen.

Dass Windparks oft nur auf den ersten Blick als Folge eines gestiegenen ökologischen Bewusstsein von Bürgermeistern und Investoren errichtet werden, bleibt noch anzumerken: Denn in erster Linie geht es auch hier um Profit. Belegbar ist diese Behauptung mit traurigen Fällen, in denen Greifvogelhorste in potenziellen Windparkbauzonen gesetzwidrig geraubt oder Greifvögel getötet werden. Mit einem Bewusstseinswandel haben Windparks in der Marktwirtschaft also nur bedingt etwas zu tun. Und auch wenn es in dem obigen Beitrag nach Weltenrettung klingt. Sich die Augen zu verkleistern hilft nicht: Die ökologischen und damit extistenzbedrohenden Probleme nehmen schneller zu, als sie gelöst werden.

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