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Fr, 16:00 Uhr
25.08.2017
Nordhäuser ADFC übt Kritik

Es hat sich so gut wie nichts getan

Was der ADAC für Autofahrer das ist der ADFC für Fahrradfahrer. Auch in Nordhausen sind die passionierten Radler aktiv und setzen sich seit Jahren für eine Fahrradfreundliche Region ein. Während man im Landkreis mit kleinen Schritten vorankomme, sei in der Stadt so gut wie nichts geschehen, kritisierte jetzt der Fahrradclub...

Es muss mehr für die Radwege getan werden, fordert der Nordhäuser ADFC (Foto: Angelo Glashagel) Es muss mehr für die Radwege getan werden, fordert der Nordhäuser ADFC (Foto: Angelo Glashagel)


Mit insgesamt 20 neuen Schildern will der Nordhäuser ADFC Radtouristen und Einheimischen den richtigen Weg auf den Routen durch den Landkreis weisen. Eine Spende in Höhe von 500 Euro bekam man dafür gestern von der Nordthüringer Volksbank.

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Für den ADFC ist das nur ein erster Schritt auf dem Weg der Erneuerung der Radwanderwege im Kreis, eigentlich bräuchte man 40 Schilder, will man die bestehenden Routen wieder für jedermann erkennbar ausweisen. Wie es um die Beschilderung steht, dass konnte man gestern am Van-der-Foer Damm exemplarisch begutachten - die handgemalte Karte wird bald zwei Jahrzehnte alt sein und ist nicht mehr zu entziffern.

"Die Radrouten in der Region sind armselig", sagte Lothar Burkhardt vom Nordhäuser ADFC. Neben dem Südharzer Kreis betreut man auch das Eichsfeld. Im Nachbarkreis sei die Situation eine ganz andere, die Kommunen hätten hier stärker an einem Strang gezogen und es rechtzeitig geschafft mehr Radwege einzurichten und Fördemittel in Anspruch zu nehmen.

Lothar Burkhardt am Van-der-Foer-Damm: die alte Beschilderung ist teilweise kaum noch zu entziffern (Foto: Angelo Glashagel) Lothar Burkhardt am Van-der-Foer-Damm: die alte Beschilderung ist teilweise kaum noch zu entziffern (Foto: Angelo Glashagel)


Im Landkreis Nordhausen mache man hingegen kleine Schritte, etwa zwischen Heringen und Auleben oder Niedersachswerfen und Neustadt. Nicht immer müsse man den Fehler dabei in der Verwaltung suchen, zwischen Sachswerfen und Neustadt etwa verhinderte ein jahrelanger Rechtsstreit ein Vorankommen. Etwas schneller könnte in Sachen Radwege dennoch gehandelt werden, geht es nach dem ADFC. "Das sind Dinge die hätten auch schon vor zehn oder zwanzig Jahren passieren können", sagte Burkhardt.

Regelrecht enttäuscht ist man hingegen von der Stadt Nordhausen, über Jahre habe man die Verantwortlichen immer wieder auf die Radwege-Situation aufmerksam gemacht und sogar Vor-Ort-Begehungen organisiert, erklärte Burkhardt, per Fahrrad versteht sich. Zuletzt geschah das vor drei Jahren. "Im Prinzip hat sich seitdem nichts getan", meinte Uwe Sauerland, ebenfalls ADFC Mitglied und passionierter Radler. Allgemein wünsche man sich das spürbar mehr für die Radwege getan werde, in der Stadt selbst wie auch in den Ortsteilen, es gebe erheblichen Nachholbedarf. Wer als Radtourist am Hauptbahnhof ankommt, der findet weit und breit keine Informationen zu den weiteren Wegen und Routen.

Die Forderung kommt sicher zur passenden Zeit, nocht ist Wahlkampf und anders als in zurückliegenden Wahlen sind die Radwege bisher kaum Thema gewesen. Radfahren hat Zukunft, da ist man sich beim ADFC sicher, selbst einer an Hügeln und Steigungen reichen Stadt wie Nordhausen könne man mit E-Bikes und Pedelecs in jedem Alter herr werden. Was fehlt ist die passende Infrastruktur und der Wille, diese zu schaffen. Sollten der Kritik Worte folgen, müssen den Worten nur noch Taten folgen.
Angelo Glashagel
Autor: red

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Kommentare
Altstadtfan
25.08.2017, 16:31 Uhr
Immer die Anderen !
Sie haben Recht mit der Forderung nach mehr Radwegen .
Aber Sie sollten Ihre Radfahrer zur Vorsicht und Rücksicht im Strassenverkehr erziehen .
90 % der Radler fahren auf Bürgersteigen und nicht langsam
wo Sie aber als Fahrer nichts zu suchen haben . Fußgänger und Mütter mit Kinderwagen müssen an die Seite damit die Radfahrer nicht absteigen müssen . Ob Einbahnstrassen oder Schutzwege ist den Radfahrern egal Hauptsache Sie kommen schnell vorwärts.
Der ADFC hat also genug Aufklärungsarbeit mit Ihren Mitgliedern zu leisten .
Leser X
25.08.2017, 18:51 Uhr
Altstadtfan...
... das ist ja genau das Problem für uns Radler: weil es an Radwegen fehlt, ist man gezwungen, auf Gehwege auszuweichen. Wer ist schon so lebensmüde und fährt auf der Straße mitten in der Stadt.

Aber mehr Vorsicht durch Radfahrer auf Gehwegen ist natürlich angebracht, insofern gebe ich Ihnen Recht.
echter Nordhaeuser
25.08.2017, 19:57 Uhr
Keine Lobby für den Fahrradverkehr
Als Radfahrer ist "Frau oder Mann", Freiwild für Autofahrer. Viele Radwege enden im Nirwana und Mann wird auf die Straße gedrängt, wo einen die PKWs sogar im Gegenverkehr überholen. Da sollte wirklich der ADAC Einfluss nehmen und den Fahrerinnen und Fahrern erklären, das beim Überholen mindestens 1,50m Mindestabstand zu halten sind. Der innerstädtische Verkehr sollte auf 30km/h reduziert werden, sodass man als Radfahrer auch im Verkehr mit Schwimmen kann, und auch die letzten Spritjunkies und Umweltsuender zum Umstieg aufs Fahrrad zu bewegen.
emmerssen
26.08.2017, 09:00 Uhr
Radweg, ein Fremdwort im Kreis
Der Kreis Nordhausen hat doch so gut wie überhaupt keine Radwege. Eine Anbindung Richtung Westen an den Bundesstraßen 243 und 80 fehlt komplett. Dabei würde sich sogar die ehemalige Trasse der Helmetalbahn, zumindest von Mackenrode bis Osterhagen, anbieten. Im Eichsfeldkreis gibt es komischer Weise viele Radwege. Doch leider fehlt für Radfahrer die Lobby bei uns ........
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