Mo, 10:39 Uhr
18.10.2004
Bewegende Ausstellung
Nordhausen (nnz). In der Nordhäuser Flohburg wird Ende Oktober eine außergewöhnliche Ausstellung eröffnet. Was dort zu sehen sein wird, das hat jetzt die nnz erfahren.
Die jüdischen Kinder der Villa Emma in Nonantola.1942 – 1943, heißt die neue Ausstellung im Museum Flohburg, die am 28. Oktober, um 17 Uhr, eröffnet wird. Die Ausstellung dokumentiert die außergewöhnliche Rettungsinitiative der Bewohner der norditalienischen Stadt Nonatola, durch deren Mut und Solidarität es gelang, 73 jüdische Kinder vor dem Tod zu bewahren. Die Kinder – viele von ihnen bereits Waisenkinder – stammen aus Österreich, Deutschland, Jugoslawien und Polen und waren teils unter dramatischen Umständen zunächst nach Ljubljana geflüchtet.
Als dort der Partisanenkrieg ausbrach, wurden sie im Juli 1942 nach Nonantola bei Modena gebracht. Über ein Jahr bot die Villa Emma ihnen und ihren Betreuern eine Bleibe. Die Kinder erhielten Unterricht sowie eine handwerkliche und landwirtschaftliche Ausbildung als Vorbereitung auf ihr Leben in Palästina. Die Situation änderte sich schlagartig, als 1943 die deutschen Truppen in Nonantola einrückten und die Villa innerhalb von 48 Stunden geräumt werden musste. Binnen kürzester Zeit konnten alle 73 Kinder im Ort versteckt werden – im Priesterseminar, bei Nonnen sowie bei vielen einheimischen Familien – so lange, bis nach mehreren Wochen die weitere Flucht der Kinder in die Schweiz organisiert werden konnte.
Der deutsche Historiker Dr. Klaus Voigt aus Berlin hat die Geschichte der Villa Emma recherchiert und die vorliegende Wanderausstellung gestaltet. Im Oktober 2001 wurde die Ausstellung in Nonantola eröffnet. Sie wurde bisher in 14 Städten in Italien, Deutschland, Österreich und Frankreich gezeigt. In Deutschland wurde sie bisher in Berlin, Leipzig, Detmold und Wismar gezeigt. Die Ausstellung ist bis zum 26. November 2004 im Museum Flohburg, Barfüßerstraße 6, Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, zu sehen.
Autor: nnzDie jüdischen Kinder der Villa Emma in Nonantola.1942 – 1943, heißt die neue Ausstellung im Museum Flohburg, die am 28. Oktober, um 17 Uhr, eröffnet wird. Die Ausstellung dokumentiert die außergewöhnliche Rettungsinitiative der Bewohner der norditalienischen Stadt Nonatola, durch deren Mut und Solidarität es gelang, 73 jüdische Kinder vor dem Tod zu bewahren. Die Kinder – viele von ihnen bereits Waisenkinder – stammen aus Österreich, Deutschland, Jugoslawien und Polen und waren teils unter dramatischen Umständen zunächst nach Ljubljana geflüchtet.
Als dort der Partisanenkrieg ausbrach, wurden sie im Juli 1942 nach Nonantola bei Modena gebracht. Über ein Jahr bot die Villa Emma ihnen und ihren Betreuern eine Bleibe. Die Kinder erhielten Unterricht sowie eine handwerkliche und landwirtschaftliche Ausbildung als Vorbereitung auf ihr Leben in Palästina. Die Situation änderte sich schlagartig, als 1943 die deutschen Truppen in Nonantola einrückten und die Villa innerhalb von 48 Stunden geräumt werden musste. Binnen kürzester Zeit konnten alle 73 Kinder im Ort versteckt werden – im Priesterseminar, bei Nonnen sowie bei vielen einheimischen Familien – so lange, bis nach mehreren Wochen die weitere Flucht der Kinder in die Schweiz organisiert werden konnte.
Der deutsche Historiker Dr. Klaus Voigt aus Berlin hat die Geschichte der Villa Emma recherchiert und die vorliegende Wanderausstellung gestaltet. Im Oktober 2001 wurde die Ausstellung in Nonantola eröffnet. Sie wurde bisher in 14 Städten in Italien, Deutschland, Österreich und Frankreich gezeigt. In Deutschland wurde sie bisher in Berlin, Leipzig, Detmold und Wismar gezeigt. Die Ausstellung ist bis zum 26. November 2004 im Museum Flohburg, Barfüßerstraße 6, Dienstag bis Sonntag, 10 bis 17 Uhr, zu sehen.


