So, 15:37 Uhr
17.10.2004
Quer durch die Welt
Nordhausen (nnz). Für einen Cent die Minute um die Welt surfen. Daran haben sich die Verbraucher längst gewöhnt. Für einen Cent bundes-, ja weltweit zu telefonieren und das zu jeder Tageszeit, funktioniert ebenfalls via Internet. Allerdings war das bislang alles andere als komfortabel.
Die Anfänge der Internet-Telefonie waren eher desillusionierend. Saß man da also ausgerüstet mit Mikrofon und Head-Set vor dem PC und hat dann versucht, das Gespräch zu führen, was meistens daran scheiterte, dass die Sprachqualität sehr schlecht war. Das war eigentlich nur was für Web-Pioniere, die das ausprobieren wollten und den Leidensdruck aufgrund geringerer Gesprächskosten ertragen haben.
Das hat sich jetzt grundlegend geändert, weil die Technologie wesentlich besser geworden ist. Man kann jetzt via Internet genauso telefonieren, wie man es vom herkömmlichen Telefon gewohnt. Dank Breitbandanschluss, auch DSL genannt, kann man jetzt nicht nur billig, sondern auch bequem über das weltweite Netz telefonieren. Oft billiger als über das herkömmliche Telefonnetz.
Eva-Maria Ritter, Pressesprecherin des Verbands der Anbieter von Telefon und Internet-Dienstleistungen, VATM: "Das schlagkräftigste Argument ist natürlich die Kostenseite. Sowohl Geschäftskunden als auch Privatkunden können günstig telefonieren über das Internet. Sie liegen bei ein bis 2,5 Cent. Über all hin, weltweit."
Einige technische Voraussetzungen für die Internet-Telefonie gibt es aber dennoch. Zum einen benötigt der Verbraucher einen Breitbandanschluss. Nur dieser gewährleistet, dass die Sprache verzögerungsfrei, dass heißt ohne Pausen oder Echo-Effekte übertragen wird, wie sie beim normalen analogen oder ISDN-Anschluss auftreten können. Um ständig erreichbar zu sein, muss man eine sogenannte Flatrate mieten, damit der Telefonanschluß auch rund um die Uhr online ist.
Der Verbraucher erhält eine extra Nummer, ist also nicht nur zu Hause oder im Büro, sondern weltweit von jedem PC mit Internet-Breitbandanschluss zu erreichen oder kann von dort selber anrufen. Telefoniert wird dann meist mittels eines Headsets, dass an den PC angeschlossen wird. Komfortabler ist das Angebot des Kölner Internet-Providers QSC, das in diesem Monat auf den Markt kommt. Hier telefoniert der Verbraucher über ein spezielles Internet-Telefon, das sich direkt, also ohne Umweg über den PC in das Internet einwählt.
Erklärt Uta Teigel von QSC: Also man sieht ganz normal die Tastatur und den Hörer. Sie können jede normale Festnetztelefonnummer anrufen und auch von jeder normalen Nummer angerufen werden. Sie können auch jedes Handy anrufen, jedes Mobilfunktelefon und ebenfalls auch von jedem Mobilfunknetz angerufen werden. Der besondere Vorteil ist, wenn Sie einen Kunden anrufen, der den gleichen Dienst wie sie auch, sind die Telefonate kostenfrei.
Telefonate ins Mobilfunknetz unterscheiden sich je nach Mobilfunkanbieter allerdings um mehrere Cent. Wer via Internet telefonieren will, sollte zunächst anhand eines Einzelverbindungsnachweises sein Telefonverhalten prüfen. Also wohin und wie lange telefoniert wird. Und die Kosten dann mit denen Gebühren für den Breitbandanschluss und die Flatrate gegenrechnen. Breitbandanschlüsse kosten derzeit zwischen knapp 15 und 24 Euro im Monat. Für die Flatrate müssen noch einmal etwa zwischen fünf und 20 Euro veranschlagt werden. Insgesamt also maximal 45 Euro.
Verbraucher, die fürs Surfen weder einen Breitbandanschluss noch eine Flatrate benötigen, stehen sich bei normalem Telefonverhalten angesichts dieser Kosten in den meisten Fällen also besser, wenn sie weiter über das normale Telefonnetz telefonieren und stattdessen das kostengünstige Call-by-Call-Verfahren nutzen. Internet-Telefonie lohnt sich für alle, die bereits einen Breitbandanschluss und eine Flatrate zum Surfen haben und auch für jene, die häufig viele Ferngespräche ins In- und Ausland führen müssen.
Autor: nnzDie Anfänge der Internet-Telefonie waren eher desillusionierend. Saß man da also ausgerüstet mit Mikrofon und Head-Set vor dem PC und hat dann versucht, das Gespräch zu führen, was meistens daran scheiterte, dass die Sprachqualität sehr schlecht war. Das war eigentlich nur was für Web-Pioniere, die das ausprobieren wollten und den Leidensdruck aufgrund geringerer Gesprächskosten ertragen haben.
Das hat sich jetzt grundlegend geändert, weil die Technologie wesentlich besser geworden ist. Man kann jetzt via Internet genauso telefonieren, wie man es vom herkömmlichen Telefon gewohnt. Dank Breitbandanschluss, auch DSL genannt, kann man jetzt nicht nur billig, sondern auch bequem über das weltweite Netz telefonieren. Oft billiger als über das herkömmliche Telefonnetz.
Eva-Maria Ritter, Pressesprecherin des Verbands der Anbieter von Telefon und Internet-Dienstleistungen, VATM: "Das schlagkräftigste Argument ist natürlich die Kostenseite. Sowohl Geschäftskunden als auch Privatkunden können günstig telefonieren über das Internet. Sie liegen bei ein bis 2,5 Cent. Über all hin, weltweit."
Einige technische Voraussetzungen für die Internet-Telefonie gibt es aber dennoch. Zum einen benötigt der Verbraucher einen Breitbandanschluss. Nur dieser gewährleistet, dass die Sprache verzögerungsfrei, dass heißt ohne Pausen oder Echo-Effekte übertragen wird, wie sie beim normalen analogen oder ISDN-Anschluss auftreten können. Um ständig erreichbar zu sein, muss man eine sogenannte Flatrate mieten, damit der Telefonanschluß auch rund um die Uhr online ist.
Der Verbraucher erhält eine extra Nummer, ist also nicht nur zu Hause oder im Büro, sondern weltweit von jedem PC mit Internet-Breitbandanschluss zu erreichen oder kann von dort selber anrufen. Telefoniert wird dann meist mittels eines Headsets, dass an den PC angeschlossen wird. Komfortabler ist das Angebot des Kölner Internet-Providers QSC, das in diesem Monat auf den Markt kommt. Hier telefoniert der Verbraucher über ein spezielles Internet-Telefon, das sich direkt, also ohne Umweg über den PC in das Internet einwählt.
Erklärt Uta Teigel von QSC: Also man sieht ganz normal die Tastatur und den Hörer. Sie können jede normale Festnetztelefonnummer anrufen und auch von jeder normalen Nummer angerufen werden. Sie können auch jedes Handy anrufen, jedes Mobilfunktelefon und ebenfalls auch von jedem Mobilfunknetz angerufen werden. Der besondere Vorteil ist, wenn Sie einen Kunden anrufen, der den gleichen Dienst wie sie auch, sind die Telefonate kostenfrei.
Telefonate ins Mobilfunknetz unterscheiden sich je nach Mobilfunkanbieter allerdings um mehrere Cent. Wer via Internet telefonieren will, sollte zunächst anhand eines Einzelverbindungsnachweises sein Telefonverhalten prüfen. Also wohin und wie lange telefoniert wird. Und die Kosten dann mit denen Gebühren für den Breitbandanschluss und die Flatrate gegenrechnen. Breitbandanschlüsse kosten derzeit zwischen knapp 15 und 24 Euro im Monat. Für die Flatrate müssen noch einmal etwa zwischen fünf und 20 Euro veranschlagt werden. Insgesamt also maximal 45 Euro.
Verbraucher, die fürs Surfen weder einen Breitbandanschluss noch eine Flatrate benötigen, stehen sich bei normalem Telefonverhalten angesichts dieser Kosten in den meisten Fällen also besser, wenn sie weiter über das normale Telefonnetz telefonieren und stattdessen das kostengünstige Call-by-Call-Verfahren nutzen. Internet-Telefonie lohnt sich für alle, die bereits einen Breitbandanschluss und eine Flatrate zum Surfen haben und auch für jene, die häufig viele Ferngespräche ins In- und Ausland führen müssen.

