So, 09:01 Uhr
17.10.2004
nnz-Kurz-News am Sonntag
Horror-Crash bei Artern
Bei einem Unfall in Artern ist gestern Abend eiin 42-Jähriger ums Leben gekommen, zwei weitere Menschen wurden verletzt. Wie die Polizeidirektion Nordhausen mitteilte, war ein 41- jähriger alkoholisierter Autofahrer durch Unachtsamkeit von der Fahrbahn abgekommen. Dabei wurde der Mann schwer, ein 23-jähriger Mitfahrer leicht verletzt. Ein weiterer Mitfahrer im Alter von 42 Jahren erlitt tödliche Verletzungen.
19-jähriger Mopedfahrer tödlich verunglückt
Ein 19 Jahre alter Mopedfahrer ist in der Nacht zum Sonntag bei einem Unfall in Greiz ums Leben gekommen. Der junge Mann war ohne Licht unterwegs gewesen. Ein entgegenkommender 36-jähriger Autofahrer übersah ihn deshalb beim Überholen eines anderen Fahrzeuges. Bei dem Zusammenstoß erlitt der 19-Jährige tödliche Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle. Der 36-Jährige blieb unverletzt.
"Schwarzer Peter" wird ausgestellt
Das Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg zeigt ab heute eine neue Sonderausstellung zum Thema "Schwarzer Peter - Geschichte eines Spiels". Zu sehen ist ein Teil der weltweit größten Schwarze-Peter-Sammlung von einem Dortmunder Privatsammler. Anhand der Exponate wird die Kulturgeschichte des Kartenspieles erzählt, das ursprünglich ein Zeitvertreib für Erwachsene war und noch heute in deren Wortschatz fest verankert ist.
Harter Kampf bei Opel
Im Kampf um die Arbeitsplätze bei Opel richtet sich der Betriebsrat auf einen "harten Kampf" ein. Das sagte Betriebsratssprecher Lothar Marquardt in Bochum. Drohungen aus dem Opel-Mutterkonzern General Motors, das Werk in Bochum zu schließen, seien eine schlechte Grundlage für weitere Gespräche. Unter diesen Voraussetzungen werde man nicht verhandeln. Nach Polizeiangaben harrten auch diese Nacht rund 300 Menschen vor den Werkstoren aus. Die Arbeit in Bochum soll auch morgen früh ruhen.
Deutsche Triathleten siegen auf Hawaii
Die deutschen Triathleten Norman Stadler und Nina Kraft haben beim Ironman auf Hawaii für einen historischen Doppel- Triumph gesorgt. Der Ausdauerathlet aus Mannheim gewann vor seinen Landsleuten Faris Al-Sultan und Alex Taubert. Stadler verewigte sich damit als zweiter deutscher "Eisenmann" in der Gewinner-Statistik des Wettbewerbs. Die Braunschweigerin Nina Kraft sorgte für den ersten Erfolg einer deutschen Triathletin auf Hawaii.
US-Streitkräfte setzten Luftangriffe auf Falludscha fort
Die US-Streitkräfte haben ihre Luftangriffe auf die irakische Rebellenhochburg Falludscha fortgesetzt. Nach Augenzeugenberichten wurden dabei viele Häuser zerstört. Panzer und gepanzerte Fahrzeuge beschossen Ziele in der Stadt. Über mögliche Opfer wurde bisher nichts bekannt. Unterdessen sind zwei Hubschrauber über Bagdad abgestürzt. Nach CNN-Angaben starben dabei zwei US- Soldaten. Zwei weitere seien verletzt worden. Bislang ist noch unklar, ob die Helikopter abgeschossen wurden.
Drei Tote und zehn Verletzte
Ein plötzlicher Hagelschauer hat auf der A 3 bei Straubing in Bayern eine Unfallserie mit insgesamt drei Toten und zehn Verletzten verursacht. Viele seien auf der vereisten Fahrbahn zu schnell gefahren, ins Schleudern geraten und von der Straße abgekommen, teilte die Polizei mit. Ein 59-Jähriger hatte die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war auf dem Seitenstreifen gegen einen dort stehenden Lkw geprallt. Er und seine beiden Mitfahrer waren sofort tot.
Streit in der Union dauert an
Der Streit zwischen CDU und CSU über die Gesundheitspolitik dauert an. Der CSU-Sozialexperte Horst Seehofer erteilte in der «Bild am Sonntag» dem Vorschlag von CDU-Chefin Angela Merkel, das Gesundheitswesen mit einer Steuererhöhung zu finanzieren, eine klare Absage. Unterdessen hält es Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus für möglich, dass sich hinter den unionsinternen Streitigkeiten eine Intrige gegen Merkel verbirgt. Entsprechend äußerte sich Althaus im Deutschlandfunk.
Gefangene in Guantánamo misshandelt
Auch auf der US-Marinebasis Guantánamo Bay auf Kuba sind viele Häftlinge misshandelt worden. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Aussagen von Wachsoldaten und Mitarbeitern von Geheimdiensten. So seien Häftlinge, die nicht mit den Verhörspezialisten zusammenarbeiten wollten, bis auf ihre Unterwäsche ausgezogen und an Händen und Füßen gefesselt worden. Die Männer mussten bis zu 14 Stunden mit Unterbrechungen so in grellem Licht und bei lauter Musik ausharren.
Gerhardt kritisiert Struck-Äußerungen
FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt hat Verteidigungsminister Peter Struck wegen dessen Äußerungen über mögliche neue Auslandseinsätze der Bundeswehr scharf kritisiert. Es sei "atemberaubend", wie der Minister die Bundeswehr ständig an neue Einsatzorte schicken wolle, schrieb Gerhardt in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". Das "öffentliche Fabulieren" über einen Einsatz im Irak sei verantwortungslos und schade der Stimmung in der Truppe, meinte der FDP-Politiker.
Brüderpaar getötet
Ein Jugendlicher und sein kleiner Bruder sind auf einem Motorroller in der Schweiz an einem unbeschrankten Bahnübergang mit einem Zug zusammengestoßen und getötet worden. An dem Übergang in Oberentfelden im Kanton Aargau habe es auch kein Blinklicht gegeben, so ein Polizeisprecher. Der 16-jährige Lenker und sein 12-jähriger Bruder seien auf der Stelle tot gewesen. Der Lokführer konnte den Zug trotz sofortiger Vollbremsung nicht mehr rechtzeitig anhalten. Der Roller wurde bei dem Zusammenstoß total zertrümmert und fing Feuer.
Althaus schließt Intrige gegen Merkel nicht aus
Hinter den Unionsquerelen könnte sich nach Ansicht von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus eine Intrige gegen CDU-Chefin Angela Merkel verbergen. Auf die Frage, ob sich Merkels innerparteiliche Gegner verabredet haben könnten, um ihren Sturz herbeizuführen, sagte Althaus im Deutschlandfunk, er könne das nicht ausschließen. Nach seinen Worten werden in der Union Inhaltsfragen so zugespitzt, dass daraus Personalfragen werden. Umfragen belegen einen drastischen Rückgang in der Wählergunst für die Union.
Vitali Klitschko boxt in Vegas
Box-Schwergewichtsweltmeister Vitali Klitschko wird seinen WBC-Titel am 11. Dezember gegen den Engländer Danny Williams in Las Vegas verteidigen. Ursprünglich sollte die erste Titelverteidigung des 33-jährigen Ukrainers im New Yorker Madison Square Garden stattfinden. Logistische Schwierigkeiten hatten zu der Verlegung des Kampforts geführt.
Deutsche gewinnen auf Hawaii
Norman Stadler hat als zweiter deutscher Triathlet den Ironman auf Hawaii gewonnen. Der Ausdauerathlet aus Mannheim triumphierte in der Nacht über Vorjahressieger Peter Reid aus Kanada. Die Disziplinen beim Ironman sind 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und ein Marathonlauf. Stadler schaffte diese Abschnitte in insgesamt 8:33,29 Stunden.
Sioux fordern Namensänderung
Das Pariser Erotikcabaret "Crazy Horse" erregt Anstoß bei Nachfahren des gleichnamigen Indianerhäuptlings. Verärgert sind die Sioux vor allem über den Namen des Lokals und darüber, dass die Nackttänzerinnen lange Federn auf dem Kopf tragen. Mit einer Federhaube erschien jetzt Alfred Red Cloud vor dem "Crazy Horse" und erklärte, dem Touristenmagneten im Herzen von Paris fehle "die Achtung vor der Kultur und den Vorfahren" seiner Familie.
Autor: nnzBei einem Unfall in Artern ist gestern Abend eiin 42-Jähriger ums Leben gekommen, zwei weitere Menschen wurden verletzt. Wie die Polizeidirektion Nordhausen mitteilte, war ein 41- jähriger alkoholisierter Autofahrer durch Unachtsamkeit von der Fahrbahn abgekommen. Dabei wurde der Mann schwer, ein 23-jähriger Mitfahrer leicht verletzt. Ein weiterer Mitfahrer im Alter von 42 Jahren erlitt tödliche Verletzungen.
19-jähriger Mopedfahrer tödlich verunglückt
Ein 19 Jahre alter Mopedfahrer ist in der Nacht zum Sonntag bei einem Unfall in Greiz ums Leben gekommen. Der junge Mann war ohne Licht unterwegs gewesen. Ein entgegenkommender 36-jähriger Autofahrer übersah ihn deshalb beim Überholen eines anderen Fahrzeuges. Bei dem Zusammenstoß erlitt der 19-Jährige tödliche Verletzungen und starb noch an der Unfallstelle. Der 36-Jährige blieb unverletzt.
"Schwarzer Peter" wird ausgestellt
Das Schloss- und Spielkartenmuseum Altenburg zeigt ab heute eine neue Sonderausstellung zum Thema "Schwarzer Peter - Geschichte eines Spiels". Zu sehen ist ein Teil der weltweit größten Schwarze-Peter-Sammlung von einem Dortmunder Privatsammler. Anhand der Exponate wird die Kulturgeschichte des Kartenspieles erzählt, das ursprünglich ein Zeitvertreib für Erwachsene war und noch heute in deren Wortschatz fest verankert ist.
Harter Kampf bei Opel
Im Kampf um die Arbeitsplätze bei Opel richtet sich der Betriebsrat auf einen "harten Kampf" ein. Das sagte Betriebsratssprecher Lothar Marquardt in Bochum. Drohungen aus dem Opel-Mutterkonzern General Motors, das Werk in Bochum zu schließen, seien eine schlechte Grundlage für weitere Gespräche. Unter diesen Voraussetzungen werde man nicht verhandeln. Nach Polizeiangaben harrten auch diese Nacht rund 300 Menschen vor den Werkstoren aus. Die Arbeit in Bochum soll auch morgen früh ruhen.
Deutsche Triathleten siegen auf Hawaii
Die deutschen Triathleten Norman Stadler und Nina Kraft haben beim Ironman auf Hawaii für einen historischen Doppel- Triumph gesorgt. Der Ausdauerathlet aus Mannheim gewann vor seinen Landsleuten Faris Al-Sultan und Alex Taubert. Stadler verewigte sich damit als zweiter deutscher "Eisenmann" in der Gewinner-Statistik des Wettbewerbs. Die Braunschweigerin Nina Kraft sorgte für den ersten Erfolg einer deutschen Triathletin auf Hawaii.
US-Streitkräfte setzten Luftangriffe auf Falludscha fort
Die US-Streitkräfte haben ihre Luftangriffe auf die irakische Rebellenhochburg Falludscha fortgesetzt. Nach Augenzeugenberichten wurden dabei viele Häuser zerstört. Panzer und gepanzerte Fahrzeuge beschossen Ziele in der Stadt. Über mögliche Opfer wurde bisher nichts bekannt. Unterdessen sind zwei Hubschrauber über Bagdad abgestürzt. Nach CNN-Angaben starben dabei zwei US- Soldaten. Zwei weitere seien verletzt worden. Bislang ist noch unklar, ob die Helikopter abgeschossen wurden.
Drei Tote und zehn Verletzte
Ein plötzlicher Hagelschauer hat auf der A 3 bei Straubing in Bayern eine Unfallserie mit insgesamt drei Toten und zehn Verletzten verursacht. Viele seien auf der vereisten Fahrbahn zu schnell gefahren, ins Schleudern geraten und von der Straße abgekommen, teilte die Polizei mit. Ein 59-Jähriger hatte die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren und war auf dem Seitenstreifen gegen einen dort stehenden Lkw geprallt. Er und seine beiden Mitfahrer waren sofort tot.
Streit in der Union dauert an
Der Streit zwischen CDU und CSU über die Gesundheitspolitik dauert an. Der CSU-Sozialexperte Horst Seehofer erteilte in der «Bild am Sonntag» dem Vorschlag von CDU-Chefin Angela Merkel, das Gesundheitswesen mit einer Steuererhöhung zu finanzieren, eine klare Absage. Unterdessen hält es Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus für möglich, dass sich hinter den unionsinternen Streitigkeiten eine Intrige gegen Merkel verbirgt. Entsprechend äußerte sich Althaus im Deutschlandfunk.
Gefangene in Guantánamo misshandelt
Auch auf der US-Marinebasis Guantánamo Bay auf Kuba sind viele Häftlinge misshandelt worden. Das berichtet die "New York Times" unter Berufung auf Aussagen von Wachsoldaten und Mitarbeitern von Geheimdiensten. So seien Häftlinge, die nicht mit den Verhörspezialisten zusammenarbeiten wollten, bis auf ihre Unterwäsche ausgezogen und an Händen und Füßen gefesselt worden. Die Männer mussten bis zu 14 Stunden mit Unterbrechungen so in grellem Licht und bei lauter Musik ausharren.
Gerhardt kritisiert Struck-Äußerungen
FDP-Fraktionschef Wolfgang Gerhardt hat Verteidigungsminister Peter Struck wegen dessen Äußerungen über mögliche neue Auslandseinsätze der Bundeswehr scharf kritisiert. Es sei "atemberaubend", wie der Minister die Bundeswehr ständig an neue Einsatzorte schicken wolle, schrieb Gerhardt in einem Gastbeitrag für die "Bild am Sonntag". Das "öffentliche Fabulieren" über einen Einsatz im Irak sei verantwortungslos und schade der Stimmung in der Truppe, meinte der FDP-Politiker.
Brüderpaar getötet
Ein Jugendlicher und sein kleiner Bruder sind auf einem Motorroller in der Schweiz an einem unbeschrankten Bahnübergang mit einem Zug zusammengestoßen und getötet worden. An dem Übergang in Oberentfelden im Kanton Aargau habe es auch kein Blinklicht gegeben, so ein Polizeisprecher. Der 16-jährige Lenker und sein 12-jähriger Bruder seien auf der Stelle tot gewesen. Der Lokführer konnte den Zug trotz sofortiger Vollbremsung nicht mehr rechtzeitig anhalten. Der Roller wurde bei dem Zusammenstoß total zertrümmert und fing Feuer.
Althaus schließt Intrige gegen Merkel nicht aus
Hinter den Unionsquerelen könnte sich nach Ansicht von Thüringens Ministerpräsident Dieter Althaus eine Intrige gegen CDU-Chefin Angela Merkel verbergen. Auf die Frage, ob sich Merkels innerparteiliche Gegner verabredet haben könnten, um ihren Sturz herbeizuführen, sagte Althaus im Deutschlandfunk, er könne das nicht ausschließen. Nach seinen Worten werden in der Union Inhaltsfragen so zugespitzt, dass daraus Personalfragen werden. Umfragen belegen einen drastischen Rückgang in der Wählergunst für die Union.
Vitali Klitschko boxt in Vegas
Box-Schwergewichtsweltmeister Vitali Klitschko wird seinen WBC-Titel am 11. Dezember gegen den Engländer Danny Williams in Las Vegas verteidigen. Ursprünglich sollte die erste Titelverteidigung des 33-jährigen Ukrainers im New Yorker Madison Square Garden stattfinden. Logistische Schwierigkeiten hatten zu der Verlegung des Kampforts geführt.
Deutsche gewinnen auf Hawaii
Norman Stadler hat als zweiter deutscher Triathlet den Ironman auf Hawaii gewonnen. Der Ausdauerathlet aus Mannheim triumphierte in der Nacht über Vorjahressieger Peter Reid aus Kanada. Die Disziplinen beim Ironman sind 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und ein Marathonlauf. Stadler schaffte diese Abschnitte in insgesamt 8:33,29 Stunden.
Sioux fordern Namensänderung
Das Pariser Erotikcabaret "Crazy Horse" erregt Anstoß bei Nachfahren des gleichnamigen Indianerhäuptlings. Verärgert sind die Sioux vor allem über den Namen des Lokals und darüber, dass die Nackttänzerinnen lange Federn auf dem Kopf tragen. Mit einer Federhaube erschien jetzt Alfred Red Cloud vor dem "Crazy Horse" und erklärte, dem Touristenmagneten im Herzen von Paris fehle "die Achtung vor der Kultur und den Vorfahren" seiner Familie.


