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Fr, 11:59 Uhr
15.10.2004

Schimmelreiter in der Dichterstätte

Schimmelreiter in der Dichterstätte (Foto: nnz) Schimmelreiter in der Dichterstätte (Foto: nnz) Nordhausen/Limlingerode (nnz). Morgen in einer Woche (23.10.) gibt es in Limlingerode eine Begegnung der besoneren Art mit dem Dichter Theodor Storm. Da hat eine Dichterstätte eine andere eingeladen. Und so kommt dann Heiligenstadt nach Limlingerode.


Für Theodor Storm gibt es neben Husum auch im Heilbad Heiligenstadt ein Literaturmuseum. Ein Anliegen der „Dichterstätte Sarah Kirsch“ ist es, immer wieder auch andere Dichterstätten vorzustellen. Nach dem Peter-Huchel-Haus in Wilhelmshorst bei Potsdam und der Novalis-Gedenkstätte in Oberwiederstedt ist man im Oktober auf den Spuren Theodor Storms.

Am 04. Juli 1988, zum 100. Todestag des Dichters, wurde Am Berge 2 in Heiligenstadt ein Literaturmuseum eröffnet, und seit dem steht Storm, vom Bildhauer Werner Löwe zum Denkmal gestaltet, auf den Stufen vor dem Haus und schaut hinab in die Hauptstraße der Kleinstadt (siehe Bild). Löwe schuf auch plastische Kunstwerke in Nordhausen, und zwar die Relieftafeln über den Eingängen in die Häuser am Pferdemarkt, die zur Zeit rekonstruiert werden. Die Mitglieder der Dichterstätte in Limlingerode sind erfreut, dass die Leiterin, Dr. Regina Fasold, und der Bildhauer Werner Löwe das Stormhaus vorstellen werden.

Frau Dr. Fasold wird im ersten Teil ihres Vortrags (oder eher ihrer Plauderei) über Theodor Storms Leben und Schaffen in Heiligenstadt berichten, über den Grund seines Aufenthalts in Mitteldeutschland, über seine berufliche Tätigkeit, sein Familien- und Gesellschaftsleben in der Stadt und etwas ausführlicher über seine Entwicklung als Künstler in dieser Zeit. Er hat in diesen Jahren zu seinem realistischen Erzählstil gefunden, z. B. in Novellen wie „Auf der Universität“ und „Im Schloß“. Auch einige großartige weltanschauliche Gedichte sind hier entstanden wie „Ein Sterbender“, das gleichsam sein Testament enthält und ohne Storms Auseinandersetzung mit dem im Eichsfeld erlebten Katholizismus kaum denkbar wäre. Ganz wichtig ist natürlich auch der Märchendichter Storm. In Heiligenstadt hat er 1863/64 drei seiner besten Märchen geschrieben bzw. damit angefangen: „Die Regentrude“, „Bulemanns Haus“ und „Der Spiegel des Cyprianus“.

In einem etwas kürzeren zweiten Teil des Vortrags wird Frau Dr. Fasold auf die Gründe der Neugestaltung der Dauerausstellung im Literaturmuseum eingehen. Im Anschluss liest sie einige Gedichte Storms, die zu ihren Lieblingen gehören. Die Mitglieder des Fördervereins werden Auszüge aus den Märchen beisteuern. Aus Heiligenstadt kommend, werden auch einige Exponate ausgestellt.
Autor: nnz

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