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Do, 12:32 Uhr
17.08.2017
Erinnerung an Ludwig Einicke

Liebe zu allen Völkern der Welt

Am 12. August jährte sich zum 113.Mal der Geburtstag des Nordhäuser Kommunisten, Antifaschisten und Widerstandskämpfers Ludwig Einicke. Seine Tochter, die nun mittlerweile 89 jährige Genossin Inge Ernesti, und Angehörige begingen diesen Ehrentag in würdiger Form. Eingeladen waren zu dieser Gedenkstunde auch Vertreter der Linken...

Rainer und Gerlinde Bachmann sowie Reinhard Gündel trafen sich mit der Familie auf dem Friedhof in Nordhausen am Grabe der Familien Ernesti und Einicke.

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In einer ergreifenden Rede gedachte der Neffe Dr. Ludwig Einicke, Ehrenvorsitzender der Deutschen Lagergemeinschaft ehemaliger Häftlinge des KZ Mauthausen, des Lebens und Wirkens seines Onkels.
Das Vermächtnis Ludwig Einickes in einer Rede zum 1. Mai 1946 formuliert: „Liebe zu allen Völkern der Welt, Voraussetzungen für die Erhaltung des Friedens zu schaffen, ist mehr denn je unsere Aufgabe. Das bedeutet vor allem Überwindung aller Überreste reaktionären militaristischen und nationalistischen Denkens“.
Diese Worte - geschrieben 1946 - haben bis heute nichts von ihrer Bedeutung verloren.

Von lniks: Reinhard Gündel, Ingeborg Ernesti, Dr. Ludwig Einicke, Rainer Bachmann (Foto: Erika Fichtner) Von lniks: Reinhard Gündel, Ingeborg Ernesti, Dr. Ludwig Einicke, Rainer Bachmann (Foto: Erika Fichtner)
v.r.: Reinhard Gündel, Ingeborg Ernesti, Dr. Ludwig Einicke, Rainer Bachmann, Foto: Erika Fichtner

Bis 1989 trug die Grund – und Regelschule „Am Förstemannweg“ den Namen „Ludwig Einicke“ Dann gab es den neuen Namen. Ernst Günther Förstemann war ein Gymnasiallehrer und Historiker, der von 1788 bis 1859 in Nordhausen lebte und sich Verdienste um die Erforschung der Nordhäuser Stadtgeschichte erwarb.

In der Zeit der Umgestaltung unseres Lebens musste leider der Schulname weichen. Darum ist es umso bedeutsamer, dass auf Initiative der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes im November 2005 an der Schule eine Gedenktafel für Ludwig Einicke im Beisein der damaligen Oberbürgermeisterin Barbara Rinke enthüllt wurde.
Frau Rinke sagte damals: „Gerade im 60. Jahr des Endes des 2. Weltkrieges sei es wichtig, nicht nur der Opferzahlen zu gedenken, sondern sich den ganz persönlichen und konkreten Schicksalen zu widmen, die unter dem Terror der Faschisten leiden und sterben mussten. Dies sei gerade für die junge Generation wichtig“.

Ludwig Einicke starb am 11. Oktober 1975 im Alter von 71 Jahren.
R. und G. Bachmann
Autor: red

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