Mo, 11:49 Uhr
13.08.2001
IHK: Konjunkturprognose bestätigt
Nordhausen (nnz). Die IHK Erfurt sieht sich mit der vorliegenden Halbjahresbilanz 2001 des Landesamtes für Statistik in ihrer Konjunkturprognose für Thüringen bestätigt. Das Industriewachstum in Thüringen hat sich abgeschwächt.
"Die Wachstumsraten in der Thüringer Industrie haben sich wie erwartet infolge geänderter Rahmenbedingungen abgeschwächt", kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser die Halbjahresergebnisse (siehe hierzu auch im nnz-Archiv). Die Auftragseingänge aus dem Ausland seien bereits seit Beginn des Jahres 2001 deutlich abwärts gerichtet und die Exporte würden diesem Trend allmählich folgen. In die Länder der EU, dem Hauptabsatzmarkt für Thüringer Exporterzeugnisse, haben die Warenausfuhren schwächer als im Durchschnitt aller Länder zugenommen.
Noch überraschend hoch wären dagegen die Warenlieferungen in die USA. Stützend dürften sich hier die wechselkursbedingten Wettbewerbsvorteile infolge des schwachen Euro ausgewirkt haben. Ebenfalls deutlich legten die Exporte in die Mittel- und Osteuropäischen Länder und nach Russland zu. "Von der nationalen Wirtschaftspolitik bekommt unsere Konjunktur leider kaum positive Impulse", so Grusser. Durch den Anstieg der Inflationsrate seien die Effekte der Steuerreform auf die Binnenkonjunktur nahezu verpufft. Das ursprüngliche Ziel der Bundesregierung, die Sozialquote in dieser Legislaturperiode unter die 40-Prozent-Marke zu senken und damit die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen zu verbessern, werde nicht erreicht.
Autor: nnz"Die Wachstumsraten in der Thüringer Industrie haben sich wie erwartet infolge geänderter Rahmenbedingungen abgeschwächt", kommentiert IHK-Hauptgeschäftsführer Gerald Grusser die Halbjahresergebnisse (siehe hierzu auch im nnz-Archiv). Die Auftragseingänge aus dem Ausland seien bereits seit Beginn des Jahres 2001 deutlich abwärts gerichtet und die Exporte würden diesem Trend allmählich folgen. In die Länder der EU, dem Hauptabsatzmarkt für Thüringer Exporterzeugnisse, haben die Warenausfuhren schwächer als im Durchschnitt aller Länder zugenommen.
Noch überraschend hoch wären dagegen die Warenlieferungen in die USA. Stützend dürften sich hier die wechselkursbedingten Wettbewerbsvorteile infolge des schwachen Euro ausgewirkt haben. Ebenfalls deutlich legten die Exporte in die Mittel- und Osteuropäischen Länder und nach Russland zu. "Von der nationalen Wirtschaftspolitik bekommt unsere Konjunktur leider kaum positive Impulse", so Grusser. Durch den Anstieg der Inflationsrate seien die Effekte der Steuerreform auf die Binnenkonjunktur nahezu verpufft. Das ursprüngliche Ziel der Bundesregierung, die Sozialquote in dieser Legislaturperiode unter die 40-Prozent-Marke zu senken und damit die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Unternehmen zu verbessern, werde nicht erreicht.

