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Di, 08:50 Uhr
05.10.2004

Fragen, Antworten und Infos

Nordhausen (nnz). Nach zehn Montagsdemos hatten die Organsiatoren gestern zum ersten Mal zu einer anderen Form des Protests aufgerufen. Wie viele Nordhäuser auf den Rathausplatz gekommen waren und was dort passierte, das hat die nnz erfahren.


Nach Polizeiangaben sollen es 125 Frauen und Männer gewesen sein, die auch gestern gegen Hartz IV und dessen Folgen demonstrierten. Nur eben anders. Im Mittelpunkt stand die Information über die Großdemo am vergangen Samstag in Berlin. Jürgen Nagel konnte in diesem Zusammenhang die – aus seiner Sicht - sehr durchsichtige Medienpolitik zu den Protesten gegen Hartz IV nicht verschweigen und machte dieses an der Berichterstattung über unterschiedliche Teilnehmerzahlen von erst 10.000 und dann 45.000, deutlich. Er konstatierte, dass dieser Protest am liebsten als totgeborendes Kind ostdeutscher Befindlichkeiten abgetan würde.

Die Organisatoren versuchten bildlich darzustellen, welchen Weg der Mensch in diesem Land gehen kann, wenn er arbeitslos wird. Die eingerichtete Hartz IV-Suppenküche sollte dieses deutlich machen. Das es nicht immer mehr Suppenküchen geben muss, und welche Möglichkeiten der Verhinderung des sozialen Abstiegs eines immer grösseren Teils der Mitglieder dieser Gesellschaft es gibt, zeigte nochmals Jürgen Nagel auf, indem er erneut forderte, die Umverteilung von unter nach oben umzukehren. "Es ist Geld für alle da". waren seine mit Beifall aufgenommenen Worte.

Rednerinnen und Redner betonten aus ihrer Sicht, warum sie auch zum elften Mal an diesen Ort der Proteste kamen und brachten zum Ausdruck, dass die Aktionen auf jeden Fall fortgesetzt werden müssen, in welcher Form auch immer. Das war ein klarer Auftrag an das Organisationskomitee der Bürgerinitiative "Nordhausen macht mobil gegen unsoziale Reformen".

Den Abschluss bildete der gemeinsame Gesang der nun vertonten Nordhäuser Anti-Hartz IV-Hymne aus der Feder von Günther Dietrich. Zuvor würdigte er die seit Beginn der Demonstrationen sich stets bewährte Sicherheitspartnerschaft zwischen der Polizeiinspektion Nordhausen und den Organisatoren. „Sie ist, und das wollen und dürfen wir an dieser Stelle nicht verschweigen, Garant dafür, dass wir unsere demokratischen Rechte in Nordhausen zu Protesten nutzen können“, so Jürgen Nagel gegenüber der nnz.
Autor: nnz

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