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Do, 12:46 Uhr
20.07.2017
Nordhäuser SPD zur Wahlaufstellung der CDU

"Probleme noch größer als vermutet!"

Matthias Jendricke hatte in der vergangenen Woche in der Funktion als Ortsvorsitzender der Nordhäuser SPD den Christdemokraten vorgeworfen, bei der Kandidatenaufstellung zur Oberbürgermeisterwahl die demokratischen Spielregeln verletzt zu haben. Jetzt legt er nach...


Der Hintergrund war der Wechsel von Dirk Erfurt von der CDU zu den Grünen, welcher sich offenbar bei den Christdemokraten gezielt ausgebootet sah. Dirk Erfurt erklärte dazu jetzt im MDR, "dass er sich in der CDU keiner gemeinsamen Wahlentscheidung stellen konnte. Ihm sei von der Findungskommission eine Absage erteilt worden."

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Jendricke hatte deutlich gemacht, dass die CDU mit der Einsetzung einer nicht satzungsgemäßen Findungskommission gegen die innerparteiliche Demokratie verstoßen hat, da man anscheinend zugunsten von Inge Klaan andere Bewerber von der Wahl bei der Mitgliederversammlung abhalten wollte. Zumindest im Fall Dirk Erfurt scheint sich dies nun so auch zu bestätigen. Tatsächlich konnte die von der CDU eingesetzte Findungskommission nach eigenen Angaben noch unter vier Bewerbern auswählen, während die spätere Mitgliederversammlung nur noch einen Einheitsvorschlag mit dem Namen Inge Klaan zur Abstimmung vorgelegt bekam.

"Natürlich können die zuständigen Parteivorstände auch Kandidaten besonders empfehlen oder unterstützen, doch darf dies nicht dazu führen, dass somit andere Bewerber von der Wahl abgehalten werden. Auch wenn die CDU nun behauptet, sie hätten alles richtig gemacht, so sind die inzwischen bekannten Wahlfehler noch viel problematischer geworden", machte Jendricke klar und verweist auf die CDU-Satzung.

So heißt es eindeutig im grundlegenden CDU-Parteistatut : § 20 (Kandidatenaufstellung)
(1) An der Aufstellung der Kandidaten und an der Wahl von Vertretern für eine Vertreterversammlung zum Zwecke der Kandidatenaufstellung können nur diejenigen Mitglieder der Partei mitwirken, die im Zeitpunkt des Zusammentritts der jeweiligen Versammlung zur betreffenden Wahl im Wahlgebiet wahlberechtigt sind...

Und genau hier beginne nun konkret das Problem der Nordhäuser CDU, da in der ominösen Findungskommission neben Mitgliedern des Ortsvorstandes nun mal auch der CDU-Kreisvorsitzende und der regionale Landtagsabgeordnete gesessen haben, um im engen Kreis über die Kandidatenauswahl zu entscheiden. Zumindest die beiden letztgenannten wohnen aber nicht mal in Nordhausen und seien somit bei der OB-Wahl gar nicht wahlberechtigt, was wiederum eine Mitwirkung bei der Kandidatensuche ausgeschlossen habe.

"Aus meiner Sicht wollte die CDU die Wahlaufstellung von Inge Klaan eher als alleinige Krönungsveranstaltung organisieren und dazu wurden halt auch mal die Statut- bzw. Wahlrechtsvorgaben missachtet. Leider will man dies nun nicht mal durch eine neue Wahlversammlung heilen, so dass am Ende der Wahlausschluss für die CDU-Kandidatin folgen muss", machte der SPD-Vorsitzende klar.

Jendricke betonte dabei auch, dass er schließlich nicht nur bei der CDU so genau hinschaue, sondern selbst schon bei der eigenen Partei in früheren Jahren eine Kandidatenaufstellung satzungsmäßig angegriffen habe, was zur Wahlwiederholung führte. Und ebenso als Kreiswahlleiter der Kommunalwahl 2004 eine vollständige Neuauszählung veranlasste, damit ein ordnungsgemäßes Ergebnis festgestellt werden konnte, was damals den Grünen zugute kam. Zudem gab es auch im Jahr 2013 eine bekannte Wahlaufhebung der Gemeinderatswahl von Harztor, wo auch selbst am Ende das Verwaltungsgericht die Aufstellung einiger Wahlkandidaten rügte.
Autor: red

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Kommentare
ReneM
20.07.2017, 13:16 Uhr
blablabla
blablablablablablablablablablablablablablablablablablablabla
immer wieder dieses geheule.
Vorschlag: Wir entfernen alle Partein und umgehen somit solch ein geheule! Es ist schon penetrant, sowas immer zu lesen!
I.H.
20.07.2017, 13:49 Uhr
Einer lügt!
Es wurde nach weiteren Vorschlägen gefragt. Ich habe extra noch mal nachgeschaut:

"20.06 Uhr
Gibt es Gegenvorschläge? Nein. Es darf gewählt werden." (Zitat nnz im live-ticker der CDU Wahlveranstaltung)

Entweder lügt Jendricke, oder die Zeitung lügt!
murmeltier
20.07.2017, 15:26 Uhr
Sachverhalt
Der Sachverhalt ist doch klar dargelegt. Die Findungskommission,wie der Name schon sagt, hat einen Kandidaten gefunden. Einen Kandidaten gefunden und vorgeschlagen, Frau Klaan. Da braucht sich kein anderer zu bewerben. Wenn sich noch andere hätten bewerben können, hätte es keine Findungskommission gebraucht. So ist das nun Mal. Es sollte eine" Krönung" werden, nun ja.....
Realist 1.0
20.07.2017, 18:38 Uhr
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Hans Dittmar
20.07.2017, 23:20 Uhr
Probleme bei SPD größer als vermutet
Wieviel Angst muß die ehemalige Staatssekretärin innerhalb der SPD verbreiten, das selbst der Landrat sich einschaltet, um die Kandidatin der CDU mit Klagen und Prüfungen bedroht.
Satzungsgemäße Mitgliederversammlung hat stattgefunden, stand doch in der Zeitung. Herr Erfurt wurde von niemanden nominiert. Lieber Herr Erfurt: Es hat für sie nicht gereicht!

Die SPD hatte doch auch eine Findungskommission in Form der Presse. Schwupps da hatte sich Frau Krauth selbst gefunden und für die Mitgliederversammlung nominiert. Selbst Herr Georg Müller sprach noch kurz vor der Wahl von einer Verjüngung der SPD. man hätte einen jungen Mann. Ist auch er gar nicht erst angetreten, weil die SPD undemokratisch Frau Krauth über die Presse fand? Hier müsste bestimmt der Wahlausschuss und die Kommunalaufsicht mal genauer hinsehen.

Und die Grünen, wie viele Mitglieder waren da sauer, weil man anstatt die Mitglieder zu fragen, einen CDU Mann nominierte. Ist da im Vorfeld demokratisch aus den eigenen Reihen etwas passendes gesucht wurden? Aber keine Sorge, unser Landrat wird das alles untersuchen! Die Wahl anfechten und am Ende die Wahl doch auf das nächste Jahr verschieben, wenn er dann doch selber antritt.
Kilian Baltres
20.07.2017, 23:40 Uhr
Beim Landrat Probleme wirklich größer als vermutet
Sie sind ein armer Mensch, Herr Jendricke. Seit dem Frühjahr machen Sie Theater um die OB Wahl. Sie wollen Frau Klaan fertig machen und schaden auch Frau Krauth. Unser Nordhazsen ziehen Sie auch wieder durch den Schmutz.

Die Probleme sind tatsächlich größer als vermutet, aber nicht bei der CDU
K. Baltres
Liane Enzinger
21.07.2017, 05:50 Uhr
Die nordhäuser SPD zerstört diese Stadt
Der Landrat wird diese Stadt noch zerstören. Seit seinem Amtsantritt vor rund 20 Jahren damals im Landratsamt sucht “unser Landrat“ den Streit, erst gegen den damaligen Landrat Claus, dann gegen Zeh, dann gegen Krauth, jetzt gegen Klaan. Inzwischen lacht ganz Thüringen über Nordhausen. Die Nordhäuser SPD schweigt, wahrscheinlich ist dieser Krieg gewollt. Jendricke hat von Anfang diese Wahl nicht gewollt. So hatte er auch behauptet, Zeh wäre gar nicht zurückgetreten.

Wann wird hier endlich vom Land aus eingeschritten?

Liane Enzinger, M.A.
Zwischenrufer
21.07.2017, 07:13 Uhr
Kein Verstoß erkennbar
Ich lege § 20 Abs. 1 des Statuts der CDU Deutschlands so aus: An der in der Mitgliederversammlung der CDU Nordhausen stattfindenden (bzw. stattgefundenen) Wahl eines Kandidaten/einer Kandidatin für die Oberbürgermeisterwahl der Stadt Nordhausen darf (bzw. durfte) nur teilnehmen, wer selbst bei der Oberbürgermeisterwahl wahlberechtigt ist.

Folglich läge ein Satzungsverstoß dann vor, wenn der CDU-Kreisvorsitzende und der regionale Landtagsabgeordnete bei der Wahl von Frau Klaan in der Mitgliederversammlung der CDU Nordhausen mit abgestimmt hätten, obwohl sie für die Oberbürgermeisterwahl gar kein Stimmrecht haben. Das wird aber doch so wohl nicht gewesen sein und wird von Herrn Jendricke auch gar nicht behauptet.

Vorschlagsberechtigt in der Versammlung ist logischerweise jeder Wahlberechtigte, außerdem der Vorstand – das ergibt sich aus § 52 Abs. 9 der Satzung der CDU Thüringen, die sich auch im Internet finden lässt. Eine Findungskommission ist offiziell nicht vorgesehen. Eine solche könnte also in der Versammlung keinen Vorschlag unterbreiten. Unterbreitet wurde der Vorschlag laut Berichterstattung in der nnz von Herrn Nüßle. Dabei kann dahingestellt bleiben, ob der Vorsitzende des CDU-Stadtverbands diesen Vorschlag im Namen des Vorstands unterbreitet hat oder als einzelnes zur Oberbürgermeisterwahl wahlberechtigtes Parteimitglied – in beiden Funktionen durfte er den Vorschlag unterbreiten.

Was Herr Jendricke nun kritisiert, ist nichts anderes, als dass jemand, der der Mitgliederversammlung Frau Klaan als Oberbürgermeisterkandidatin vorgeschlagen hat, vorher andere Personen, unter denen sich auch zwei befunden haben sollen, die nicht zur Oberbürgermeisterwahl wahlberechtigt sind, gefragt hat, was sie davon halten, dass er Frau Klaan vorschlagen möchte, und ob sie andere Personen kennen, über die er mal nachdenken sollte, bevor er seinen Vorschlag unterbreitet. Als nicht mehr und nicht weniger lässt sich eine Findungskommission rechtlich einordnen. Dritte um Rat zu fragen, bleibt meines Erachtens jedem Vorschlagsberechtigten unbenommen. Einen Verstoß gegen § 20 Abs. 1 des Statuts der CDU Deutschlands kann ich daher nicht erkennen.

Bisher unbestritten ist, dass jeder, der zur Oberbürgermeisterwahl wahlberechtigt ist, der Mitgliederversammlung der CDU Nordhausen einen Vorschlag unterbreiten konnte, aber niemand von diesen Herrn Erfurt vorgeschlagen hat. Jedenfalls ergibt sich das so aus der nnz-Berichterstattung (ich habe an der Versammlung ebenso wenig teilgenommen wie vermutlich Herr Jendricke). Wenn Herr Erfurt gerne vorgeschlagen worden wäre, dann hätte er eben ein zur Oberbürgermeisterwahl wahlberechtigtes Parteimitglied finden müssen, das ihn vorschlägt. Das hat er aber offensichtlich nicht. Also stand er den Mitgliedern auch nicht zur Wahl. So einfach ist das.

Zurückweisen darf der Wahlleiter einen Wahlvorschlag nur, wenn eine Bestimmung des Thüringer Kommunalwahlgesetzes verletzt wurde. Eine solche Verletzung lag z. B. in dem von Herrn Jendricke genannten Fall in Harztor vor, da hier über einen Wahlvorschlag nicht geheim abgestimmt wurde, das Gesetz eine geheime Abstimmung aber vorsieht. Über den Wahlvorschlag von Frau Klaan ist bisher nichts bekannt, was darauf hindeutet, dass gegen eine Bestimmung des Thüringer Kommunalwahlgesetzes verstoßen wurde.
Treuhänder
21.07.2017, 07:46 Uhr
Belebung
Die Wahl des neuen OB wird durch die Diskussion belebt. Wenn es Herrn Jendricke nicht in der Politik gäbe, würde sich kein Mensch mehr für Politik in Nordhausen interessieren. Ist doch alles das gleiche Geschwätz. Bei dem Großteil der Bewerber, geht es um die Befriedigung des eigenen Ego, dass ist aus unterschiedlichen Äußerungen diagnostizierbar.

Wenn Herr Jendricke in seinen Aussagen nicht richtig liegt, kann die CDU eine, auf Argumenten basierende Gegendarstellung abgeben. Hier sind einige Kommentatoren unterwegs, die nur labern, keine Argumente bringen. Die haben nur eine Absicht, jemanden schlecht zureden, in dem Fall Herrn Jendricke. Das wird langsam langweilig und hat nichts mit Niveau zu tun.
Hercule Poirot
21.07.2017, 08:08 Uhr
Große Geister ...
... diskutieren über Ideen. Durchschnittliche Geister diskutieren über Geschehnisse. Kleine Geister diskutieren über Menschen. (Eleanor Roosevelt)

Wie sehr wünsche ich Herrn Jendricke, ein großer Geist zu werden.
Kilian Baltres
21.07.2017, 08:13 Uhr
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