Di, 11:50 Uhr
04.07.2017
Hospizverein Nordhausen
Bohnen in der Tasche oder Freuden des Lebens
Unter dieses Motto könnte man das Sommerfest des Hospizverein Nordhausen in diesem Jahr setzen. In der letzten Juniwoche trafen sich mehr als 40 Mitglieder unseres Vereins im Garten des Nordhaus in Nordhausen-Nord...
Gemeinsam mit Vertretern einiger unserer Kooperationspartner genossen wir sowohl die herrlich sommerlichen Temperaturen, als auch Grillspezialitäten und viele mitgebrachte sommerliche Salate.
Miteinander gemütliche Stunden zu verbringen und sich dabei auszutauschen ist ein Anliegen unseres Sommerfestes. Dabei geht es auch darum, einem vielleicht stressigem Alltag einen positiven entspannten Abschluss zu geben. In unserer schnelllebigen Zeit, bleibt uns häufig eher das negative, anstrengende des Tages im Gedächtnis. Für die vielen kleinen schönen Begebenheiten fehlt uns die Zeit bzw. die Erinnerung am Abend daran.
Mit einem kleinen Gläschen voller Bohnen und einer Geschichte aus der Toskana möchten wir uns allen die Möglichkeit geben, unsere Tage am Abend anders zu bewerten und uns an einem Vogelgezwitscher am Morgen, der aufgehenden Sonne, einem wunderschönem Sommerregen oder auch an einem lieben Wort der Frau vom Bäcker zu erfreuen. Jeder von uns hat es selbst in der Hand.
"In der Toskana erzählt man sich die Geschichte eines Mannes, der sehr, sehr alt wurde, weil er ein Lebensgenießer war. Er verließ niemals das Haus, ohne sich vorher eine Hand voll Bohnen in die Tasche zu stecken. Er tat dies nicht etwa, um die Bohnen zu kauen. Nein, er nahm sie mit, um so die schönen Momente bewusster wahrnehmen und um sie besser zählen zu können.
Wie macht er das?
Für jede positive Kleinigkeit, die er tagsüber erlebte, -das Lachen der jungen Frau gegenüber, ein schönes Essen, einen glänzenden Apfel, die Zigarre beim Plausch mit Bekannten, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, ein Glas guten Weines...- für alles, was seine Sinne erfreute, ließ er eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern. Manchmal waren es gleich zwei oder drei.
Abends saß er dann zu Hause und zählte die Bohnen, die er in die linke Tasche gesteckt hatte. Es war nicht nur ein Zählen. Nein, er zelebrierte diese Minuten. Dabei führte er sich alles Schöne vor Augen, das ihm an diesem Tag widerfahren war, und er freute sich. Und sogar an dem Abend, an dem er bloß eine Bohne zählte, ging ein Lächeln über sein Gesicht, denn der Tag war gelungen. Es hatte sich zu leben gelohnt."
Daniela Schröter, Koordinatorin Hospizverein Nordhausen
Autor: redGemeinsam mit Vertretern einiger unserer Kooperationspartner genossen wir sowohl die herrlich sommerlichen Temperaturen, als auch Grillspezialitäten und viele mitgebrachte sommerliche Salate.
Miteinander gemütliche Stunden zu verbringen und sich dabei auszutauschen ist ein Anliegen unseres Sommerfestes. Dabei geht es auch darum, einem vielleicht stressigem Alltag einen positiven entspannten Abschluss zu geben. In unserer schnelllebigen Zeit, bleibt uns häufig eher das negative, anstrengende des Tages im Gedächtnis. Für die vielen kleinen schönen Begebenheiten fehlt uns die Zeit bzw. die Erinnerung am Abend daran.
Mit einem kleinen Gläschen voller Bohnen und einer Geschichte aus der Toskana möchten wir uns allen die Möglichkeit geben, unsere Tage am Abend anders zu bewerten und uns an einem Vogelgezwitscher am Morgen, der aufgehenden Sonne, einem wunderschönem Sommerregen oder auch an einem lieben Wort der Frau vom Bäcker zu erfreuen. Jeder von uns hat es selbst in der Hand.
"In der Toskana erzählt man sich die Geschichte eines Mannes, der sehr, sehr alt wurde, weil er ein Lebensgenießer war. Er verließ niemals das Haus, ohne sich vorher eine Hand voll Bohnen in die Tasche zu stecken. Er tat dies nicht etwa, um die Bohnen zu kauen. Nein, er nahm sie mit, um so die schönen Momente bewusster wahrnehmen und um sie besser zählen zu können.
Wie macht er das?
Für jede positive Kleinigkeit, die er tagsüber erlebte, -das Lachen der jungen Frau gegenüber, ein schönes Essen, einen glänzenden Apfel, die Zigarre beim Plausch mit Bekannten, einen schattigen Platz in der Mittagshitze, ein Glas guten Weines...- für alles, was seine Sinne erfreute, ließ er eine Bohne von der rechten in die linke Jackentasche wandern. Manchmal waren es gleich zwei oder drei.
Abends saß er dann zu Hause und zählte die Bohnen, die er in die linke Tasche gesteckt hatte. Es war nicht nur ein Zählen. Nein, er zelebrierte diese Minuten. Dabei führte er sich alles Schöne vor Augen, das ihm an diesem Tag widerfahren war, und er freute sich. Und sogar an dem Abend, an dem er bloß eine Bohne zählte, ging ein Lächeln über sein Gesicht, denn der Tag war gelungen. Es hatte sich zu leben gelohnt."
Daniela Schröter, Koordinatorin Hospizverein Nordhausen





