Di, 09:00 Uhr
04.07.2017
VERSPROCHEN WIRD DAS BLAUE VOM HIMMEL, ABER:
Zuerst die kleinen Übel beseitigen
Die beiden Damen, die das Amt des Oberbürgermeisters der Stadt Nordhausen anstreben, Jutta Krauth (SPD) und Inge Klaan (CDU), überbieten sich gegenseitig mit Vorstellungen und Vorschlägen, wie sie die Stadt weiter voranbringen wollen. Beide versprechen das Blaue vom Himmel, meint Kurt Frank...
Seit Jahr und Tag bekannt: Problem Parkbuchten Rautenstraße. Geändert hat sich nichts. Bürgermeisterin Jutta Krauth will es nach einer SPD- Stammtisch- Runde in das Rathaus bringen. Wie oft soll es dort noch landen? (Foto: Kurt Frank)
Nordhausen. Wer das liest und hört, könnte zu der Überzeugung gelangen: Werden sie gewählt, erfährt die Stadt einen Aufschwung nie da gewesener Dimensionen: Straßensanierungen, Bebauung von Brachflächen, Aktivierung Stadtmauer-Rundweg, Besiedelung Industriegebiet. Von Feuerwache, Theater, Albert-Kuntz-Sportpark ganz zu schweigen.
Die Bürger wollen sie einbeziehen, mit ihnen alle Vorhaben beraten. Das hörten wir doch schon mal. Hehre Vorhaben sind es allemal, die der Stadt zu weiterer Blüte verhelfen könnten, wäre da nicht das große Wenn.
Wieder erfolgte der Stammtisch der SPD. Das ist Tradition. Diesmal im Wirtshaus zum Socken. Auch Jutta Krauth fand sich ein. Die SPD-Mitglieder nutzten die Gelegenheit, Fragen und Probleme, die die Stadt betreffen, vorzuschlagen und nach Lösungen zu suchen. Kritische Hinweise gab es zuhauf.
Neben dem teilweise katastrophalen Zustand einiger Straßen war die Rautenstraße ein Thema. Die ist zwar in Ordnung, die Parknischen hingegen sind es nicht. Die bereiteten Autofahrern Sorgen. Sie seien einfach zu eng. Autos stünden oft mit zwei Rädern auf der Fahrbahn. Öffneten sie die Tür, könnte es Probleme für den nachfolgenden Verkehr geben.
Seit Jahr und Tag bekannt: Problem Parkbuchten Rautenstraße. Geändert hat sich nichts. Bürgermeisterin Jutta Krauth will es nach einer SPD- Stammtisch- Runde in das Rathaus bringen. Wie oft soll es dort noch landen? Fotos: Kurt Frank
Die Frage an die OB-Kandidatin lautete, ob nicht die unsinnigen Stahlsperren beseitigt, die überstehenden Platten abgeflacht bzw. verkleinert werden könnten. Auffallend sei außerdem, dass viele in der Straße stehende Bäume im Kronenbereich keine Blätter mehr trügen und absterben würden. Welche Maßnahmen die Stadt ergreifen wolle, wurde gefragt. Jutta Krauth, war in der nnz zu lesen, nahm all die kritischen Hinweise dankend entgegen und will die Anregungen mit ins Rathaus nehmen.
Das Problem mit den Bäumen werden wird bis Frühjahr/Sommer 2018 gelöst haben, gab Stadtförster Axel Axt eine optimistische Antwort auf nnz-Anfrage. Ein Rückschnitt erfolgt dort, wo das noch möglich ist. Ansonsten ersetzen wir die absterbenden Bäume durch neue, versichert Axt. Das ist doch mal eine erfreuliche Antwort.
Was wird mit weiteren absterbenden Bäumen in der Rautenstraße? Stadtförster Axel Axt will das Problem angehen und die Angelegenheit bis Frühjahr/Sommer des kommenden Jahres gelöst haben. Foto: Kurt Frank
Wiederholt haben wir und auch andere Medien auf den kritikwürdigen Zustand der Parkbuchten in der Rautenstraße verwiesen. In Wort und Bild. Seit Jahr und Tag. Ergebnis: Null! Zwar ist Jutta Krauth noch nicht allzu lang als Bürgermeisterin im Amt, aber auch nicht so kurz, um nicht um diese Angelegenheit zu wissen. Erneut geht die Geschichte in das Rathaus.
Ein Experte aus dem städtischen Bauhof bemerkte in einem Gespräch mit dieser Zeitung, dass er seinerzeit schon Bedenken bei der Planausführung geäußert habe. Hier sollten nach seiner Meinung Veränderungen erfolgen. Wer ist im Rathaus dafür zuständig? Das Amt für Stadtentwicklung und Zukunftsfragen unter Martin Juckeland? Nachdem die Thüringer Kommunen mit 51 Millionen Euro zusätzlich rechen können, hätten Klaan oder Krauth als OB eine Sorge weniger.
Dann ist da auch noch der unansehnliche Trampelpfad quer über die grüne Wiese Richtung ehemaliges Kaufhaus Magnet in der Bahnhofstraße. Schon im Oktober 2016 kam vom Sachgebiet Umwelt -und Grünordnung schriftlich die Kunde, mit dem Bauhof der Stadt nach einer stadtplanerischen Lösung zu suchen. Wir berichteten. Bisheriges Ergebnis: Null!
Problem Trampelpfad mitten über eine grüne Wiese. Mit dem Bauhof, versprach das Sachgebiet Umwelt -und Grünordnung, suchen wir nach einer stadtplanerischen Lösung. Jetzt will man sie gefunden haben. Foto: Kurt Frank
Wie eine Anfrage beim Bauhof ergab, liege bislang kein Auftrag vor, den Trampelpfad anzugehen. Man kenne ihn. Unbürokratisch ließe sich dieses kleine Übel in der Stadt aus der Welt schaffen. Steffen Meyer, Sachgebietsleiter Umwelt und Grünordnung, möchte schnell und viel tun, dem stände andererseits die Haushaltskonsolidierung gegenüber. Eine geeignete Lösung sei aber schon gefunden: Erdreich planieren, Pfad mit Bordsteinen einfassen, Wasserdecke aufbringen. Bis Jahresende soll es geschafft sein. Wir bleiben am Ball
Wie unansehnliche Trampelpfade unbürokratisch beseitigt und mit Gehwegen logisch verbunden werden können, zeigte die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) an der Ecke Hardenbergstraße 49. Heute sieht das dort so aus (Foto: Kurt Frank)
Wie unansehnliche Trampelpfade unbürokratisch beseitigt und mit Gehwegen logisch verbunden werden können, zeigte die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) an der Ecke Hardenbergstraße 49. Heute sieht das dort so aus. Foto: Kurt Frank
Wer keine Fantasien und Ideen hat, kann auch nichts bewirken. Die Bürgermeisterin hat sie. Aber: Wäre es nicht angebracht, sind viele unsere Leser der Meinung, zunächst mit der Beseitigung der kleinen Übel zu beginnen, bevor das Blaue vom Himmel versprochen wird?
Wie Jutta Krauth bei der SPD war Inge Klaan bei der Frauenunion der CDU zu Gast. Auch Klaan will sich für eine weitere Gestaltung einer liebens- und lebenswerten Stadt und für eine neue politische Kultur einsetzen. Sie – Beitrag Eine starke Wirtschaft gestalten statt verwalten - setzt auf Zuwanderung, was nach ihrer Meinung eine wichtige Voraussetzung sei, nicht nur zum Ausgleich des Fachkräftemangels, sondern auch, um die Region langfristig stabil und wettbewerbsfähig zu erhalten.
Außerdem: Nordhausen müsse Kreisstadt bleiben und dürfe nicht in einem anonymen Großkreis untergehen. Den geplanten Neuzuschnitt, wie sich das RRG in Erfurt denke, erteilte sie eine entschiedene Abfuhr. Zu lesen war aber auch, dass es in keiner Weise zu vertreten sei, dass die SPD oder die Linken unsere Stadt lähmten und den Kreisstadtstatus auf Grund von eigennützigen Machtfantasien opferten.
Die Bemerkung führte zu Irritationen. Waren da die SPD und die Linken im Landkreis gemeint? Dem Artikel Gemeinsam an der Zukunft bauen war dem so zu entnehmen. Dann wäre es Polemik pur. Bekanntlich kämpfen auch SPD und Linke vehement für den Erhalt Nordhausens als Kreisstadt.
Kurt Frank
Autor: red
Seit Jahr und Tag bekannt: Problem Parkbuchten Rautenstraße. Geändert hat sich nichts. Bürgermeisterin Jutta Krauth will es nach einer SPD- Stammtisch- Runde in das Rathaus bringen. Wie oft soll es dort noch landen? (Foto: Kurt Frank)
Nordhausen. Wer das liest und hört, könnte zu der Überzeugung gelangen: Werden sie gewählt, erfährt die Stadt einen Aufschwung nie da gewesener Dimensionen: Straßensanierungen, Bebauung von Brachflächen, Aktivierung Stadtmauer-Rundweg, Besiedelung Industriegebiet. Von Feuerwache, Theater, Albert-Kuntz-Sportpark ganz zu schweigen.
Die Bürger wollen sie einbeziehen, mit ihnen alle Vorhaben beraten. Das hörten wir doch schon mal. Hehre Vorhaben sind es allemal, die der Stadt zu weiterer Blüte verhelfen könnten, wäre da nicht das große Wenn.
Wieder erfolgte der Stammtisch der SPD. Das ist Tradition. Diesmal im Wirtshaus zum Socken. Auch Jutta Krauth fand sich ein. Die SPD-Mitglieder nutzten die Gelegenheit, Fragen und Probleme, die die Stadt betreffen, vorzuschlagen und nach Lösungen zu suchen. Kritische Hinweise gab es zuhauf.
Neben dem teilweise katastrophalen Zustand einiger Straßen war die Rautenstraße ein Thema. Die ist zwar in Ordnung, die Parknischen hingegen sind es nicht. Die bereiteten Autofahrern Sorgen. Sie seien einfach zu eng. Autos stünden oft mit zwei Rädern auf der Fahrbahn. Öffneten sie die Tür, könnte es Probleme für den nachfolgenden Verkehr geben.
Seit Jahr und Tag bekannt: Problem Parkbuchten Rautenstraße. Geändert hat sich nichts. Bürgermeisterin Jutta Krauth will es nach einer SPD- Stammtisch- Runde in das Rathaus bringen. Wie oft soll es dort noch landen? Fotos: Kurt Frank
Die Frage an die OB-Kandidatin lautete, ob nicht die unsinnigen Stahlsperren beseitigt, die überstehenden Platten abgeflacht bzw. verkleinert werden könnten. Auffallend sei außerdem, dass viele in der Straße stehende Bäume im Kronenbereich keine Blätter mehr trügen und absterben würden. Welche Maßnahmen die Stadt ergreifen wolle, wurde gefragt. Jutta Krauth, war in der nnz zu lesen, nahm all die kritischen Hinweise dankend entgegen und will die Anregungen mit ins Rathaus nehmen.
Das Problem mit den Bäumen werden wird bis Frühjahr/Sommer 2018 gelöst haben, gab Stadtförster Axel Axt eine optimistische Antwort auf nnz-Anfrage. Ein Rückschnitt erfolgt dort, wo das noch möglich ist. Ansonsten ersetzen wir die absterbenden Bäume durch neue, versichert Axt. Das ist doch mal eine erfreuliche Antwort.
Was wird mit weiteren absterbenden Bäumen in der Rautenstraße? Stadtförster Axel Axt will das Problem angehen und die Angelegenheit bis Frühjahr/Sommer des kommenden Jahres gelöst haben. Foto: Kurt Frank
Wiederholt haben wir und auch andere Medien auf den kritikwürdigen Zustand der Parkbuchten in der Rautenstraße verwiesen. In Wort und Bild. Seit Jahr und Tag. Ergebnis: Null! Zwar ist Jutta Krauth noch nicht allzu lang als Bürgermeisterin im Amt, aber auch nicht so kurz, um nicht um diese Angelegenheit zu wissen. Erneut geht die Geschichte in das Rathaus.
Ein Experte aus dem städtischen Bauhof bemerkte in einem Gespräch mit dieser Zeitung, dass er seinerzeit schon Bedenken bei der Planausführung geäußert habe. Hier sollten nach seiner Meinung Veränderungen erfolgen. Wer ist im Rathaus dafür zuständig? Das Amt für Stadtentwicklung und Zukunftsfragen unter Martin Juckeland? Nachdem die Thüringer Kommunen mit 51 Millionen Euro zusätzlich rechen können, hätten Klaan oder Krauth als OB eine Sorge weniger.
Dann ist da auch noch der unansehnliche Trampelpfad quer über die grüne Wiese Richtung ehemaliges Kaufhaus Magnet in der Bahnhofstraße. Schon im Oktober 2016 kam vom Sachgebiet Umwelt -und Grünordnung schriftlich die Kunde, mit dem Bauhof der Stadt nach einer stadtplanerischen Lösung zu suchen. Wir berichteten. Bisheriges Ergebnis: Null!
Problem Trampelpfad mitten über eine grüne Wiese. Mit dem Bauhof, versprach das Sachgebiet Umwelt -und Grünordnung, suchen wir nach einer stadtplanerischen Lösung. Jetzt will man sie gefunden haben. Foto: Kurt Frank
Wie eine Anfrage beim Bauhof ergab, liege bislang kein Auftrag vor, den Trampelpfad anzugehen. Man kenne ihn. Unbürokratisch ließe sich dieses kleine Übel in der Stadt aus der Welt schaffen. Steffen Meyer, Sachgebietsleiter Umwelt und Grünordnung, möchte schnell und viel tun, dem stände andererseits die Haushaltskonsolidierung gegenüber. Eine geeignete Lösung sei aber schon gefunden: Erdreich planieren, Pfad mit Bordsteinen einfassen, Wasserdecke aufbringen. Bis Jahresende soll es geschafft sein. Wir bleiben am Ball
Wie unansehnliche Trampelpfade unbürokratisch beseitigt und mit Gehwegen logisch verbunden werden können, zeigte die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) an der Ecke Hardenbergstraße 49. Heute sieht das dort so aus (Foto: Kurt Frank)
Wie unansehnliche Trampelpfade unbürokratisch beseitigt und mit Gehwegen logisch verbunden werden können, zeigte die Wohnungsbaugenossenschaft (WBG) an der Ecke Hardenbergstraße 49. Heute sieht das dort so aus. Foto: Kurt Frank
Wer keine Fantasien und Ideen hat, kann auch nichts bewirken. Die Bürgermeisterin hat sie. Aber: Wäre es nicht angebracht, sind viele unsere Leser der Meinung, zunächst mit der Beseitigung der kleinen Übel zu beginnen, bevor das Blaue vom Himmel versprochen wird?
Wie Jutta Krauth bei der SPD war Inge Klaan bei der Frauenunion der CDU zu Gast. Auch Klaan will sich für eine weitere Gestaltung einer liebens- und lebenswerten Stadt und für eine neue politische Kultur einsetzen. Sie – Beitrag Eine starke Wirtschaft gestalten statt verwalten - setzt auf Zuwanderung, was nach ihrer Meinung eine wichtige Voraussetzung sei, nicht nur zum Ausgleich des Fachkräftemangels, sondern auch, um die Region langfristig stabil und wettbewerbsfähig zu erhalten.
Außerdem: Nordhausen müsse Kreisstadt bleiben und dürfe nicht in einem anonymen Großkreis untergehen. Den geplanten Neuzuschnitt, wie sich das RRG in Erfurt denke, erteilte sie eine entschiedene Abfuhr. Zu lesen war aber auch, dass es in keiner Weise zu vertreten sei, dass die SPD oder die Linken unsere Stadt lähmten und den Kreisstadtstatus auf Grund von eigennützigen Machtfantasien opferten.
Die Bemerkung führte zu Irritationen. Waren da die SPD und die Linken im Landkreis gemeint? Dem Artikel Gemeinsam an der Zukunft bauen war dem so zu entnehmen. Dann wäre es Polemik pur. Bekanntlich kämpfen auch SPD und Linke vehement für den Erhalt Nordhausens als Kreisstadt.
Kurt Frank








