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Sa, 15:54 Uhr
17.06.2017
Feste, Feiern und Aktionen

Ein verrücktes Wochenende

Wem heute in Nordhausen langweilig wurde, der war selber schuld. Das Hoffest in der Traditionsbrennerei, der große Berufsaktionstag auf dem Autodrom, eine Premiere für das Tierheim, Areefest in Harztor, Sängertreffen in Neustadt, Musik unterm Jazzbaum, eine Grillmeisterschaft und, und, und. Die nnz hat hier und da Station gemacht...

Halbzeit vor der Marktpassage. Hier war heute Kaufrauschtag und Grillmeisterschaft nur ein Anlaufpunkt für Neugierige (Foto: Angelo Glashagel) Halbzeit vor der Marktpassage. Hier war heute Kaufrauschtag und Grillmeisterschaft nur ein Anlaufpunkt für Neugierige (Foto: Angelo Glashagel)


Köstlichkeiten mit Schuss

Schon am morgen öffnete die Echte Nordhäuser Traditionsbrennerei ihre Pforten. Statt der Blütenpracht der sonst üblichen Fuchsienschau umwehen den Besucher der Traditionsbrennerei heute und morgen wohlig leckere Aromen.

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Wein, Marmelade, beste Wurst, Harzer Backwaren und Honig stehen auf dem Speiseplan. Das Museum hat in Zusammenarbeit mit regionalen Partnern wie dem Gasthof Wolfmühle aus Rodishain und der FRIWI Keksfabrik aus Stolberg ihren ersten "Hof- und Genussmarkt" ausgerichtet. Ein bisschen Schnaps darf dabei natürlich nicht fehlen, angeboten wird vor allem kulinarisches mit Schuss.

In der Echten Nordhäuser Traditionsbrennerei wurde heute der erste "Hof- und Genussmarkt" eröffnet (Foto: Angelo Glashagel) In der Echten Nordhäuser Traditionsbrennerei wurde heute der erste "Hof- und Genussmarkt" eröffnet (Foto: Angelo Glashagel)

Tierfreunde unterwegs

Bei all den Festen und Aktionen sollte man davon ausgehen das es zumindest beim Nordhäuser Tierheim eher entspannt zugeht. Weitgefehlt. Tierheimchefin Jennifer Schenk und ihre Kollegen sahen sich am Nachmittag über einen veritablen Besucheransturm gegenüber. "Das ist unser erstes Fest und wir freuen uns sehr über den großen Zuspruch", erklärte die Tierheimleiterin, während um sie herum Lose vergeben und Kuchen verkauft wurde.

Rund 30 Tiere werden zur Zeit im Nordhäuser Heim betreut, dazu kommen noch einmal 30 "Freigängerkatzen" die hier versorgt und bei Bedarf auch vermittelt werden. Auch die anderen Bewohner, vor allem Hunde, werden versorgt so gut es geht. "Wir gehen mindestens einmal am Tag mit den Tieren raus, sie werden gepflegt und gebürstet und auf dem Agility Platz können wir auch für Bewegung sorgen", so Frau Schenk, im Sommer gibt es für die Vierbeiner außerdem ein kleines Planschbecken zur Abkühlung.

Sina, Christian, Frau Wahl und Terrier-Hündin Emmi glücklich beim ersten Sommerfest des Nordhäuser Tierheims (Foto: Angelo Glashagel) Sina, Christian, Frau Wahl und Terrier-Hündin Emmi glücklich beim ersten Sommerfest des Nordhäuser Tierheims (Foto: Angelo Glashagel)


Die meisten Tiere die hier herkommen, sind sogenannte "Fundtiere". Auch Veterinär- und Ordnungsamt haben immer wieder Fälle, in denen Tiere nicht Artgerecht gehalten werden und neu untergebracht werden müssen. Erst jüngst habe man sechs Neuankömmlinge aus Heiligenstadt aufgenommen, erzählt Tierheimleiterin Schenk, über 50 Tiere waren hier in einer Kaserne unter Umständen gehalten worden, welche die Behörden auf den Plan rief.

Aber es gibt auch schöne Geschichten im Tierheim. Etwa die von Emmi, Frau Wahl, Sina und Christian. "Emmi" zählt als Staffordshire Terrier zu den sogenannten "Listenhunden", Rassen die der Freistaat als besonders gefährlich einstuft und für die bestimmte Auflagen gelten. Acht Jahre lebte Emmi im Nordhäuser Tierheim und wuchs unter der Hand von Frau Wahl auf. Die Einteilung in "normale" und "gefährliche" Hunde kann sie nicht verstehen. "Das Tier kann nichts dafür, das Problem ist immer am anderen Ende der Leine", sagt Frau Wahl. Als ihre Emmi nun in diesem Jahr endlich eine neue Familie fand, da habe sie "eine Träne im Knopfloch" gehabt. Heute nun gab es ein herzliches Wiedersehen, Emmi war mit ihren neuen Herrchen gekommen um Ziehmama Wahl einen Besuch abzustatten.

Sina und Christian hatten "Emmis" Eintrag auf der Facebookseite des Tierheims gesehen. "Es war Liebe auf den ersten Blick", sagte Sina am Nachmittag, noch am selben Tag hatten sie ihre Emmi abgeholt. Emmi sei der liebste Hund der Welt, freuten sich die beiden, "und wir geben sie auch ganz sicher nicht wieder her".

Weniger Glück hatte bisher "Isidora". Die Schäferhündin ist schon stolze dreizehn Jahre alt. "Wir hoffen das wir für sie noch eine Möglichkeit finden einen schönen Lebensabend zu verbringen", sagt Jennifer Schenk. Wer Interesse an den Vierbeinern hat, der kann sich im Tierheim unter 03631/90010 melden oder auf der Facebookseite vorbeischauen.

Selbst ist der Fahrer

Ordentlich Andrang gab es auch auf dem Autodrom. Hier fand heute zum wiederholten Male der große Berufsaktionstag statt. Lkw, Bus und Bagger konnte man hier nicht nur anschauen, sondern selber fahren. Auf dem Gelände gab es wieder jede Menge Angebote und Aktionen. An vier Stationen konnten die Jugendlichen Besucher zudem an einem Gewinnspiel teilnehmen. Wer sich beim rangieren mit dem LKW, dem Umgang mit dem Gabelstapler und einem Reifenwechsel bewies und auch noch bei einem Wissensquiz glänzen konnte, auf den warteten ansehnlich Preise wie I-Pad, Elektro-Roller und Hoverboard.

Für jeden etwas zu entdecken gab es zum Berufsaktionstag auch auf dem Autodrom (Foto: Angelo Glashagel) Für jeden etwas zu entdecken gab es zum Berufsaktionstag auch auf dem Autodrom (Foto: Angelo Glashagel)


Highlight und größter Publikumsmagnet waren natürlich die ganz großen Brummer. Auf der Teststrecke des Autodroms durfte man sich auch hinter das Lenkrad von Bus und Lkw klemmen.

Organisiert wird der Tag vom Verbund Transport, Verkehr, Logistik Nordthüringen. Für die Firmen lohne sich der Aufwand, erklärte Marcel Kübler vom Berufsbildungszentrum Verkehr, "dank unserer Imagekampagne und unserem Aktionstag kriegen die Firmen ihre Ausbildungsplätze besetzt." Andernorts hadere die Branche nach wie vor mit dem Mangel an Bewerbern.

Zwischen den großen Maschinen huschte auch immer wieder das eine oder andere Elektroauto hin und her. Die Jungs von "mobeee", einem Nordhäuser Vorzeigeprojekt in Sachen Elektromobilität, hatten neben ihrem BMW i3 mit dem aktuellen "E-Golf" auch den neuesten Zugang zu ihrem Fuhrpark mitgebracht.


Um E-Mobiltät ging es heute auch wieder in Werther. In Neustadt trafen sich die Sänger, während die Jugendfeuerwehren um den Neustadtpokal rangen und auch in Petersdorf wurde gefeiert. In Krimderode begeht man heute Eichenfest, in Niedersachswerfen das große Arreefest. An der Marktpassage rief man heute zum "Kaufrauschtag" mitsamt Grillmeisterschaft und jeder Menge Programm, begleitet vom Radio Enno. Sonst noch was? Ach ja, die evangelische Kirche steuert auf den Höhepunkt ihrer Festwoche und wird heute einen hohen Gast aus Berlin empfangen dürfen: Bundestagspräsident Norbert Lammert wird um 18 Uhr im Bürgerhaus sprechen.

Danach laden die Nordhäuser Gemeinden zur "Nacht der Kirchen" und öffnen die Türen ihrer Gotteshäuser für Musik. Die gibt es aber auch auf dem Theaterplatz: ab 19 Uhr feiert der Jazzclub hier wieder "Jazzbaumfest".

Der Tag ist also noch lange nicht vorbei.
Angelo Glashagel
Autor: red

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