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Do, 10:54 Uhr
23.09.2004

Musik International

Musik International (Foto: nnz) Musik International (Foto: nnz) Nordhausen/Sondershausen (nnz). Wer den Titel des Konzerts "Musik International" hört, der denkt als erstes an eine Mischung aus spanischer Folklore, kubanischen Temperament, asiatischer Mystik und deutscher Strenge. Doch eine ganz andere Art der Musikmischung erwartete den Zuhörer am Mittwoch Abend in der Elisabeth Kirche in Sondershausen. Ein Beitrag von Katrin Landgraf.


Das für diese Menge Publikum eindeutig zu kleine Gotteshaus wurde mit Tönen von Vivaldi, Guilmant, Glasunow und Rutter erfüllt und erhellt durch ein klangerfülltes Loh-Orchster, ein leidenschaftliches Dirigat Jens Goldhardts, einen stimmgewaltigen Chor und herausragenden Solisten. Eingeleitet wurde das Konzert von Heinrich Frankenbergers Kantate "Danket dem Herrn, den er ist freundlich". Der Schüler des Sondershäuser Stadtmusikers Louis Barthel wurde 1862 Mitglied der hiesigen Hofkapelle. Die Noten der aufgeführten Kantate wurden zufällig in der St. Martini-Kirche Greußen gefunden.
Und was man da zu hören bekam, war nicht der Klang eines kleinen Kammerorchesters, wie es da saß, sondern ein unglaublich voller, warmer und weicher Klang eines suggestiven Sinfonieorchesters. Trotz der Gedrängtheit und Enge der katholischen Kirche, war die Akustik einmalig.

Der Altenglische Text Rutters, dessen Te Deum für Orgel und Chor im Anschluss erklang, ließ da schon einige Verständigungsschwierigkeiten aufkommen, die aber glücklicherweise durch die im Programm stehende Übersetzung geklärt wurde. Und durch die ins Ohr gehenden wunderschönen Melodien wurde auch der schwierige Text zu einem Hörerlebnis. Doch nicht nur chorische Musik hielt an diesem Abend Einzug in die St. Elisabethkirche Sondershausen. Martin Heß überzeugte mit einem Konzert für Orgel und Streicher.

Ein Glanzpunkt des Abends war jedoch Glazunow, der ehr bekannt ist für sein Violinkonzert. Nicht nur wegen des herausragenden Stückes an sich, sondern auch wegen des Solisten. Der unter Keimzeitlern bekannte Ralf Benschu ließ sein Saxophon an diesem Abend nicht für Rock, Pop oder Jazz Musik erklingen, sondern zeigte sich von seiner klassischen Seite, wie er das auch gerne an der Seite von Jens Goldhardt in dem altbekannten Duo Orgelsax getan hat. Mit einer überzeugenden herausragenden Leistung spielte er das Konzert Es-Dur für Altsaxophon und Streicher op. 109.

Den Schlusspunkt setzte Jens Goldhardt, der die Leitung des Abends hatte, mit dem Gloria D-Dur für Soli, Chor und Orchester. In dem Gloria Vivaldis ließ ein glänzendes Duo des Sondershäuser Verbandes seine Stimmen erklingen. Der strahlende Sopran Carolin Grosches und der bestimmende Alt Simone Eiseles legten ein beispielhaftes Solo ab und unterstützten den stimmgewaltigen Chor darüber hinaus bei den anderen Werken.

Am Sonntag Morgen geht es in Sondershausen auch schon klassisch weiter, mit einem Agendengottesdienst in der Trinitatiskirche. Zu hören ist die Frieslich Kantate fürSolo, Chor und Orchester.
Katrin Landgraf
Autor: nnz

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