Do, 08:35 Uhr
23.09.2004
Neue Möbel für Kinderhaus
Nordhausen (nnz). Das Nordhäuser Montessori-Kinderhaus konnte sich in diesen Tagen über neue Möbel freuen. Wie es dazu kam und ein paar kritische Anmerkungen wie immer mit einem einzigen Klick auf das bekannte MEHR.
Im vorigen Jahr erhielt der Montessori- Förderverein- Nordhausen von der Eaton GmbH einen Scheck mit einem vierstelligen Betrag verriet Sabine Dressler, Lehrerin der Grundschule, im nnz-Gespräch. Der Wunsch der dankbaren Empfänger - neue Garderoben. Diese sind teuer für das Kinderhaus, in dem 250 Kinder nach der Pädagogik Marias Montessori in einen Kindergarten und einer Grundschule betreut werden. Ganze 15.000 Euro mussten angespart werden. Wobei die Lieferfirma Wehrfritz einen großzügigen Rabatt von 15 Prozent gewährte.
Also stellte der Förderverein einen Antrag auf Lottomittel beim Kultusministerium. Der Bescheid in Höhe einer Zuwendung von 2000 Euro kam dann rechtzeitig vor Schulbeginn. Als weitere Sponsoren kamen noch hinzu: Direkt Inkasso Gemsa, Autohaus Garant und Baumanagement Franz. Auch der Träger der Einrichtung, das Jugendsozialwerk Nordhausen, der die Initiative dankbar annahm, steuerte einen Betrag hinzu.
Es ist schön, dass unsere Nordhäuser Unternehmen zu unserer Einrichtung stehen. Deshalb möchten wir auch auf diesem Weg Danke sagen. Mit Ihren Beiträgen zeigen sie trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten Verantwortung für die Zukunft, sagt Frank Janiszewski und nennt stolz weitere Unternehmen. Wir putzen da keine Klinken. Wir als Eltern haben so
unsere Kontakte. Und im Gespräch ergibt sich dann oft eine Frage. Es ist nur wichtig, der Unternehmer muss wissen, was mit seinem Geld gemacht wird. Dann ist man gern bereit eine Zuwendung, die in Rahmen des Einkommensteuergesetzes möglich ist, zu geben.
Bildung ist eben auch eine Investition in die Zukunft und das wissen nicht nur die Sponsoren, sie handeln auch. Freuen tun wir uns, wenn noch weitere Kontakte bestehen, oder auch sonst mal reingeschaut wird, berichtet der junge Vater. Erst vor ein paar Tagen schaute Frau Hoßbach von der Geschäftsleitung der Nordhäuser Eaton GmbH herein. Kritische Anmerkungen macht der Förderverein zur Politik. Nicht nur der
Arbeitsmarkt muss reformiert werden, sondern eine umfassende Bildungsreform sei überfällig.
Der Turm von Pisa sei schief, weil man das Fundament nicht richtig gründete und das Fundament in der Bildung werde in den Kindergärten gelegt. Hier müssen verbindlich die Betreuungszeiten erhöht und die Guppenzahlen gesenkt werden. Nur so könne eine bessere individuelle Förderung, ein Wesensmerkmal der Montessori-Pädagogik, durchgesetzt werden. Warum wurden die qualitativ hervorragenden Fachschulen für Kindergärtnerinnen in Gotha und Mühlhausen geschlossen? An einen Aufschrei des Thüringer Landesparlamentes, in den gerade viele Pädagogen sitzen, kann ich mich nicht erinnern, kritisiert Martin Schulze von Montessori-Förderverein und kritisiert die unterschiedlichen Verantwortungs- – und Kompetenzbereiche von Kindergärten, Hort und Schule.
Gerade im Wahlkampf wollten viele Politiker mit Bildungsslogan punkten. Doch auf Kreisebene diskutiert man vorrangig über Standorte, anstatt über Bildungskonzepte. So manche kleine Schule hätte gerettet werden können, wenn die starre Reglementierung und Vorgaben nicht wären. Doch diese zu ändern bedeutet total veralterte oftmals auch arrogante Denkweisen aufzubrechen.
Solange sich aber die Länder mit dem Bund über Zuständigkeiten streiten werden wir in Deutschland keinen Ruck nach vorn machen. Dass nun in Thüringen Kindergärten und Schulen einem Ministerium zugeordnete werden, ist ein wenn auch kleiner Schritt in die richtige Richtung, meinte Schulze gegenüber der nnz. Der Förderverein kündigt an, sich nun auch aktiv einzumischen. Mehr Infos gibt es natürlich auch im Internet.
Autor: nnzIm vorigen Jahr erhielt der Montessori- Förderverein- Nordhausen von der Eaton GmbH einen Scheck mit einem vierstelligen Betrag verriet Sabine Dressler, Lehrerin der Grundschule, im nnz-Gespräch. Der Wunsch der dankbaren Empfänger - neue Garderoben. Diese sind teuer für das Kinderhaus, in dem 250 Kinder nach der Pädagogik Marias Montessori in einen Kindergarten und einer Grundschule betreut werden. Ganze 15.000 Euro mussten angespart werden. Wobei die Lieferfirma Wehrfritz einen großzügigen Rabatt von 15 Prozent gewährte.
Also stellte der Förderverein einen Antrag auf Lottomittel beim Kultusministerium. Der Bescheid in Höhe einer Zuwendung von 2000 Euro kam dann rechtzeitig vor Schulbeginn. Als weitere Sponsoren kamen noch hinzu: Direkt Inkasso Gemsa, Autohaus Garant und Baumanagement Franz. Auch der Träger der Einrichtung, das Jugendsozialwerk Nordhausen, der die Initiative dankbar annahm, steuerte einen Betrag hinzu.
Es ist schön, dass unsere Nordhäuser Unternehmen zu unserer Einrichtung stehen. Deshalb möchten wir auch auf diesem Weg Danke sagen. Mit Ihren Beiträgen zeigen sie trotz wirtschaftlicher Schwierigkeiten Verantwortung für die Zukunft, sagt Frank Janiszewski und nennt stolz weitere Unternehmen. Wir putzen da keine Klinken. Wir als Eltern haben so
unsere Kontakte. Und im Gespräch ergibt sich dann oft eine Frage. Es ist nur wichtig, der Unternehmer muss wissen, was mit seinem Geld gemacht wird. Dann ist man gern bereit eine Zuwendung, die in Rahmen des Einkommensteuergesetzes möglich ist, zu geben.
Bildung ist eben auch eine Investition in die Zukunft und das wissen nicht nur die Sponsoren, sie handeln auch. Freuen tun wir uns, wenn noch weitere Kontakte bestehen, oder auch sonst mal reingeschaut wird, berichtet der junge Vater. Erst vor ein paar Tagen schaute Frau Hoßbach von der Geschäftsleitung der Nordhäuser Eaton GmbH herein. Kritische Anmerkungen macht der Förderverein zur Politik. Nicht nur der
Arbeitsmarkt muss reformiert werden, sondern eine umfassende Bildungsreform sei überfällig.
Der Turm von Pisa sei schief, weil man das Fundament nicht richtig gründete und das Fundament in der Bildung werde in den Kindergärten gelegt. Hier müssen verbindlich die Betreuungszeiten erhöht und die Guppenzahlen gesenkt werden. Nur so könne eine bessere individuelle Förderung, ein Wesensmerkmal der Montessori-Pädagogik, durchgesetzt werden. Warum wurden die qualitativ hervorragenden Fachschulen für Kindergärtnerinnen in Gotha und Mühlhausen geschlossen? An einen Aufschrei des Thüringer Landesparlamentes, in den gerade viele Pädagogen sitzen, kann ich mich nicht erinnern, kritisiert Martin Schulze von Montessori-Förderverein und kritisiert die unterschiedlichen Verantwortungs- – und Kompetenzbereiche von Kindergärten, Hort und Schule.
Gerade im Wahlkampf wollten viele Politiker mit Bildungsslogan punkten. Doch auf Kreisebene diskutiert man vorrangig über Standorte, anstatt über Bildungskonzepte. So manche kleine Schule hätte gerettet werden können, wenn die starre Reglementierung und Vorgaben nicht wären. Doch diese zu ändern bedeutet total veralterte oftmals auch arrogante Denkweisen aufzubrechen.
Solange sich aber die Länder mit dem Bund über Zuständigkeiten streiten werden wir in Deutschland keinen Ruck nach vorn machen. Dass nun in Thüringen Kindergärten und Schulen einem Ministerium zugeordnete werden, ist ein wenn auch kleiner Schritt in die richtige Richtung, meinte Schulze gegenüber der nnz. Der Förderverein kündigt an, sich nun auch aktiv einzumischen. Mehr Infos gibt es natürlich auch im Internet.


