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Do, 10:57 Uhr
30.03.2017
Keine Entspannung auf dem Ausbildungsmarkt

Wandel bei der Berufswahl

Immer mehr Schulabgänger entscheiden sich für Berufe im industriell-technischen, statt im kaufmännischen Bereich. Das ergab eine statistische Auswertung der Neuverträge 2016 in Nord- und Mittelthüringen der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt...

Aktuelle Statistik der Ausbildungsberufe in Nord- und Mittelthüringen (Foto: IHK Erfurt) Aktuelle Statistik der Ausbildungsberufe in Nord- und Mittelthüringen (Foto: IHK Erfurt)

„Bereits das zweite Jahr in Folge sind Ausbildungsplätze in der Metallbranche bei den Jugendlichen offenbar beliebter als im Handel oder im Büro. Das ist erstaunlich, da gerade die Handels- und Büroberufe in den zurückliegenden Jahren immer die TOP 10 der beliebtesten Berufe anführten“, erklärt IHK-Hauptgeschäftsführer Professor Gerald Grusser.

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So wurden im vergangenen Jahr zwei von fünf Ausbildungsverträgen (41 Prozent) im Bereich der industriell-technischen Berufe abgeschlossen, das ist der höchste Wert seit 1993. Rückgänge wären ebenfalls bei Versicherungsberufen sowie im Gastgewerbe zu verzeichnen.

„Diese Entwicklung macht deutlich, dass sich die Auszubildenden bei ihrer Berufswahl an Berufen und Branchen orientieren, für die wirtschaftlich gute Prognosen bestehen“, erläutert Grusser.

Insgesamt brachte das vergangene Jahr keine Entspannung am Ausbildungsmarkt. Auch die leichte Zunahme der Schulabgänger in Thüringen bewirkte kaum einen Anstieg der abgeschlossenen Ausbildungsverhältnisse in Industrie, Handel und Dienstleistungen. Doch während die Unternehmen zunehmend Probleme bei der Besetzung der Ausbildungsstellen haben, präsentiert sich der Lehrstellenmarkt für die Jugendlichen so komfortabel wie nie. „Die jungen Berufseinsteiger können aus einer Vielzahl von Angeboten wählen und ihre ganz individuellen Wünsche umsetzen“, so der IHK-Chef. Allerdings seien am Ende dennoch Schulnoten und Leistungsverhalten für einen Vertragsabschluss ausschlaggebend.

Die IHK empfiehlt den Firmen, ihre freien Ausbildungsplätze für das aktuelle Bewerbungsjahr auf vielfältigen Wegen zu vermarkten. Beispielsweise sollten die von der IHK Erfurt angebotene Lehrstellen- und Praktikumsbörse unter www.ihk-lehrstellenbörse sowie zusätzlich der Atlas der Ausbildungsbetriebe für die gezielte Bewerberansprache eingesetzt werden. Für die direkte Ansprache der Schüler eignen sich zudem regionale und überregionale Berufsmessen, wie zum Beispiel die „JOBfinder“ im Frühjahr oder das „Forum Berufsstart“ im Herbst.
Autor: red

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