Mo, 16:03 Uhr
27.03.2017
125 Jahre Förderzentrum in Nordhausen
Ihr müsst die Menschen lieben...
Mit einem Festakt im Ratssaal des Nordhäuser Bürgerhauses hat das Förderzentrum Pestalozzi am Nachmittag seinen 125. Geburtstag gefeiert. Schulleiterin Bärbele Herr begrüßte zahlreiche Ehrengäste im Saal, unter ihnen auch die ehemalige Beigeordnete des Landkreises Nordhausen, Loni Grünwald, die heute Geburtstag hatte...
Prof. Dr. Antje-Britta Möhrstedt bei ihrem Vortrag (Foto: nnz)
Die Organisatoren freuten sich, dass viele ehemalige Kollegen und Wegbegleiter den Weg nach Nordhausen gefunden hatten. Es sei eine große Genugtuung, dass man an einer Schule unterrichte, die sich bereits seit 125 Jahren der Erziehung von Kindern widmet, die einer besonderen Beschulung bedürfen. Gebeten wurde am Rande der Veranstaltung um Spenden, damit Schülerinnen und Schüler aus sozial schwachen Familien in den Genuss eines warmen Mittagsessens kommen.
In seinem Grußwort erinnerte Matthias Jendricke an die komplexe Sanierung der Schule aus Mitteln des Konjunkturpaketes. Das Förderzentrum ist eine der schönsten und modernsten Schulen des Landkreises, rund drei Millionen Euro flossen einst an den Geiersberg. Jendricke verwies darüber hinaus auf die Tatsache, dass in den kommenden Jahren noch bis zu 20 Millionen Euro in die Schullandschaft des Landkreises investiert werden muss.
Nach dem Grußwort des Schulamtsleiters Dr. Bernhard Althaus war dann Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh an der Reihe. Für ihn sei es ein Bedürfnis, an diesem Feier teilnehmen zu dürfen. Die Zeit der Stigmatisierung sei glücklicherweise vorbei. Aus vielen ehemaligen Schülerinnen und Schülern sind fleißige und verantwortungsbewusste Mitglieder unserer Gesellschaft geworden. Seine Hochachtung zollte Zeh vor allem der Arbeit der Pädagogen, die das Besondere bei den Kindern und Jugendlichen fördern und begleiten.
Dann war es mit den Grußworten zu Ende. Bärbele Herr sagte in Richtung ihrer Kolleginnen und Kollegen an den Grund- und Regelschulen, sie mögen nun endlich mit den Warnungen wie: Wenn Du nicht richtig lernst, dann musst Du hoch auf den Geiersberg aufhören. Denn genau das sei die Stigmatisierung, die man nicht brauche. Im Nordhäuser Förderzentrum unterrichten 60 Lehrer und sonderpädagogische Mitarbeiter 181 Mädchen und Jungen in einem modernen Schulkomplex auf dem Nordhäuser Geiersberg, Hinzu kommt die Betreuung und Unterrichtung von mehr 150 Schülerinnen und Schülern an Grund- und Regelschulen sowie Gymnasien im Landkreis Nordhausen.
Den Namen des Pädagogen Pestalozzi erhielt die Bildungseinrichtung 1927, dem 1000. Geburtstag der Stadt Nordhausen. Am Nachmittag wurde das 125jährige Jubiläum zum Anlass genommen werden, um neben einem kurzen Rückblick vor allem in die Zukunft zu blicken. Im Mittelpunkt der Feierstunde stand der Vortrag von Professorin Dr. Antje-Britta Möhrstedt von der Freien Hochschule Göttingen zum Thema Generation Z”.
Menschen der Generation Z wurden zwischen 1995 und 2000 geboren, sie sind wegen des selbstverständlichen Gebrauchs von digitalen Technologien wie World Wide Web, MP3-Player, SMS und Mobiltelefonen seit dem Kindesalter Teil der Digital Natives, und damit deren zweite Generation: Die vorhergehende Generation wurde im frühen jugendlichen Alter digital sozialisiert, und war deren Pioniergeneration.
Da Kleinkinder schon im frühen Alter mit Smartphones und Tablet-PCs in Kontakt kommen, durchlaufen sie eine andere Entwicklung als Kinder der Generation Y zuvor, die Touchscreens und -pads erst später kennenlernten. Anders als eine in der Arbeit Sinn suchende Generation Y möchten Mitglieder der Generation Z etwas nach außen darstellen. Vermehrt möchten sie im Berufsleben Karriere machen und Führungspositionen ausüben. Netzwerke sind ihnen wichtig.
Die Generation Z wird nicht durch eventuelle spätere materielle Reichtümer angetrieben, sondern durch das Streben nach Anerkennung. Nach den Studien des Soziologen Klaus Hurrelmann entsteht außerdem ein hoher Grad von Selbstbewusstsein und das Bestreben, Umwelt und Gesellschaft politisch zu verändern.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
Prof. Dr. Antje-Britta Möhrstedt bei ihrem Vortrag (Foto: nnz)
Die Organisatoren freuten sich, dass viele ehemalige Kollegen und Wegbegleiter den Weg nach Nordhausen gefunden hatten. Es sei eine große Genugtuung, dass man an einer Schule unterrichte, die sich bereits seit 125 Jahren der Erziehung von Kindern widmet, die einer besonderen Beschulung bedürfen. Gebeten wurde am Rande der Veranstaltung um Spenden, damit Schülerinnen und Schüler aus sozial schwachen Familien in den Genuss eines warmen Mittagsessens kommen.
In seinem Grußwort erinnerte Matthias Jendricke an die komplexe Sanierung der Schule aus Mitteln des Konjunkturpaketes. Das Förderzentrum ist eine der schönsten und modernsten Schulen des Landkreises, rund drei Millionen Euro flossen einst an den Geiersberg. Jendricke verwies darüber hinaus auf die Tatsache, dass in den kommenden Jahren noch bis zu 20 Millionen Euro in die Schullandschaft des Landkreises investiert werden muss.
Nach dem Grußwort des Schulamtsleiters Dr. Bernhard Althaus war dann Oberbürgermeister Dr. Klaus Zeh an der Reihe. Für ihn sei es ein Bedürfnis, an diesem Feier teilnehmen zu dürfen. Die Zeit der Stigmatisierung sei glücklicherweise vorbei. Aus vielen ehemaligen Schülerinnen und Schülern sind fleißige und verantwortungsbewusste Mitglieder unserer Gesellschaft geworden. Seine Hochachtung zollte Zeh vor allem der Arbeit der Pädagogen, die das Besondere bei den Kindern und Jugendlichen fördern und begleiten.
Dann war es mit den Grußworten zu Ende. Bärbele Herr sagte in Richtung ihrer Kolleginnen und Kollegen an den Grund- und Regelschulen, sie mögen nun endlich mit den Warnungen wie: Wenn Du nicht richtig lernst, dann musst Du hoch auf den Geiersberg aufhören. Denn genau das sei die Stigmatisierung, die man nicht brauche. Im Nordhäuser Förderzentrum unterrichten 60 Lehrer und sonderpädagogische Mitarbeiter 181 Mädchen und Jungen in einem modernen Schulkomplex auf dem Nordhäuser Geiersberg, Hinzu kommt die Betreuung und Unterrichtung von mehr 150 Schülerinnen und Schülern an Grund- und Regelschulen sowie Gymnasien im Landkreis Nordhausen.
Den Namen des Pädagogen Pestalozzi erhielt die Bildungseinrichtung 1927, dem 1000. Geburtstag der Stadt Nordhausen. Am Nachmittag wurde das 125jährige Jubiläum zum Anlass genommen werden, um neben einem kurzen Rückblick vor allem in die Zukunft zu blicken. Im Mittelpunkt der Feierstunde stand der Vortrag von Professorin Dr. Antje-Britta Möhrstedt von der Freien Hochschule Göttingen zum Thema Generation Z”.
Menschen der Generation Z wurden zwischen 1995 und 2000 geboren, sie sind wegen des selbstverständlichen Gebrauchs von digitalen Technologien wie World Wide Web, MP3-Player, SMS und Mobiltelefonen seit dem Kindesalter Teil der Digital Natives, und damit deren zweite Generation: Die vorhergehende Generation wurde im frühen jugendlichen Alter digital sozialisiert, und war deren Pioniergeneration.
Da Kleinkinder schon im frühen Alter mit Smartphones und Tablet-PCs in Kontakt kommen, durchlaufen sie eine andere Entwicklung als Kinder der Generation Y zuvor, die Touchscreens und -pads erst später kennenlernten. Anders als eine in der Arbeit Sinn suchende Generation Y möchten Mitglieder der Generation Z etwas nach außen darstellen. Vermehrt möchten sie im Berufsleben Karriere machen und Führungspositionen ausüben. Netzwerke sind ihnen wichtig.
Die Generation Z wird nicht durch eventuelle spätere materielle Reichtümer angetrieben, sondern durch das Streben nach Anerkennung. Nach den Studien des Soziologen Klaus Hurrelmann entsteht außerdem ein hoher Grad von Selbstbewusstsein und das Bestreben, Umwelt und Gesellschaft politisch zu verändern.
Peter-Stefan Greiner


