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Di, 11:53 Uhr
14.03.2017
NUV zum OB-Rücktritt

Kein Verständnis für Personalkarussell

Mit Überraschung, aber auch mit Respekt vor der Entscheidung hat der Nordthüringer Unternehmerverband die Nachricht von der Niederlegung Dr. Klaus Zehs vom Amt des Oberbürgermeisters zur Kenntnis genommen...

„Im Namen der fast 200 Mitgliedsunternehmen danken wir Dr. Klaus Zeh für sein jahrzehntelanges politisches Wirken in Nordhausen und darüber hinaus im Freistaat Thüringen”, sagte Vorstandsvorsitzender Niels Neu. Seit vielen Jahren war der Oberbürgermeister persönlich Mitglied im NUV.

Klaus Zeh sei keiner Diskussion mit den Vertretern der Wirtschaft aus dem Weg gegangen und habe sich den kritischen Fragen offen gestellt. Er habe in politischen Debatten immer vermittelt, dass alles Geld, welches die öffentliche Hand ausgibt, von den Bürgern und der Wirtschaft erst erarbeitet werden müsse. Deshalb haben wir seine Politik der sparsamen Verwendung der Finanzmittel der Stadt immer begrüßt. Der Abbau der Schulden der Stadt Nordhausen sei daher folgerichtig gewesen. Dennoch habe sich die Stadt in vielen Bereichen wie u.a. in der Altstadt positiv entwickelt.

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Dass sich Zeh gegen die Auflagen des Landes, die Steuern erhöhen zu müssen, nicht durchsetzen konnte, ist bedauerlich. „Wenn das Land Mittel für Kommunen einerseits streicht und dann aber die Kommunen durch Auflagen zwingt, an der Gebühren- und Steuerschraube zu drehen oder das „Tafelsilber“ zu verschleudern, dann läuft etwas falsch in der Landespolitik“, so der Vorsitzende des NUV.

Niels Neu betonte, dass für Klaus Zeh die Gesundheit jetzt oberste Priorität haben müsse. Gleichwohl müsse man nach vorn blicken. Für die Politik gelte jetzt, dass es eine Hängepartie nicht geben dürfe. Der NUV-Vorstand gehe davon aus, dass die Kommunalaufsicht des Landkreises schnellstmöglich einen Wahltermin findet. Er hat nach Gesetz in den letzten drei Monaten der Amtszeit des noch amtierenden Oberbürgermeisters zu erfolgen. Die anstehenden Herausforderungen u.a. zur Gebietsreform müssen zügig gelöst werden. Deshalb dürfen wir keine Zeit vergeuden, um das Personalkarussell mit den bekannten Kandidaten zu drehen. Dafür haben weder die Bürger, noch die Unternehmen Verständnis. Jedes Taktieren mit einem Wahltermin sei vertane Zeit und vertiefe nur unnötigerweise den bereits vorhandenen Riss zwischen Politik und den Menschen, für die eigentlich Politik gemacht werde.

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Autor: red

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Kommentare
Liane Enzinger
14.03.2017, 12:34 Uhr
Dann sollte die Wirtschaft den Krieg in NDH beenden
Guter und vernünftiger Ansatz der nordhäuser Wirtschaft, welcher hier deutlich wird. Aus den Reihen der Wirtschaft sollte man aber nachdenken, ob man nicht einen eigenen, neutralen Kandidaten ins Rennen schickt, welcher diese Stadt auf den Pfad der Vernunft führt und den Krieg zu Lasten der Bevölkerung beendet.

Unsere schönes Nordhausen wird sonst ganz vor die Hunde gehen.

Wirtschaft heißt auch, Verantwortung zu übernehmen, auch personell.

Liane Enzinger, M.A.
I.H.
14.03.2017, 14:36 Uhr
Ob ich das so will?
Weiß nicht so genau, ob ich zum Beispiel einen polnischen Doktor als OB haben möchte. Warum kandidieren Sie nicht selbst Liane Enzinger?

I. Halawitschka
Gudrun1974
15.03.2017, 21:31 Uhr
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h3631
16.03.2017, 08:25 Uhr
Der Beitrag wurde deaktiviert – Anm. d. Red.: Bitte nur mit Klarnamen
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