eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 08:27 Uhr
15.09.2004

Gemüse aus Goethes Zeiten

Nordhausen (nnz). Die Nordhäuser Grundschule Bertold Brecht feiert heute ihr Schulfest. Und da sich die Schule mitten im Gelände der Landesgartenschau befindet, hat das Schulfest natürlich auch was mit Gemüse und Kräutern zu tun...


Es ist der Schulgarten der anderen Art: Mangold, Pastinaken, Spargelerbsen, Wildtomaten und Bockshornklee wachsen hier und werden von Schülern gehegt und gepflegt. Das Projekt ist im Zusammenhang mit der Landesgartenschau 2004 entstanden. Auf dem Gelände durfte ein öffentlicher Schulgarten heranwachsen. Mittlerweile ist diese Fläche ein sinnliches Vergnügen geworden und eine Einladung zum: Riechen, Sehen, Schmecken und Fühlen. Rund 100 Pflanzenarten inspirieren zu neuen Erfahrungen mit alten Landsorten und animieren zum Erhalt der traditionellen Gartenkultur.

Bis Oktober werden die Ergebnisse zu sehen sein. Ein Erfolg ist es bereits jetzt. Denn erstmals ist in dem Maße eine breite Öffentlichkeit durch einen Schulgarten auf die „vergessenen Gemüse und Kräuter der Goethezeit“ aufmerksam gemacht worden.

Das Ziel der Veranstalter, allen voran des „Thüringer Ökoherz“ e.V., bestand in der Sensibilisierung der Schüler für Pflanzen, Witterungs-, Wachstumsprozesse und Wuchszusammenhänge. Die biologische Vielfalt und die mögliche Angebotsbreite aus dem eigenen Garten waren ebenso wichtige Lehr-Anliegen. Im Schulgarten geht es um Genuss beim Wiederentdecken der „neuen“ – alten Pflanzen, sowohl im botanischen als auch im kulinarischen Sinne. Denn gerade die Geschmackserlebnisse sollten für Schüler und Lehrer ein Grund sein, diesen Gemüsen und Kräutern auch in Zukunft treu zu bleiben.

Die Resonanz von Schülern und Lehrern, von Schulleitung und Sponsoren war überwältigend. Bereits für kommende Projekte liegen Interessentenlisten von Schulen vor. Die gute Nachricht: Das Projekt wird auch in den kommenden Jahren weitergeführt. „Hortus 21“ war also ein Anfang. Das „Thüringer Ökoherz“ e.V. wird sich auch weiterhin in diesem Bereich engagieren. Dabei werden wir verstärkt mit dem Verein „Rapontica – Gemüse und Kräuter der Goethezeit“ e.V. zusammen arbeiten. Vor allem dem reichen Wissen von Carola Sedlacek, Goetheexpertin und Hobby-Gärtnerin, verdanken wir die Fülle von Informationen über die nun wieder zu entdeckenden Pflanzen. Frau Sedlacek wird selbstverständlich heute auf dem Petersberg sein und Beispiele aus ihrer „Garten-Küche“ bereiten, verkosten und deren Raffinessen vorstellen.
Autor: nnz

Anzeige symplr (6)
Kommentare

Bisher gibt es keine Kommentare.

Kommentare sind zu diesem Artikel nicht möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (8)