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Mi, 08:26 Uhr
15.09.2004

Hingucker auf dem Berg

Nordhausen (nnz). Von Freitag bis Sonntag werden Thüringens Steinmetznachwuchs auf der Landesgartenschau anlässlich des Tages des Friedhofes zu Hammer und Meißel greifen und beachtliche Leistungen präsentieren. Drei Tage lang bearbeiten sie je einen Muschelkalkblock und fertigen auf der Grundlage einer Zeichnung ein mehrteiliges Werkstück mit viel Kraft und Feingefühl. Warum? Das verraten wir Ihnen mit einem Klick...


Der Landesleistungswettbewerb ist ein Hingucker. Von der Landesinnung wird er zum 2. Mal in der Öffentlichkeit und in diesem Jahr erstmals auf der Landesgartenschau veranstaltet. Zum Landesleistungswettbewerb qualifizieren sich nur Lehrlinge, die ihre Gesellenprüfung in Theorie und Praxis mit sehr guten Ergebnissen abschließen. Daher können aus den Innungen Ost-, West- und Südthüringen bis zu 5, jetzt schon Junggesellen, zu diesem Wettbewerb antreten.

Ziel ist es, aus einer vom Landeslehrlingswart vorgegebene Zeichnung Schablonen zur Übertragung auf den Steinblock herzustellen und in einem Zeitrahmen von 20 Stunden ein Fensterelement herauszuarbeiten. Hierfür wird in Thüringen ein Muschelkalk aus Oberdorla zur Verfügung gestellt, der steinmetzmäßig nur per Hand bearbeitet werden darf. Durch den eng gesteckten Zeitrahmen ist hier gerade ein hohes Maß an Genauigkeit und Geschicklichkeit gefordert.

Die Abnahme erfolgt durch die Prüfungskommissionsvorsitzenden der Prüfungskommissionen aus Ost-, West- und Südthüringen am Sonntag Nachmittag. Für den Landessieger gibt es nicht nur eine Auszeichnung der Landesinnung, sondern ebenfalls einen Weiterbildungslehrgang von der Handwerkskammer. Der beste Lehrling Thüringens wird dann für die Landesinnung zum Bundeswettbewerb im Herbst antreten und dort um den Bundessieg mit kämpfen.
Autor: nnz

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