Di, 06:47 Uhr
14.09.2004
nnz-Forum: Völlig unangepaßt
Nordhausen (nnz). Die nnz berichtete gestern über eine Techno-Party in Wolkramshausen, bei der nach Angaben der Polizei viele Besucher stark alkoholisiert oder bekifft gewesen sein sollen. Jetzt meldet sich der Veranstalter zu Wort.
Ich darf mich kurz vorstellen, ich bin der Veranstalter der Discoveranstaltung vom Wochenende in Wolkramshausen.
Das Aufgebot der Nordhäuser Polizei war meines Erachtens nach völlig unangemessen und nicht der Veranstaltungsgröße angepasst. Drei Zivilpolizisten hätten nach genauer Beobachtung den gleichen (vermeintlichen) Erfolg verbuchen können. So mußten sich weit über 40 Beamte die Nacht um die Ohren schlagen, um dann Verfahren ins Rollen zu bringen, von denen 75% wegen Geringfügigkeit wieder fallengelassen werden. Was das den gemeinen Steuerzahler kostet, kann man nur erahnen!!
Aber da ist die Stadt Nordhausen ja geübt, in Sachen Steuergeldverschwendung. Wer die MEGA-pleite ( -180.000 Euro) "Noise-Garden-Festival" bezahlt, ist ja jedem interessierten Zeitungsleser bekannt. Aber im Kulturamt haftet eben keine Privatperson mit eigenem Vermögen für solche peinlichen Fehlplanungen! Bei uns, und da spreche ich für den von mir gegründeten Verein "Projekt Wolke Zwo4", läuft das natürlich anders: Das große Minus, welches das realitätsferne Polizeiaufgebot in unseren Kassen hinterlassen hat, wird uns (16 Vereinsmitglieder) noch lange schmerzlich in Erinnerung bleiben.
Dieser staatlich geplante "Sabotageakt" gegen Jugendliche, die sich engagieren, einen Verein gründen, um Freizeitangebote zu schaffen, regionale Bands zu unterstützen, Proberäume zu bieten, als Anlaufstelle zu dienen, Workshops anbieten, um somit überhaupt erst in der Drogenaufklärung wirksam werden zu können, das wird mit aller Staatsmacht erfolgreich verhindert!! Koste es, was es wolle!! Mit bloßer Polizeipräsenz prägt man keinem Jugendlichen ein, "Nimm keine Drogen!" Daß Aufklärung anders funktioniert, wird man wohl sicher erst beim nächsten Generationswechsel hinbekommen.
Weiterhin finde ich die "Kriminalisierung" aller Gäste dieser Technoveranstaltung (warum nennen sie es nicht einfach gleich Drogensause) in der Einleitung Ihres Artikels schlicht und ergreifend ... schlecht formuliert. Bei jeder Dorfdisco und auf jedem Sportfest könnte Ihnen die Polizei (bei gleicher Aktivität) ein ähnliches Resultat vorweisen, sicherlich mehr im Promillebereich, dafür aber nicht weniger schädlich/gefährlich im Straßenverkehr!
Außerdem möchte ich zu Denken geben, daß die "Weberei" längst insolvent wäre, wenn sie mit ähnlicher Aufmerksamkeit beobachtet (observiert, im Fachjargon) würde. Dort dröhnt sich die Stadtjugend regelmäßig die Birne zu, und das seit fast einem Jahrzehnt. Auf eine einsame vorbeischippernde Streife kann man lange warten...
Mit freundlichen Grüßen,
Marcus Rein (Projekt Wolke Zwo 4)
Autor: nnzIch darf mich kurz vorstellen, ich bin der Veranstalter der Discoveranstaltung vom Wochenende in Wolkramshausen.
Das Aufgebot der Nordhäuser Polizei war meines Erachtens nach völlig unangemessen und nicht der Veranstaltungsgröße angepasst. Drei Zivilpolizisten hätten nach genauer Beobachtung den gleichen (vermeintlichen) Erfolg verbuchen können. So mußten sich weit über 40 Beamte die Nacht um die Ohren schlagen, um dann Verfahren ins Rollen zu bringen, von denen 75% wegen Geringfügigkeit wieder fallengelassen werden. Was das den gemeinen Steuerzahler kostet, kann man nur erahnen!!
Aber da ist die Stadt Nordhausen ja geübt, in Sachen Steuergeldverschwendung. Wer die MEGA-pleite ( -180.000 Euro) "Noise-Garden-Festival" bezahlt, ist ja jedem interessierten Zeitungsleser bekannt. Aber im Kulturamt haftet eben keine Privatperson mit eigenem Vermögen für solche peinlichen Fehlplanungen! Bei uns, und da spreche ich für den von mir gegründeten Verein "Projekt Wolke Zwo4", läuft das natürlich anders: Das große Minus, welches das realitätsferne Polizeiaufgebot in unseren Kassen hinterlassen hat, wird uns (16 Vereinsmitglieder) noch lange schmerzlich in Erinnerung bleiben.
Dieser staatlich geplante "Sabotageakt" gegen Jugendliche, die sich engagieren, einen Verein gründen, um Freizeitangebote zu schaffen, regionale Bands zu unterstützen, Proberäume zu bieten, als Anlaufstelle zu dienen, Workshops anbieten, um somit überhaupt erst in der Drogenaufklärung wirksam werden zu können, das wird mit aller Staatsmacht erfolgreich verhindert!! Koste es, was es wolle!! Mit bloßer Polizeipräsenz prägt man keinem Jugendlichen ein, "Nimm keine Drogen!" Daß Aufklärung anders funktioniert, wird man wohl sicher erst beim nächsten Generationswechsel hinbekommen.
Weiterhin finde ich die "Kriminalisierung" aller Gäste dieser Technoveranstaltung (warum nennen sie es nicht einfach gleich Drogensause) in der Einleitung Ihres Artikels schlicht und ergreifend ... schlecht formuliert. Bei jeder Dorfdisco und auf jedem Sportfest könnte Ihnen die Polizei (bei gleicher Aktivität) ein ähnliches Resultat vorweisen, sicherlich mehr im Promillebereich, dafür aber nicht weniger schädlich/gefährlich im Straßenverkehr!
Außerdem möchte ich zu Denken geben, daß die "Weberei" längst insolvent wäre, wenn sie mit ähnlicher Aufmerksamkeit beobachtet (observiert, im Fachjargon) würde. Dort dröhnt sich die Stadtjugend regelmäßig die Birne zu, und das seit fast einem Jahrzehnt. Auf eine einsame vorbeischippernde Streife kann man lange warten...
Mit freundlichen Grüßen,
Marcus Rein (Projekt Wolke Zwo 4)
| Anmerkung der nnz-Redaktion: Die im nnz-Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor. |
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Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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