Fr, 20:28 Uhr
03.03.2017
Nicht mehr zu verhindern
"Kleinpetersdorf" hinter Stacheldraht?
Im Volksmund wird die Hallesche Straße stadteinwärts auch schon mal gern als "Kleinpetersdorf" bezeichnet. Grund dafür die Automeile der Peter-Gruppe von der Bielener Straße bis zum Stresemannring. Die damit verbundene Ansicht wird sich verändern...
In Sömmerda wurde bereits gehandelt (Foto: AHP)
Als Andreas und Helmut Peter die ersten Planungen für den Neubau eines Opel-Hauses auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Böer neben dem jetzigen Haus besprachen, sollte der Anblick von der Straßenseite her freundlich, einladend und offen sein. Ähnlich der anderen Häuser.
Doch von diesen Details hat die Geschäftsführung mittlerweile Abstand genommen. Stattdessen soll das gesamte Gelände wahrscheinlich mit einem 180 Zentimeter hohen Zaun, mit Toren und mit einer Videoüberwachung ausgestattet werden. "Aus unseren Autohäusern wurden im vergangenen Jahr 14 Fahrzeuge gestohlen, allein zehn davon in Nordhausen entlang der Halleschen Straße. In der vorigen Woche erneut ein Diebstahl von einem Mercedes Sprinter und fünf Kleinbussen der Marke Opel", berichtet Helmut Peter im Gespräch mit der nnz. Weil auch vier Fahrzeuge in Sömmerda im Jahr 2016 geklaut wurden, hat man dort bereits einen Zaun errichtet und die Videoüberwachung scharf geschaltet.
Nun sollen die Häuser in Nordhausen folgen. Die bisherige offene Gestaltung wird Geschichte sein. Notwendig ist sie, weil die Diebe mit immer ausgefeilteren Methoden vorgehen. Wer heutzutage einen Computer knacken kann, der kann auch eine modernes Auto knacken. Die fünf Kleinbusse vom Freigelände des Opel-Autohauses wurden innerhalb von 20 Minuten gestohlen. Und das, obwohl alle Schlüssel vollständig in der Firma verblieben. Da macht auch die permanente Bestreifung des gesamten Areals durch einen Wachschutz keinen Sinn. Der Schaden in diesem Monat: rund 150.000 Euro, Versicherungen winken hierbei dankend ab.
Übrigens: Zwei der fünf Kleinbusse wurden vor einigen Tagen bei einer Verkehrskontrolle, 50 Kilometer hinter der eigentlich nicht vorhandenen deutsch-polnischen Grenze, entdeckt. Helmut Peter hofft nun, dass auch die anderen drei gefunden werden, möglichst nicht "ausgeschlachtet".
Zäune, Gräben, Barrieren, Kameras, Scheinwerfer - all dass kann künftige Diebstähle vielleicht verhindern. Allerdings wünschen sich Andreas und Helmut auch ein effizienteres Handeln der Ermittlungsbehörden und vielleicht ein wenig mehr Kontrolle auf den Straßen in der Nähe zum polnischen Nachbarn.
"Aus meiner eigenen Biographie heraus habe ich mir nie Zäune oder Mauern mehr gewünscht. Unsere Häuser sollten durch eine angenehme Gestaltung auch der Außenanlagen auffallen, es wurden Blumen und Bäume gepflanzt. Doch das muss sich jetzt leider ändern. Nur so können wir aktiv etwas gegen die steigende Kriminalität unternehmen", sagen beide Geschäftsführer.
In Richtung Polizei und Justiz appellieren die beiden Peters aber auch, konsequent alle angezeigten Straftaten zu verfolgen und zu ahnden. Sie denken dabei auch an die privaten Autobesitzer, die Opfer von Diebstählen wurden. Die können nicht mit zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen potentielle Diebe abschrecken.
Peter-Stefan Greiner
Autor: red
In Sömmerda wurde bereits gehandelt (Foto: AHP)
Als Andreas und Helmut Peter die ersten Planungen für den Neubau eines Opel-Hauses auf dem Gelände der ehemaligen Gärtnerei Böer neben dem jetzigen Haus besprachen, sollte der Anblick von der Straßenseite her freundlich, einladend und offen sein. Ähnlich der anderen Häuser.
Doch von diesen Details hat die Geschäftsführung mittlerweile Abstand genommen. Stattdessen soll das gesamte Gelände wahrscheinlich mit einem 180 Zentimeter hohen Zaun, mit Toren und mit einer Videoüberwachung ausgestattet werden. "Aus unseren Autohäusern wurden im vergangenen Jahr 14 Fahrzeuge gestohlen, allein zehn davon in Nordhausen entlang der Halleschen Straße. In der vorigen Woche erneut ein Diebstahl von einem Mercedes Sprinter und fünf Kleinbussen der Marke Opel", berichtet Helmut Peter im Gespräch mit der nnz. Weil auch vier Fahrzeuge in Sömmerda im Jahr 2016 geklaut wurden, hat man dort bereits einen Zaun errichtet und die Videoüberwachung scharf geschaltet.
Nun sollen die Häuser in Nordhausen folgen. Die bisherige offene Gestaltung wird Geschichte sein. Notwendig ist sie, weil die Diebe mit immer ausgefeilteren Methoden vorgehen. Wer heutzutage einen Computer knacken kann, der kann auch eine modernes Auto knacken. Die fünf Kleinbusse vom Freigelände des Opel-Autohauses wurden innerhalb von 20 Minuten gestohlen. Und das, obwohl alle Schlüssel vollständig in der Firma verblieben. Da macht auch die permanente Bestreifung des gesamten Areals durch einen Wachschutz keinen Sinn. Der Schaden in diesem Monat: rund 150.000 Euro, Versicherungen winken hierbei dankend ab.
Übrigens: Zwei der fünf Kleinbusse wurden vor einigen Tagen bei einer Verkehrskontrolle, 50 Kilometer hinter der eigentlich nicht vorhandenen deutsch-polnischen Grenze, entdeckt. Helmut Peter hofft nun, dass auch die anderen drei gefunden werden, möglichst nicht "ausgeschlachtet".
Zäune, Gräben, Barrieren, Kameras, Scheinwerfer - all dass kann künftige Diebstähle vielleicht verhindern. Allerdings wünschen sich Andreas und Helmut auch ein effizienteres Handeln der Ermittlungsbehörden und vielleicht ein wenig mehr Kontrolle auf den Straßen in der Nähe zum polnischen Nachbarn.
"Aus meiner eigenen Biographie heraus habe ich mir nie Zäune oder Mauern mehr gewünscht. Unsere Häuser sollten durch eine angenehme Gestaltung auch der Außenanlagen auffallen, es wurden Blumen und Bäume gepflanzt. Doch das muss sich jetzt leider ändern. Nur so können wir aktiv etwas gegen die steigende Kriminalität unternehmen", sagen beide Geschäftsführer.
In Richtung Polizei und Justiz appellieren die beiden Peters aber auch, konsequent alle angezeigten Straftaten zu verfolgen und zu ahnden. Sie denken dabei auch an die privaten Autobesitzer, die Opfer von Diebstählen wurden. Die können nicht mit zusätzlichen Sicherungsmaßnahmen potentielle Diebe abschrecken.
Peter-Stefan Greiner

