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Do, 15:59 Uhr
09.09.2004

Hartes Training

Nordhausen (nnz). Tamayose Sensei, der große Meister des Kobudo, bat zum Trainingscamp. Zahlreiche Nordhäuser kamen um was neues zu lernen und sich unter den Augen des kritischen Prüfers einen neuen farbigen Gürtel zu sichern. Was sie erlebten berichten sie hier.

Hartes Training (Foto: nnz) Hartes Training (Foto: nnz)
Das diesjährige Sommerlager unseres KKD war nicht nur durch seine Teilnehmer aus 6 Nationen ein echter Höhepunkt – vor allem die erreichten Ergebnisse veranlassen mich, von einem wahren Meilenstein sprechen zu dürfen. Doch der Reihe nach.

Bereits das Wochenende war für alle Tesshinkan-er der erste Pflichttermin, zumindest, wenn man sich am Ende des Sommerlagers einer Prüfung unter den strengen Augen von Tamayose Sensei stellen wollte. Bei strömenden Regen schwammen meine Nordhäuser dann auch über 6 Stunden auf der Autobahn gen Süden, um am Sonnabend pünktlich 14 Uhr in der Trainingshalle in Klatovy zu stehen. Diesem Spezialtraining folgte dann von Montag bis Freitag das Sommerlager. Tamayose Sensei enttäuschte nicht. Er trainierte sein geliebtes Bo-Kihon mit uns nicht nur einmal am Tag, nein, sicher ist sicher, so übten wir es in diesen 7 Tagen mindestens 10 Mal. Dazu Maezato-no-Tekko und –no-Nunchaku sowie die Bo-Kata Shuji-no-kun-sho und Sakugawa-no-kun-sho.

Das Vormittagstraining fand bei strahlendem Sonnenschein auf dem angrenzenden Sportplatz statt. Die Sonne, der Sand unter den Füßen und die Kommandos von Tamayose ließen bei mir schon echte Okinawa-Beach-Training-Gefühle aufkommen – Oh Graus! Nachmittags trainierten wir speziell die Prüfungsprogramme – natürlich erst nach dem Bo-Kihon. Tamayose Sensei zeigte sich diesmal sehr offenherzig. Er erklärte viele Details, zeigte Anwendungen zum besseren Verständnis und war immer ein kompetenter Ansprechpartner.

Sehr gut war diesmal auch, dass mit dem englischen Dolmetscher die Kommunikation doch wesentlich effektiver war, zumindest zwischen Tamayose und ihm, denn das Englisch des Dolmetscher war kaum verständlich, aber sein Japanisch muss wohl recht gut gewesen sein. Ein Glück für Tamayose.

Ein weiterer Höhepunkt waren auf jeden Fall die Prüfungen durch Tamayose Sensei am Donnerstag Nachmittag. Insgesamt stellten sich 10 Prüflinge dem Test. Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Den 6. Kyu erreichen Stephan Becsei (Frankfurt/M.) und ein slowakischer Teilnehmer, den 3. Kyu bestand Marcus Lauenstein (Nordhausen). Das hohe Niveau eines 1. Kyu bescheinigte Tamayose Sensei: Andrea Bernhardt (Hattersheim), Matthias Junkherr (Nordhausen) und Hagen Walter (Nordhausen). Bei den DAN-Prüfungen bestanden den 1. Dan Klaus Oblinger (Lauf) und Denis Niedenführ (Jena/Nordhausen), die beide in der Vorbereitung viel Enthusiasmus gezeigt hatten. Und erstmals in Europa gibt es nun auch zwei 2. DAN im Tesshinkan: Joachim Pabst (Hammelburg) und Frank Pelny (Nordhausen) konnten dem strengen Urteil des Meisters standhalten und diese anspruchsvolle Prüfung bestehen.

Die gemachten Erläuterungen auf den Punkt gebracht, lässt sich also wirklich von einem Meilenstein reden. Tesshinkan ist gerade für Karateka eine ideale Ergänzung ihres Systems, da ähnliche Prinzipien gelten, die Stellungen und Kamae fast gleich sind. Lasst uns also das von Tamayose Sensei in uns gesetzte Vertrauen nicht enttäuschen und motiviert möglichst viele Eurer Schüler, Tesshinkan auszuprobieren.

Frank Pelny
Autor: nnz

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