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Mi, 10:25 Uhr
08.09.2004

Italiener mögen deutsche Autos

Nordhausen (nnz). Gestern berichtete die nnz, daß der Export Thüringer Produkte weiter gestiegen ist. Heute erfahren Sie, welche produkte in welchem Land besonders beliebt sind.

Die Thüringens Exporte wachsen weiter. Im ersten Quartal 2004 stiegen sie im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 21,6 Prozent. Italien war wichtigster Handelspartner bei der Ausfuhr von Personenkraftwagen.
Rund zwei Drittel aller Ex- und Importe wurden mit den 25 EU-Staaten getätigt.

Ausfuhren
In den Monaten Januar bis März 2004 exportierte Thüringen nach vorläufigen Ergebnissen Waren im Wert von rund 1,8 Milliarden Euro. Das waren 1,9 Prozent mehr als im vierten Quartal des Jahres 2003. Im Vergleich zu Januar bis März 2003 nahmen die Ausfuhren um 321 Millionen Euro bzw. 21,6 Prozent zu.

Aus Deutschland wurden im ersten Quartal 2004 Waren im Wert von 177,2 Milliarden Euro exportiert. Dieses vorläufige Exportergebnis lag um 8,9 Prozent über dem Ergebnis des entsprechenden Vorjahresquartals.

Italien stand im ersten Quartal 2004 an der Spitze der Abnehmer Thüringer Waren. In dieses Land wurden 12,5 Prozent aller Exportwaren geliefert. Dabei handelte es sich zu 44,3 Prozent um Personenkraftwagen.

Zweitwichtigster Handelspartner war Frankreich, das 7,8 Prozent aller Exportwaren abnahm. Davon entfielen 14,0 Prozent auf mess-, steuer- und regelungstechnische Erzeugnisse.

Während die Exporte nach Italien um 96,1 Prozent gesteigert werden konnten, sanken die Ausfuhren nach Frankreich um 14,4 Prozent.

1,2 Milliarden Euro bzw. 67,1 Prozent der Exporte aus Thüringen gingen in den ersten drei Monaten 2004 in die 25 EU-Länder1) (Januar bis März 2003: 1,0 Milliarden Euro bzw. 68,6 Prozent). Davon entfielen 568 Millionen Euro bzw. 46,9 Prozent auf die Länder Frankreich, Italien, Belgien und Vereinigtes Königreich. Gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum stieg die Ausfuhr in die 25 EU-Länder um fast ein Fünftel (194 Millionen Euro).

Von den exportierten Ernährungsgütern wurden 82,9 Prozent in die Europäische Union geliefert. Davon waren 33,2 Prozent Backwaren und Zubereitungen aus Getreide (Hauptabnehmer Frankreich: 26,7 Prozent) und 17,5 Prozent Kakao und Kakaoerzeugnisse (Hauptabnehmer ebenfalls Frankreich: 36,2 Prozent).

Güter der gewerblichen Wirtschaft wurden zu
65,0 Prozent in die Europäische Union geliefert. Es handelte sich dabei mit 19,6 Prozent um Personenkraftwagen (Hauptabnehmer Italien: 47,0 Prozent) und mit 10,2 Prozent um Büro- und automatische Datenverarbeitungsmaschinen (Hauptabnehmer Schweden: 16,0 Prozent).


Einfuhren
In den Monaten Januar bis März 2004 wurden nach vorläufigen Ergebnissen Waren im Wert von knapp 1,3 Milliarden Euro nach Thüringen eingeführt. Damit überstieg der Import in diesem Zeitraum denjenigen des entsprechenden Vorjahreszeitraums um 250 Millionen Euro bzw. 24,6 Prozent.

Der Wert der Einfuhren nach Deutschland betrug im genannten Zeitraum 137,2 Milliarden Euro (vorläufiges Ergebnis). Er lag um 2,3 Prozent über dem Importergebnis der Monate Januar bis März 2003.

Im ersten Quartal 2004 war Spanien Thüringens bedeutendster Lieferant. Aus diesem Land kamen 12,2 Prozent aller Importe. 57,7 Prozent davon betrafen vollständige Fabrikationsanlagen.
Aus den 25 EU-Ländern1) bezog Thüringen 66,7 Prozent aller Importe mit Waren im Wert von 843 Millionen Euro (Januar bis März 2003: 686 Millionen Euro bzw. 67,7 Prozent). Hiervon lieferten Spanien, Polen und Österreich 45,3 Prozent (382 Millionen Euro).

87,2 Prozent aller importierten Ernährungsgüter kamen aus den Ländern der Europäischen Union. Darunter handelte es sich bei 28,2 Prozent um Wein, der nahezu ausschließlich aus Spanien kam (91,9 Prozent)
.
Von den Importen an Gütern der gewerblichen Wirtschaft aus der Europäischen Union (62,1 Prozent der Gesamtimporte dieser Warengruppe) entfielen 23,2 Prozent auf vollständige Fabrikationsanlagen. Hiervon lieferte Spanien mehr als die Hälfte (57,6 Prozent).

Weitere 14,0 Prozent waren Fahrgestelle, Karosserien, Motoren für Kraftfahrzeuge, die zu 60,5 Prozent aus Polen bezogen wurden.

1) Die zehn Länder, die am 1. Mai 2004 der europäischen Union beigetreten sind, werden in der Außenhandelsstatistik bereits ab 1. Januar 2004 zu den EU-Ländern gezählt (EU-25).
Autor: nnz

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