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Fr, 10:25 Uhr
10.02.2017
25 Millionen Euro für Kooperationsprejkte

Ideen zügig zu Produkten machen

Thüringen will die Zusammenarbeit von Unternehmen und Forschungseinrichtungen bei der Entwicklung neuer Produkte, Verfahren und Dienstleistungen intensivieren. Und das soll so funktionieren...


Zu diesem Zweck schreibt das Thüringer Wirtschafts- und Wissenschaftsministerium in diesem Jahr im Rahmen eines Wettbewerbsaufrufs insgesamt 25 Millionen Euro für gemeinsame Forschungsprojekte aus – 6,5 Millionen Euro mehr als 2016. Durch Veränderungen im Antragsverfahren soll der wirtschaftliche Effekt der Förderung weiter erhöht werden.

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So wird das Bewertungskriterium „Verwertungspotenzial/Marktfähigkeit“ zukünftig deutlich höher bewertet. Zudem wird eine finanzielle Mindestbeteiligung der beteiligten Unternehmen am Verbundprojekt vorausgesetzt. Neu ist außerdem die Fördervoraussetzung, dass alle am FuE-Verbund beteiligten Unternehmen voneinander unabhängig sein müssen.

„Der Erfolg Thüringens als Wirtschaftsstandort hängt davon ab, wie schnell wir Forschungsergebnisse in Form neuer Produkte und Technologien ‚auf die Straße bringen‘ können“, sagte Thüringens Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee. „Unser Ziel sind kurze Wege von der Forschung zur Fertigung.“ Der Freistaat setze daher gezielt Anreize, um Kooperationen zwischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen zu stärken. Der Anfang 2017 gestartete Wettbewerbsaufruf läuft noch bis zum 24. Februar, bis dahin können Förderanträge bei der Thüringer Aufbaubank eingereicht werden.

Insgesamt unterstützt das Land seine Forschungseinrichtungen und Betriebe bis 2020 mit 333 Millionen Euro aus Mitteln des Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) bei der Entwicklung neuer Produkte und Verfahren. Einschließlich der Kofinanzierung des Landes stehen damit rund 400 Millionen Euro für Innovation und die anwendungsnahe Forschung bereit.

Beispiele für Verbundprojekte aus den vergangenen Jahren sind etwa:
  • ein Vorhaben zur Aufbereitung von Kalihaldenabwässern und zur Gewinnung von Lithium, an dem u. a. das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme (IKTS) in Hermsdorf beteiligt ist. Im Rahmen des Projekts, das mit 1,5 Millionen Euro gefördert wird, sollen keramische Membranen zur Gewinnung wertvoller Rohstoffe aus Salzlagerstätten entwickelt werden.
  • Ein weiteres Projekt des Fraunhofer-Instituts für Optik und Feinmechanik in Jena gemeinsam mit zwei Unternehmen zielt auf die Entwicklung eines portablen und kompakten Mikroskops für unterschiedliche Anwendungen. Das Projekt wird aus der Verbundförderung mit 1,2 Millionen Euro unterstützt.
Mehr Informationen zum Verbundförderprogramm finden Sie unter: http://www.aufbaubank.de/de/?p=273&fid=15&
Autor: red

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