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So, 17:05 Uhr
29.01.2017
Thüringer HC

Überraschend deutlicher Sieg

Im ersten Champions League Spiel in heimischer Wiedigsburghalle besiegte der Thüringer HC den amtierenden russischen Meister Astrachan mit 34:22 (15:9). Die meisten Treffer der Begegnung erzielten Iveta Luzumova (THC) und Karina Sabirova (Astrachan) mit jeweils neun Toren...


Den ersten Treffer der Partie markierte Iveta Luzumova mit einer sehenswerten 1-gegen-1 - Aktion. Es war das Signal für eine furiose erste Spielhälfte, in der die Gastgeberinnen mit dauerndem Tempodruck und hoher Abwehrkonzentration den russischen Meister ein ums andere Mal beeindruckte.

Die Gäste sahen sich 30 Minuten in der Verfolgerrolle und auch der Einsatz von Luidmila Postnova, die sich in der Abwehr ausruhen konnte, brachte Astrachan nicht heran. Dafür sorgte vor allem der Tempodruck durch Kerstin Wohlbold und Iveta Luzumova die sich wechselseitig die Regieaufgabe teilten. Katrin Engel verwandelte per Strafwurf und Manon Houette erhöhte durch Tempogegenstoß auf 3:0. Die Russinen blieben bei ihrer offensiven Abwehr, was den THC-Frauen immer wieder Lücken im 1-gegen-1, wie beim 5:2 Kerstin Wohlbold, gestattete.

Astrachan indes tat sich schwer gegen die stabile THC-Abwehr, wo vor allem Crina Pintea und Anika Niederwieser dem Innenblock eine hohe Festigkeit verliehen. Beim Stand vom 6:4 nahmen die Gäste ihre erste Auszeit (14. Minute). Torfrau Dinah Eckerle wieder reaktionsschnell legte nach einem Gästetreffer super schnell für Lydia Jakubisova vor, die im Tempogegenstoß auf 8:4 erhöhen konnte. Trainer Herbert Müller wechselte zu diesem frühen Zeitpunkt bereits ordentlich durch und gab Stammkräften wie Kerstin Wohlbold und Katrin Engel Verschnaufpausen. In der 24. Minute traf Iveta Luzumova von der Strafwurflinie zum 12:7. Die Gäste fanden kaum ein Mittel gegen die THC-Abwehr und wenn doch hatten die Thüringerinnen stets eine schnelle Antwort parat. Manon Houette traf doppelt und erhöhte damit auf 14:8. Beate Scheffknecht kam in die Partie und erzeugte mit ihren Würfen erneut enormem Angriffdruck. Der deutsche Meister dominierte die Partie jetzt in allen Belangen. In die Kabinen ging es mit einer hochverdienten 15:9 Führung.

Und es gab nicht den befürchteten "Pausenbruch". Die THC-Abwehr stand weiter konzentriert und zwang den russischen Angriff zu riskanten Pässen. Davon profitierte Anika Niederwieser, die mit einem "Steal" das 18:12 erzielte. Und der THC hielt die Moral weiter hoch. Einem schönen Treffer von Katrin Engel folgte eine tolle Parade von Jana Krause, die jetzt bei den Thüringerinnen das Tor hütete. Nach 40 Minuten zeigte die Anzeigetafel ein 23:14 - Astrachan wirkte angeschlagen, was sich durch Fehlwürfe und vor allem teilweise desolate Abwehrorganistion zeigte.

Die Folge war ein weiteres Ausbauen der THC-Führung auf respektable 27:15 in der 45.Minute. Herbert Müller wechselte weiter und sorgte für die nötigen Erholungsphasen - dem Tempodruck brachte das keinen Abbruch. Auch das 7 gegen 6 Angriffsspiel wurde jetzt wieder praktiziert - schön wurde das 28:28 vorbereitet, das Macarena Aguilar Diaz mit einem schönen Druchbruch als freie "Sieben" erzielte. Als Astrachan das 20:29 erzielte, war die nach längerer Einsatzpause zurückgekehrte Szimonetta Planeta erfolgreich. Der THC blieb konzentriert, konnte sich aber nicht weiter absetzen. Auch weil die technisch versierten Russinnen ein ums andere Mal mit Schlagwürfen den Weg durch die Abwehr und vorbei an Jana Krause fanden.

Am Ende stand ein in der Höhe nicht erwarteter 34:22 Sieg zu Buche. Die Mannschaft setzte damit den Aufwärtstrend nach der EM-Pause mit einer überzeugenden Teamleistung fort.
Steffi Lapp/Roman Knabe

Stimmen nach dem Spiel

Mikkail Seregin(Astrachan): Glückwunsch zum Sieg und zum guten Spiel. Die Abwehr war super und hat uns vor große Probleme gestellt. Mein Team hat 60 Minuten super gekämpft.

Herbert Müller (THC): Ich bedanke mich bei Astrachan für die Zusammenarbeit. Die Anreise war schwierig. So muss Sport sein. Einfach fair. Ich bin mit meiner Mannschaft restlos zufrieden. Wir haben wie aus einem Guss gespielt. Besonders zu erwähnen ist der Innenblock von Crina und Anika. Die waren heute großartig.
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