Di, 21:08 Uhr
17.01.2017
Ortsteilrat tagte
Ein neues Zentrum für Sülzhayn?
Am Dienstagabend kam der Sülzhayner Ortsteilrat das erste Mal im neuen Jahr zur Sitzung zusammen. Viel Raum nahm dabei die Vorstellung der bisherigen Pläne für die Dorferneuerung ein. Was genau in dem 900 Einwohner zählenden Südharzort geplant ist, hat die nnz erfahren...
Anne Dumjahn erläutert die Pläne für Sülzhayn. (Foto: S. Schedwill)
In Sülzhayn soll rund um das "Haus des Gastes" ein neues Dorfzentrum wachsen. Das ist die Kernidee, die die Mitglieder des 20-köpfigen Dorferneuerungsbeirates gemeinsam mit dem Planungsbüro Meißner und Dumjahn in den vergangenen vier Monaten erarbeitet haben. "Wir haben noch kein fertiges Konzept", sagte Stadtplanerin Anne Dumjahn. Vielmehr habe das Gremium bisher verschiedene Idee und Vorhaben gesammelt. Ein Augenmerk habe darauf gelegen, bestehende Immobilien zu erhalten und in Zukunft wirtschaftlich zu nutzen.
Herz der neuen Dorfmitte soll das "Haus des Gastes" werden. Ziel solle es sein, so Dumjahn, die leerstehende Gaststätte wieder mit Leben zu füllen. Darüber hinaus sollen die übrigen Räume des Hauses für die Sülzhayner offen stehen. "Es soll auch ein Ort für die Vereine werden", so die Stadtplanerin. Kleinere Umbaumaßnahmen wären dafür nötig. Mit in das Konzept einbezogen werden soll die Turnhalle des Ortes, die sich direkt gegenüber befindet. Die Turnhalle solle erhalten bleiben und multifunktional genutzt werden, so dass Sportvereine, aber beispielsweise auch der Sülzhayner Karnevalsverein die Halle für Veranstaltungen nutzen könne.
Auch die Ortsteilfeuerwehr soll, so die Pläne, ins Zentrum rücken. Dieses Vorhaben könnte entweder über einen Anbau an die Turnhalle gelingen oder aber über einen Einbau der Gerätehalle in das alte Heizhaus des angrenzenden Sanatoriums. Darüber hinaus gibt es Überlegungen einen Feuerlöschteich anzulegen. Diese Maßnahme könne im Rahmen des Ausbaus der Dr.-Kremser-Straße gleich mit realisiert werden. Deren Sanierung ist ein weiteres geplantes Vorhaben.
Weiterhin gibt es Ideen, das Grundstück, auf dem das alte Sanatorium Waldpark und die ehemalige Reithalle stehen, im Rahmen des Revitalisierungsprogrammes aufzukaufen und die desolaten Gebäude im Anschluss abzureißen. "So könne Freiraum für ein bis drei Bauplätze im Ortszentrum geschaffen werden", erläuterte Anne Dumjahn. Diese könnten beispielsweise von jungen Familien genutzt werden.
Darüber hinaus gibt es mehrere Überlegungen zu kleineren Vorhaben wie eine Riesenrutsche vom Sportplatz ins neue Dorfzentrum, eine überdachte Bushaltestelle für die Schulkinder, eine Beschilderung für die vielen Rhododendrenpflanzen, Wanderwege und Sichtachsen freizuschneiden oder eine E-Bike-Ladestation am "Haus des Gastes".
Bereits im Dezember wurden die Maßnahmen dem zuständigen Fachausschuss beim Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung (ALF) vorgestellt. "Die haben die Ohren gespitzt", zeigte sich Ronald Kuß, Fachbereichsleiter in der Ellricher Stadtverwaltung und Mitglied des Dorferneuerungsbeirates, zuversichtlich.
Jetzt ginge es um die Feinplanung, erläuterte Anne Dumjahn. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung diskutierte der Dorferneuerungsbeirat beispielsweise über die Prioritätenliste. Mit dem fertigen Konzept muss sich die Stadt Ellrich dann bis spätestens Ende Mai dieses Jahres beim ALF bewerben. Dieses entscheidet letztendlich, welche Thüringer Orte mit ihren Konzepten als Förderschwerpunkte in die Dorfentwicklungsplanung rutschen. Sollten die Sülzhayner Projekte die Jury überzeugen, dann kann der kleine Ellricher Ortsteil ab 2018 für fünf Jahre geförderte Maßnahmen durchführen. Auch Privatpersonen können dann bei bestimmten Bau- und Sanierungsarbeiten von einer 35-prozentigen Förderung profitieren.
Susanne Schedwill
Autor: ssc
Anne Dumjahn erläutert die Pläne für Sülzhayn. (Foto: S. Schedwill)
In Sülzhayn soll rund um das "Haus des Gastes" ein neues Dorfzentrum wachsen. Das ist die Kernidee, die die Mitglieder des 20-köpfigen Dorferneuerungsbeirates gemeinsam mit dem Planungsbüro Meißner und Dumjahn in den vergangenen vier Monaten erarbeitet haben. "Wir haben noch kein fertiges Konzept", sagte Stadtplanerin Anne Dumjahn. Vielmehr habe das Gremium bisher verschiedene Idee und Vorhaben gesammelt. Ein Augenmerk habe darauf gelegen, bestehende Immobilien zu erhalten und in Zukunft wirtschaftlich zu nutzen.
Herz der neuen Dorfmitte soll das "Haus des Gastes" werden. Ziel solle es sein, so Dumjahn, die leerstehende Gaststätte wieder mit Leben zu füllen. Darüber hinaus sollen die übrigen Räume des Hauses für die Sülzhayner offen stehen. "Es soll auch ein Ort für die Vereine werden", so die Stadtplanerin. Kleinere Umbaumaßnahmen wären dafür nötig. Mit in das Konzept einbezogen werden soll die Turnhalle des Ortes, die sich direkt gegenüber befindet. Die Turnhalle solle erhalten bleiben und multifunktional genutzt werden, so dass Sportvereine, aber beispielsweise auch der Sülzhayner Karnevalsverein die Halle für Veranstaltungen nutzen könne.
Auch die Ortsteilfeuerwehr soll, so die Pläne, ins Zentrum rücken. Dieses Vorhaben könnte entweder über einen Anbau an die Turnhalle gelingen oder aber über einen Einbau der Gerätehalle in das alte Heizhaus des angrenzenden Sanatoriums. Darüber hinaus gibt es Überlegungen einen Feuerlöschteich anzulegen. Diese Maßnahme könne im Rahmen des Ausbaus der Dr.-Kremser-Straße gleich mit realisiert werden. Deren Sanierung ist ein weiteres geplantes Vorhaben.
Weiterhin gibt es Ideen, das Grundstück, auf dem das alte Sanatorium Waldpark und die ehemalige Reithalle stehen, im Rahmen des Revitalisierungsprogrammes aufzukaufen und die desolaten Gebäude im Anschluss abzureißen. "So könne Freiraum für ein bis drei Bauplätze im Ortszentrum geschaffen werden", erläuterte Anne Dumjahn. Diese könnten beispielsweise von jungen Familien genutzt werden.
Darüber hinaus gibt es mehrere Überlegungen zu kleineren Vorhaben wie eine Riesenrutsche vom Sportplatz ins neue Dorfzentrum, eine überdachte Bushaltestelle für die Schulkinder, eine Beschilderung für die vielen Rhododendrenpflanzen, Wanderwege und Sichtachsen freizuschneiden oder eine E-Bike-Ladestation am "Haus des Gastes".
Bereits im Dezember wurden die Maßnahmen dem zuständigen Fachausschuss beim Amt für Landentwicklung und Flurneuordnung (ALF) vorgestellt. "Die haben die Ohren gespitzt", zeigte sich Ronald Kuß, Fachbereichsleiter in der Ellricher Stadtverwaltung und Mitglied des Dorferneuerungsbeirates, zuversichtlich.
Jetzt ginge es um die Feinplanung, erläuterte Anne Dumjahn. Im nichtöffentlichen Teil der Sitzung diskutierte der Dorferneuerungsbeirat beispielsweise über die Prioritätenliste. Mit dem fertigen Konzept muss sich die Stadt Ellrich dann bis spätestens Ende Mai dieses Jahres beim ALF bewerben. Dieses entscheidet letztendlich, welche Thüringer Orte mit ihren Konzepten als Förderschwerpunkte in die Dorfentwicklungsplanung rutschen. Sollten die Sülzhayner Projekte die Jury überzeugen, dann kann der kleine Ellricher Ortsteil ab 2018 für fünf Jahre geförderte Maßnahmen durchführen. Auch Privatpersonen können dann bei bestimmten Bau- und Sanierungsarbeiten von einer 35-prozentigen Förderung profitieren.
Susanne Schedwill


