Mo, 15:20 Uhr
30.07.2001
"Mittelalterliches" im Landratsamt
Nordhausen (nnz). Foto-Freunde aufgepasst! Am 27. August ist es soweit: Im Foyer des Landratsamtes werden die Gewinner-Fotos des Foto-Wettbewerbs vorgestellt, den die Stadt- und Gästeführergilde für das Jahr 2001 ausgeschrieben hat. nnz-Mitarbeiterin Manuela Jauer hat sich die Fotos schon mal angesehen.
Nun steht er fest, der Termin zur Veröffentlichung der eingegangenen Foto-Arbeiten des Foto-Wettbewerbs, den die Stadt- und Gästeführergilde Nordhausen und das Landratsamt gemeinsam ausgeschrieben hatten. Bis zum 16. Juli konnten kleine und große Foto-Talente auf Motivjagd gehen. An diesem Tag hatten sie die letzte Möglichkeit, ihre Werke im Landratsamt zur Bewertung abzugeben. Hobby-Fotografen aus Nordhausen, Ellrich, Ilfeld, Bad Sachsa, Trebra, Steinthalleben und Sondershausen nutzten ihre Chance. Nun steht eine unabhängige Jury vor der schwierigen Aufgabe, aus den 50 verschiedenen Einsendungen die drei besten auszuwählen.
Was fotografiert wurde, war den Teilnehmern weitgehend frei gestellt. Es musste lediglich ein Rahmenthema eingehalten werden: das Mittelalter. Besondere Resonanz fanden in diesem Zusammenhang mittelalterliche Gebäude, allen voran sakrale Bauten. So ist zum Beispiel der Nordhäuser Dom auf den Bildern aus verschiedenen Blickrichtungen zu bewundern. Ein Reiz lag für die Fotografen wohl darin, dass an diesem romanisch-gotischen Bau verschiedene Bauetappen der Vergangenheit zu finden sind. Man kann ihn ruhigen Gewissens zu den bemerkenswertesten Architektur-Denkmälern Deutschlands zählen.
Auch die Blasii-Kirche hatte es den Motiv-Haschern angetan. Nicht nur das auffällige, ungleiche Turmpaar, sondern auch Innenansichten, wie zum Beispiel die roten Rippenbögen, hat die Wettbewerber inspiriert. Weiterhin wurde das romanische Portal der Frauenberg-Kirche ins rechte Licht gerückt. Verdient, denn die edel geformten Rundbögen des Portals zeigen sehr typische Merkmale der früh-mittelalterlichen romanischen Bauweise.
Nicht zu vergessen sind auch der alte Trebraer Taufstein, das rätselhafte Steinhaupt an der Ellricher Frauenberg-Kirche und der spät-gotische Schnitzaltar in der Ellricher Hospital-Kirche, die ebenfalls bildlich festgehalten wurden. Einen besonderen Eindruck dürfte man von der Kirche St. Jakobi in Wiegersdorf erhalten haben: Der Bau mit der markanten Fachwerk-Gestaltung wird in einem Triptychon gezeigt. Es bringt deutlich zum Ausdruck, dass auch hier die Zeit Wunden hinterlassen hat, die schnell durch ein paar Renovierungsarbeiten geheilt werden sollten.
Ein weiteres Muss für die Fotografen waren die Pfeiffer-Basilika in Münchenlohra und - natürlich - die Burgruine Hohnstein bei Neustadt. Sogar ein Überlebender wurde als Zeitzeuge mit der Linse festgehalten: Der Koloss von Utterode, so hat der Fotograf die alte Linde auf dem ehemaligen Komturhof des Tempelritter-Ordens in Utterode genannt.
Wie man merkt, erstreckt sich die Vielfalt der ausgewählten Bilder über eine breite, abwechslungsreiche Palette. Wer sich von der Qualität der Werke überzeugen und sich von ihnen in vergangene Zeiten zurück versetzen lassen möchte, der sollte sich den Montag, 27. August, im Termin-Kalender festhalten. Dann werden die Arbeiten im Foyer des Landratsamtes in Nordhausen der Öffentlichkeit vorgestellt und die besten drei prämiert. Also, nicht verpassen!
Manuela Jauer
Autor: nnzNun steht er fest, der Termin zur Veröffentlichung der eingegangenen Foto-Arbeiten des Foto-Wettbewerbs, den die Stadt- und Gästeführergilde Nordhausen und das Landratsamt gemeinsam ausgeschrieben hatten. Bis zum 16. Juli konnten kleine und große Foto-Talente auf Motivjagd gehen. An diesem Tag hatten sie die letzte Möglichkeit, ihre Werke im Landratsamt zur Bewertung abzugeben. Hobby-Fotografen aus Nordhausen, Ellrich, Ilfeld, Bad Sachsa, Trebra, Steinthalleben und Sondershausen nutzten ihre Chance. Nun steht eine unabhängige Jury vor der schwierigen Aufgabe, aus den 50 verschiedenen Einsendungen die drei besten auszuwählen.
Was fotografiert wurde, war den Teilnehmern weitgehend frei gestellt. Es musste lediglich ein Rahmenthema eingehalten werden: das Mittelalter. Besondere Resonanz fanden in diesem Zusammenhang mittelalterliche Gebäude, allen voran sakrale Bauten. So ist zum Beispiel der Nordhäuser Dom auf den Bildern aus verschiedenen Blickrichtungen zu bewundern. Ein Reiz lag für die Fotografen wohl darin, dass an diesem romanisch-gotischen Bau verschiedene Bauetappen der Vergangenheit zu finden sind. Man kann ihn ruhigen Gewissens zu den bemerkenswertesten Architektur-Denkmälern Deutschlands zählen.
Auch die Blasii-Kirche hatte es den Motiv-Haschern angetan. Nicht nur das auffällige, ungleiche Turmpaar, sondern auch Innenansichten, wie zum Beispiel die roten Rippenbögen, hat die Wettbewerber inspiriert. Weiterhin wurde das romanische Portal der Frauenberg-Kirche ins rechte Licht gerückt. Verdient, denn die edel geformten Rundbögen des Portals zeigen sehr typische Merkmale der früh-mittelalterlichen romanischen Bauweise.
Nicht zu vergessen sind auch der alte Trebraer Taufstein, das rätselhafte Steinhaupt an der Ellricher Frauenberg-Kirche und der spät-gotische Schnitzaltar in der Ellricher Hospital-Kirche, die ebenfalls bildlich festgehalten wurden. Einen besonderen Eindruck dürfte man von der Kirche St. Jakobi in Wiegersdorf erhalten haben: Der Bau mit der markanten Fachwerk-Gestaltung wird in einem Triptychon gezeigt. Es bringt deutlich zum Ausdruck, dass auch hier die Zeit Wunden hinterlassen hat, die schnell durch ein paar Renovierungsarbeiten geheilt werden sollten.
Ein weiteres Muss für die Fotografen waren die Pfeiffer-Basilika in Münchenlohra und - natürlich - die Burgruine Hohnstein bei Neustadt. Sogar ein Überlebender wurde als Zeitzeuge mit der Linse festgehalten: Der Koloss von Utterode, so hat der Fotograf die alte Linde auf dem ehemaligen Komturhof des Tempelritter-Ordens in Utterode genannt.
Wie man merkt, erstreckt sich die Vielfalt der ausgewählten Bilder über eine breite, abwechslungsreiche Palette. Wer sich von der Qualität der Werke überzeugen und sich von ihnen in vergangene Zeiten zurück versetzen lassen möchte, der sollte sich den Montag, 27. August, im Termin-Kalender festhalten. Dann werden die Arbeiten im Foyer des Landratsamtes in Nordhausen der Öffentlichkeit vorgestellt und die besten drei prämiert. Also, nicht verpassen!
Manuela Jauer

