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Di, 18:53 Uhr
13.12.2016
75,1 % SIND GEGEN DIE GEBIETSREFORM

Bedenklich sind auch 8,1% nicht Interessierte

1165 Menschen haben bei der jüngsten Umfrage der Nordthüringer Online-Zeitungen abgestimmt. Ihr Urteil ist eindeutig. Es sollte auch RRG zum Denken anregen, meint Jürgen Wiethoff...


Es sieht aus wie ein nachträgliches Ehrerbieten für alle RRG-Vorgänger-Regierungen. Es scheint so, als hätten diese vorausgesehen, wie viel Gegenwind sie sich in der Bevölkerung einhandeln würden. Zusätzlich hat RRG übersehen, dass Sachverständige aus Thüringen sein müssten, um zu einer verkehrstechnisch und emotional zufriedenstellenden Lösung zu kommen. Das vorgestellte Konzept ist das nicht.

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Ein weiterer Fehler: In vorangegangenen Verlautbarungen aus Regierungskreisen war immer von den Einsparungen durch eine solche Reform zu hören und zu lesen. Kaum liegt der Entwurf vor, verkündet MP Ramelow, die Reform werde viel kosten, Thüringen aber für die Zukunft attraktiver machen. Für die Einwohner? Wohl kaum. Die sehen weitestgehend längere Wege in die Verwaltungen, zum Teil zu Verwaltungsangestellten und Beamten, von denen sie noch nie etwas gehört haben.

Die Bürger ahnen leer stehende Verwaltungsgebäude in den „weg rationalisierten“ Kreisstädten, Neubauten in den aufzurüstenden Kreisstädten, Durcheinander bei den Zuständigkeiten und Kosten für hochrangige Gehaltsempfänger, die nichts mehr tun, aber auch nicht gekündigt werden dürfen.

Eine zukunftsfähige Gebietsreform ist nur in ganz Deutschland möglich. Die für die Notwendigkeit der Thüringer Gebietsreform seitens RRG angeführten demografischen Probleme gelten schließlich bundesweit. Dabei sollte die Notwendigkeit von Städten mit Länderstatus und den kleinen Bundesländern überprüft werden, geografisch zusammen gehörende Gebiete auch zusammen verwaltet und ein tragfähiger Konsens mit den Bewohnern angestrebt werden. Egoistische Politiker dürfen dabei keine Rolle spielen. Muss das ein Traum des Verfassers bleiben?

Eine sinnvolle, auf Einsparungen zielende, Verwaltungsreform ist ohne Gebietsreform möglich. Warum braucht man ein Landesverwaltungsamt? Die Ministerien können doch so aufgestellt werden, dass ihre Beschlüsse, Verordnungen und Gesetze ohne Filter an die Kreise, Städte und Gemeinden weiter gegeben werden können.

Warum übernehmen leistungsfähige Ressorts in den Kreisen nicht die Aufgaben für mehrere Kreise? In den abgerüsteten Landratsämtern verbleibt je ein versierter Kollege für die Kreisgrenzen übergreifende Zusammenarbeit. Dafür gibt es doch schon gute Beispiele.

„Interessiert mich nicht“ bekam 8,1% der Stimmen. Es bleibt zu überlegen warum. Zusammengefasst steht hier sicher Politikverdrossenheit dahinter. Seit der mehr als unglücklich formulierten Werbekampagne hört man auch beim Gang durch die Stadt immer wieder: „Die da oben“ machen in ihrer Arroganz doch sowieso, was sie wollen.

Eine Meinungsänderung der Bevölkerung zum letzten Absatz ist möglich. Zum Beispiel mit einer Volksbefragung. Wer davor Angst hat, hat Angst vor Fehlern in der eigenen Meinung. Nur: Diese Angst kann davor schützen, als unverbesserlicher Rechthaber eingestuft und abgewählt zu werden.
Jürgen Wiethoff
Autor: red

Anmerkung der Redaktion:
Die im Forum dargestellten Äußerungen und Meinungen sind nicht unbedingt mit denen der Redaktion identisch. Für den Inhalt ist der Verfasser verantwortlich. Die Redaktion behält sich das Recht auf Kürzungen vor.
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Kommentare
Gudrun1974
13.12.2016, 20:19 Uhr
Gebietsreform Die Gehirnwäsche der CDU hat funktioniert
Es ist schon bemerkenswert was jahzehntelange Dauerregierung der Schwarzen mit den Köpfen vieler Thüringer angerichtet hat...

Schade daß es so viele sind, die den tieferen Sinn der zukunftsgestaltenden Reform nicht begreifen wollen oder können. Sie können ja weiter der Afd hinterher rennen
Schultze
13.12.2016, 20:35 Uhr
schickt die Politiker nach hause
Alles so lassen wie es ist und die jetzige Regierung abwählen ist das Beste.
Franziskus
13.12.2016, 20:46 Uhr
Gehirnwäsche
kann Niemand betreiben. Sondern wenn Jemand beabsichtigt ein anderes Denken anzunehmen. Muß er erst auf die Löschtaste drücken um an sich selbst zu arbeiten.
Und das kann mehre Jahre dauern ,ehe man von dem Ostzonen/DDR Spittel befreit ist.
Waldemar Ceckorr
13.12.2016, 23:53 Uhr
lieber riese87
dann erklären sie uns doch bitte den sinn dieser zukunftsweisenden gebietsreform, wenn möglich mit einfachen sätzen, damit wir das auch verstehen.

der reginald
icke58
14.12.2016, 10:10 Uhr
herr riese 87
Ich hoffe das die Afd gewählt wird das entlich umgedacht wird was hat uns linken bis jetzt gebracht billig Lohnland Gebietsreform die einer aus Bochum austüfftelt die einen haufen Geld gekostet hat für seine Weißheiten.Der lebt ja auch in Thüringer und Herr Lauinger der nix im Griff hat.Das ist unser Thüringen und da kann mann noch mehr aufzählen Herr Riese87!!!
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