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Fr, 10:39 Uhr
09.12.2016
„Vorsicht Sekundenschlaf! Die Aktion gegen Müdigkeit am Steuer.“

Gefahr wird oft unterschätzt

Verbreiteter und gefährlicher als oft angenommen: Müdigkeit am Steuer. Der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR) hat daher mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) die Aufklärungskampagne „Vorsicht Sekundenschlaf! Die Aktion gegen Müdigkeit am Steuer.“ ins Leben gerufen...


Zum Auftakt werden heute bundesweit an elf Autobahnraststätten Promoterteams Autofahrerinnen und Autofahrer für die Gefahr von Müdigkeit am Steuer sensibilisieren. Sie informieren über präventive und akute Maßnahmen und verteilen hierzu verschiedene Informationsmaterialien.

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Dorothee Bär, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, wird die Aktion an der Raststätte Aurach Süd begleiten.

„Müde Fahrer sind weniger konzentriert und reagieren langsamer. Wer kurz einnickt, legt in drei Sekunden bei einer Geschwindigkeit von 100 km/h über 80 Meter im Blindflug zurück. Trotzdem unterschätzen viele diese Gefahr, gerade bei längeren Fahrten,“ so Dorothee Bär. Dies belegen auch die Ergebnisse einer repräsentativen Umfrage*, die das Meinungsforschungsinstitut TNS Emnid im Auftrag des DVR im Oktober 2016 unter 1.000 Autofahrerinnen und Autofahrern durchgeführt hat:

Jeder Vierte gab an, mindestens schon einmal am Steuer eingeschlafen zu sein. Dennoch unterschätzen viele dieses Risiko: 43 Prozent der Befragten sind überzeugt, den Zeitpunkt des Einschlafens sicher vorhersehen zu können, 45 Prozent glauben, dass sie Müdigkeit durch ihre Erfahrung ausgleichen können und 17 Prozent fahren trotz ihrer Müdigkeit einfach weiter. Doch weder durch reine Willenskraft noch durch umfassende Erfahrung kann ab einem bestimmten Punkt das Einschlafen hinter dem Steuer verhindert werden.

„Das beste Mittel gegen Müdigkeit am Steuer sind Pausen mit einem Kurzschlaf von zehn bis 20, maximal 30 Minuten oder Bewegung an der frischen Luft. Wer längere Fahrten vor sich hat, sollte daher genügend Pausen für einen Kurzschlaf oder Bewegung einplanen“, rät DVR-Präsident Dr. Walter Eichendorf. Pausen sollten grundsätzlich alle zwei Stunden und speziell bei ersten Anzeichen von Müdigkeit wie etwa häufigem Gähnen, brennenden Augen oder dem klassischen Tunnelblick erfolgen.

Unter dem Motto „Erste Hilfe gegen Müdigkeit“ startet der DVR mit Unterstützung des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur (BMVI) und der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) zum Kampagnenauftakt heute an elf Autobahnraststätten im Bundesgebiet eine Promotionaktion: Von 9:00 bis 17:00 Uhr werden verschiedene Informations- und Aktionsmaterialien verteilt und die Besucher der Raststätten zu Schlaf- und Bewegungspausen motiviert.
Autor: red

Kommentare
Rainer H.
09.12.2016, 11.17 Uhr
Sekundenschlaf = Führerscheinentzug
Wer bei einen Unfall den Sekundenschalf als Ursache angibt, ist seinen Führerschein meist los.
Im Falle eines Unfalles droht neben einer saftigen Geldstrafe der vorrübergehende Verlust der Fahrerlaubnis. In Gerichtsverfahren wurden Fahrer beispielsweise zu Geldbußen (500 Euro) und einem sechsmonatigen Führerscheinentzug verurteilt.
Real Human
09.12.2016, 14.43 Uhr
Berufskraftfahrer für maximal 10 Jahre!?
@ Rainer H.: Und was passiert, wenn sich beispielsweise ein Berufskraftfahrer wegen ständiger Müdigkeit öfters „krank meldet“?

Klar, dass man mir nach den folgenden Zeilen ÜBERDRAMATISIERUNG vorwirft.

Das berufslebenslange Sitzen hinter dem Lenkrad ist auch bei Einhaltung der „Lenkzeiten“ zwangsläufig gesundheitsschädlich. Die allermeisten Menschen – eigentlich „der Mensch“ an sich – ist durch die natürliche Evolution für ein Leben mit vielseitiger körperlicher Bewegung optimiert, also eigentlich ein „auto-mobiles“ (sich „selbst bewegendes“) Wesen. Er müsste also um gesund zu leben, sich weitestgehend wie ein Mensch der Steinzeit verhalten. Ich will das hier nicht vertiefen, deshalb: https://de.wikipedia.org/wiki/Steinzeiternährung

Er verhält sich aber in der Regel nicht so. Das Ergebnis sind alle möglichen „Zivilisationskrankheiten“ darunter auch die gefürchteten Schlafstörungen durch das https://de.wikipedia.org/wiki/Schlafapnoe-Syndrom mit den thematisierten Folgen. Hätten wir durch ein aufgeklärtes Wählervolk eine verantwortungsvolle Regierung, würde die Ausübung dieses Berufs auf vielleicht 10 Jahre begrenzt und nur nach strengen Kriterien eine Verlängerung erlaubt werden. (Man sollte allerdings auch mal die unterbrechungslose Dienstzeit der meisten Politiker hinterfragen. Auch hier im Wahlkreis 189. Oder?)

Eine andere Lösung wurde in http://www.nnz-online.de/news/news_lang.php?ArtNr=202754 zum Thema „selbstfahrende Autos“ angedeutet. Der Mensch würde dann nur in kritischen Situationen „übernehmen“. Doch wie lange würde es dauern, falls in einer solchen Situation schnell vom Assistenz- in den Pilotenmodus umgeschaltet werden müsste?

SEHR ÜBERDENKENSWERT sind allerdings Selfis wie von https://www.youtube.com/user/TruckTVDoku
Fehlt nur noch, dass manche dieser Antihelden ihre Videos gleich noch auf der Autobahn während der Fahrt schneiden! Also, die meisten von diesen Typen möchte ich als PKW-Fahrer lieber nicht hinter mir haben! (Und vor mir auch nicht!) Neandertaler gehören nicht hinter's Lenkrad!
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