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Mi, 15:49 Uhr
07.12.2016
Unabwendbarer Trend

Digitalisierung der Sozialwirtschaft

Die Digitalisierung der Wirtschaft schreitet unaufhaltsam voran. Wirtschaft 4.0 ist nicht nur im industriellen und produktiven Bereich ein zentrales Thema, auch die Sozialwirtschaft muss sich den damit verbundenen Herausforderungen und Veränderungen stellen. Im Nordhäuser HORIZONT-Verein beschäftigen sich Mitarbeiter um Thomas Rzepus seit geraumer Zeit mit diesem Themenkomplex - und das sehr erfolgreich...


Der Verein gewann den Wettbewerb “Modellhafte Projekte im Bereich digitaler Innovationen und Plattformen” des Thüringer Wirtschaftsministeriums.

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“SOCIALLOOK” nennen die Nordhäuser ihr Projekt, in dessen Mittelpunkt eine Plattform erstellt werden soll, die hilfebedürftige Menschen mit dem gesamten Spektrum von Behörden, Einrichtungen, Trägern oder Institutionen digital miteinander verknüpft. Gleichzeitig wird aber auch eine Verknüpfung unter den Partnern hergestellt. Auf dieser Plattform, die online zu erreichen ist, spiegelt sich die Praxis sozialer Dienstleistungen wider und mittendrin der zu betreuende Mensch.

Wie sieht es für den Ratsuchenden der Unterstützung braucht zurzeit aus? Es gibt eine Vielzahl von Angeboten die über unterschiedliche Institutionen zu erreichen sind. Menschen mit Unterstützungsbedarf stehen somit vor der Herausforderung, die Vielzahl der Ansprechpartner zu erkennen und das dargebotene Hilfeangebot für sich nutzbar zu machen. Diese komplexe Aufgabe führt sehr schnell zu einer Überforderung, genau hier soll “SOCIALLOOK” ansetzen.

Mehr zum “Innenleben” der Plattform will Entwickler Thomas Rzepus vorerst nicht verraten. Im März kommenden Jahres soll eine erste Entwicklungsstufe starten, damit soll der Nachweis erbracht werden, dass die Idee auch praxistauglich ist. Danach können konkrete Angebote für Nutzer und Institutionen gemacht werden. Der HORIZONT in Nordhausen wäre nach diesem komplexen Versuch, bei selbstverständlich auch sämtliche Aspekte des Datenschutzes mit einfließen werden, ein Vorreiter auf dem Weg zur Digitalisierung Sozialer Arbeit und damit auch hin zu Sozialwirtschaft 4.0.

Wolfgang Tiefensee und Thomas Rzepus (Foto: Horizont-Verein) Wolfgang Tiefensee und Thomas Rzepus (Foto: Horizont-Verein)
Neben dem Thüringer Wirtschaftsministerium werden die Nordhäuser unter anderem vom Thüringer Kompetenzzentrum Wirtschaft 4.0, dem Landratsamt (Fachbereich Jugend und Soziales), dem Jobcenter Landkreis Nordhausen, dem Geschäftsführer der FEUER Powertrain GmbH, dem JugendSozialwerk Nordhausen, dem Suchthilfezentrum Nordhausen, dem Softwareentwickler Ronny Peter, dem Telekommunikationskonzern envia-TEL aus Markkleeberg, dem Informatikinstitut der Hochschule Nordhausen und vom LIFT unterstützt.

Die externe Evaluation wird die Professorin Olga Burkova von der Hochschule für angewandte Wissenschaften in Hamburg übernehmen. Sie gilt als Vorreiterin auf dem Gebiet der Professionalisierung sozialer Arbeit durch die Digitalisierung und begleitete bereits wissenschaftlich Bundesministerien beim Aufbau von elektronischen Monitoringverfahren.

Die datenschutzrechtlichen und ethischen Aspekte werden vom FINSOZ beleuchtet, welcher als Fachverband für Informationstechnologie in der Sozialwirtschaft und Sozialverwaltung steht.

Weitere Partner aus der Wirkungsforschung, wie zum Beispiel die PHINEO gAG aus Berlin, sollen perspektivisch für SOCIALLOOK gewonnen werden. Wir dürfen gespannt sein. SOCIALLOOK wird gefördert durch:

Sociallook wird gefördert durch: (Foto: nnz) Sociallook wird gefördert durch: (Foto: nnz)

Autor: red

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