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Sa, 16:09 Uhr
14.08.2004

Artist in 11 Tagen

Nordhausen (nnz). Nicht Feuerwehrmann oder Tierärztin sind die Traumberufe von 50 Nordhäuser Kindern. Sie wollen Artist, Clown oder Tierbändiger werden, und zwar in nur 11 Tagen. nnz hat ihnen zugeschaut.

Artist in 11 Tagen (Foto: nnz) Artist in 11 Tagen (Foto: nnz)
Ein Zirkus-Schnellkurs begeisterte die Ferienkinder. Der Mini-Circus Renz, lud zum Mitmachen ein. In elf Tagen konnten die sechs bis dreizehnjährigen alles kennenlernen, was das Zirkusleben ausmacht. Außerdem studierten sie ein Programm ein, welches sie heute Eltern, Geschwistern und Freunden vorführten. Die Kinder übten sich in der Tierdressur mit Pony oder Ziege, traten als Seiltänzerin oder lassowerfender Cowboy auf.

Organisiert wurden diese Ferienspiele vom Nordhäuser Jugendamt auf den Gelände des Brand- und Katastrophenschutz. Hier gastiert der Zirkus Renz schon zum dritten Mal. Er bietet weder ein riesiges Zelt noch exotische Tiernummern, dafür darf hier jeder mitmachen. Davon sind die Kinder ausgesprochen begeistert. Einige wären am liebsten über Nacht auf dem Gelände geblieben, wie Ferienspiel-Leiter Stefan Willführ berichtet.

Täglich von 9.00 bis 17.00 Uhr dauerte das Programm, welches nicht nur Zirkus beinhaltete. Ausflüge nach Pullman City, in die Landesausstellung und ins Erlebnisbergwerk gehörten ebenfalls dazu.

Neben der Zirkusgruppe gab es weitere Beschäftigungsmöglichkeiten. Einige Kinder kümmerten sich um die Versorgung und die Ausgestaltung der Aufführung. Eine weitere Gruppe übernahm die Dokumentation der Ferienspiele. Sie fotografierten und filmten. Das fertige Produkt findet sich dann auf einer DVD wieder, welche die Teilnehmer für drei Euro erwerben können.

Wer mehr Lust zum Theaterspielen hatte, kam ebenfalls voll auf seine Kosten. Eine Gruppe studierte ein Stück ein, welches heute nach der Aufführung der Zirkuskinder gezeigt wurde. Danach folgten Tänze und eine Mini-Playback-Show, wofür eine weitere Kindergruppe verantwortlich war.

Neben der heutigen Vorstellung im Zirkuszelt, gehörte das vergangene Wochenende zu den Höhepunkten der Ferienspiele. Die Kinder durften auf dem Gelände des Brand- und Katastrophenschutz übernachten, ein Indianerfest feiern und Lagerfeuer machen.

Die Zuschauer des heutigen Bühnenprogramms waren begeistert von den Leistungen ihrer Kinder. Sogar gefilmt und fotografiert werden durfte bei der Aufführung, wovon die Eltern regen Gebrauch machten. Der Eintrittspreis entsprach nicht dem zirkusüblichen, 10 Cent mußte jeder zahlen.

Für die elf Tage bezahlten die Kinder 55,- Euro Teilnehmerbeitrag, eine preiswerte Alternative zu einer Ferienreise. Mehr los als am Strand mit Mutti und Vati war im Zirkus bestimmt. Deswegen wünschen sich Kinder und Veranstalter, daß auch im nächsten Jahr Zirkusspiele stattfinden können.

Ein Dank der Organisatoren geht vor allem an die Stadtverwaltung, den Landkreis Nordhausen und das Jugendamt. Geholfen haben die Jugendfeuerwehr, welche die Aufenthaltszelte zur Verfügung stellte, und das Personal vom Ausbildungszentrum des Brand- und Katastrophenschutz. Ein besonderes Dankeschön gebührt aber dem Zirkus Renz, der dieses tolle Mitmachkonzept für Kinder bietet.
Autor: wf

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