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Sa, 12:49 Uhr
14.08.2004

Rezeptfrei selbst behandeln

Nordhausen (nnz). Seinen eigenen Körper kennt jeder selbst am besten. Deshalb spüren viele schon frühzeitig, wenn sie "etwas ausbrüten". Bei ersten Anzeichen einer Grippe oder plötzlichen Magenschmerzen wirken häufig alte Hausmittel oder rezeptfreie Arzneien aus der Hausapotheke Wunder. Hier einige Tips.


Sie kurieren Anzeichen, lindern die Schmerzen und wenden so den Arztbesuch und die zehn Euro Praxisgebühr vorerst ab. Die Techniker Krankenkasse (TK) in Nordhausen informiert, welche Methoden und Wirkstoffe die Patienten problemlos zu Hause anwenden können und wann es doch notwendig ist, den Arzt hinzuzuziehen. Entscheidend ist der individuelle Gesundheitszustand. Dr. Sabine Voermans, Ärztin bei der TK: "Wer bereits andere Medikamente einnimmt oder Allergiker ist, sollte immer ein Arzt aufsuchen. Das gilt ebenfalls für Schwangere. Ein Besuch beim Arzt ist auch dann nötig, wenn die Symptome nach einigen Tagen nicht abklingen."

Grundsätzlich können Patienten aber leichte Beschwerden wie beispielsweise Kopfschmerzen, Erkältungen oder Magen-Darm-Probleme auch ohne Arzt kurieren. Jeder Kranke sollte sich dabei immer an die Einnahmehinweise auf dem Beipackzettel halten.

So rät die Kasse zum Beispiel bei Kopfschmerzen oder Migräne einen Eisbeutel oder kalten Waschlappen auf Stirn und Schläfen legen; schwarzen Tee mit Zitrone trinken oder zwei bis drei Gewürznelken kauen; Medikamente mit den Wirkstoffen Acetysalicylsäure, Paracetamol oder Ibuprofen einnehmen. Schlafprobleme kann man mit Baldrian, Schlaftee oder einer Tasse heißer Milch mit Honig bekämpfen. Schnupfen oder Grippe kann man selber zu Leibe rücken, indem man den Körper mit Franzbranntwein einreibt oder die Nase mit Salzwasser spült. Als Schleimlöser werden hier Medikamente mit dem Wirkstoff Acetylcystein empfohlen. Auftretendes Fieber sollte mit Wadenwickel gesenkt werden. Bei Magen-Darm-Beschwerden hilft das Trinken von Kamillen oder Fencheltee. Auch eine Wärmflasche oder -kissen auf dem
Bauch lindert schon die Schmerzen. Bei Durchfall helfen Kohletabletten, aber auch Salzstangen und Cola.

Damit der Körper auf die nächsten Krankheitserreger besser vorbereitet ist, kann jeder im Alltag schon vorbeugen. Dabei gilt es, Stress abzubauen und zwischendurch die Muskeln zu entspannen. Wohltuend wirkt sich außerdem ein regelmäßiger Schlafrhythmus aus. Es ist entscheidend, erst dann zu Bett zu gehen, wenn man wirklich müde ist und immer zur gleichen Zeit aufzustehen. Viel Obst und Gemüse sorgen für ausgewogene und vitaminreiche Mahlzeiten, die das Abwehrsystem unterstützen. Verstärkt wird dieser Effekt durch viel Bewegung und regelmäßige Gänge in die Sauna.

Weitere Informationen und zusätzliche Details bieten die TK-Broschüren "Rezeptfrei selbst behandeln", "Anders heilen" und "Ernährung" sowie die Internetseite.
Autor: nnz

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