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Sa, 19:04 Uhr
12.11.2016
Pokal-Wahnsinn:

SVC haut Favoriten raus

Das Wort sensationell verwendet man im Sport vorrangig bei Ereignissen mit außergewöhnlichen Ergebnissen. Solch ein Ergebnis haben die Volleyballer des SVC Nordhausen am frühen Samstagnachmittag abgeliefert...

Jubel bei den Siegern (Foto: Sandra Arm) Jubel bei den Siegern (Foto: Sandra Arm)
In der zweiten Runde des Landespokals haben die dritte Vertretung und die Frauen sensationell das Viertelfinale erreicht. Beide Teams setzten sich jeweils gegen die höherklassig spielende Mannschaft aus Gotha mit 3:1 und 3:0 durch.

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Nicht nur im Fußball wird gern vom Pokal und seinen eigenen Gesetzen gesprochen. Den Beweis, dass diese oft gebrauchte Floskel auch im Volleyball zutrifft, bekamen die Zuschauer in der Wiedigsburghalle geboten. Für die erste Pokal-Überraschung sorgte die dritte Vertretung des SVC. Der Bezirksligist hatte sich eigentlich auf zwei Gegner eingestellt. Gekommen war nur der VC Gotha II, der in der Thüringenliga spielt. Nach 82 Minuten war das Spiel zugunsten des SVC mit 3:1 entschieden.

Die alten Kempen wie Sören Klause, Hans-Jürgen Otten, Giso Gewalt oder Jörg Meschke ließen ihre ganze Klasse aufblitzen und brachten das junge Team aus Gotha mächtig in Bedrängnis. Während der erste Durchgang noch mit 25:23 an die Gäste ging, wurden die nachfolgenden beiden Durchgänge mit 25:20 und 25:13 von den Nordhäusern bestimmt. Der Vierte wurde ebenfalls gewonnen, aber knapp mit 25:23.

Parallel zum Pokalspiel der Herren, bereiteten sich die Frauen des SVC und des VC Gotha auf ihre Aufgabe vor. Die Favoritenrolle hatte SVC-Trainer Jens Liebold schon vor der Partie zu den Gästen, die seit dieser Saison in der Regionalliga spielen, geschoben. Sein Team spielt wiederum eine sehr gute Rolle in der Verbandsliga, es ist Tabellenführer. Dennoch waren die Rollen klar verteilt. Ein Klassenunterschied war in den 64 Minuten nicht ersichtlich.

Der Außenseiter begeisterte die Zuschauer mit einer kämpferischen wie konzentrierten Leistung und belohnte sich mit einem glatten 3:0 (25:9, 25:21, 25:23)-Sieg. "Ich hatte nach dem Spiel Gänsehaut", sagte Liebold, der sich vom klaren Ergebnis selbst überrascht und mehr als angetan zeigte. "Das war das erste Mal in der Saison, wo wir konsequent, technisch gut und auch klar im Kopf von Anfang bis Ende gespielt haben." In allen drei Durchgängen übte der SVC gehörig Druck über die Aufschläge auf. Mit kleinen Serien von Nadine Lehmann im ersten wie dritten Durchgang gelang dies eindrucksvoll. Gotha mühte sich in der Annahme und hatte gehörig Probleme, die Bälle zu kontrollieren.

Nach dem ersten souveränen Satzgewinn, schlichen sich beim SVC im zweiten und dritten Satz immer mal wieder Phasen ein, wo Bälle in der Annahme versprangen oder die Aufschläge nicht präzise genug ins gegnerische Feld gelangten. Doch auch diese Phasen überwand der Gastgeber mit Bravour und kämpfte sich immer wieder zurück ins Spiel. Liebold bedankte sich auf seine Weise, er riss bei jedem erfolgreichen Punktgewinn die Arme in die Höhe. Ebenso wie nach dem zweiten Satzgewinn. Zuvor hatte Franziska Thürmer ihren Aufschlag ins gegnerische Feld gebracht, Gotha konnte den Ball nicht kontrollieren, so dass der SVC zum 2:0 erhöhte.

Im dritten Durchgang schien sich zunächst das Blatt zu wenden. Bis Nadine Lehmann beim 4:9 an den Aufschlag kam und mit einer Serie von sieben Punkten den Rückstand in eine 11:9-Führung drehte. Die Partie entwickelte sich im weiteren Verlauf relativ ausgeglichen. Das bessere Ende verbuchte der SVC für sich und sorgte für die zweite Pokal-Überraschung innerhalb weniger Minuten. Die Freude dementsprechend groß. "Wir wollten Spaß haben, mit Technik und Verstand spielen, die Fehler minimieren und Druck auf den Gegner ausüben. Das haben wir konsequent umgesetzt", sagte Liebold.
Sandra Arm

SVC III: Giso Gewalt, Daniel Gropp, Jörg Meschke, Sören Klause, Matthias Deede, Roland Jacob, Karsten Jakschik, Hans-Jürgen Otten, Marco Finke, Bernd Kühn

SVC Frauen: Katharina Heinrich, Madlen Trümper, Nadine Lehmann, Adriane Grunig, Franziska Thürmer, Michelle Klante, Jenna Junge, Filiz Scholz
Autor: nnz

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