Fr, 20:54 Uhr
11.11.2016
Tourismuskonzept für Nordhausen?
Fehlanzeige!!
In der Sitzung des Nordhäuser Stadtrates im August stellte Prof. Dr. Ansgar Malich (CDU) verschiedene Anfragen zum Thema Tourismuskonzept der Stadt Nordhausen. Zwischenzeitlich kam die Antwort von der Stadtverwaltung – Es gibt kein Tourismuskonzept...
Pro Jahr allerdings werden in Nordhausen nur wenige tausend Euro für die touristische Vermarktung aufgebracht.
Für die CDU Fraktion war diese Antwort keine Überraschung. Vielmehr nutze die Stadt Nordhausen seit der Landesgartenschau 2004 die Mitgliedschaft in Tourismusverbänden als Alibifunktion. Doch was nützt eine Mitgliedschaft im Verband, wenn vor Ort keine Strukturen vorhanden sind. Jeder, der etwas Touristisches zu bietet hat, vermarktet sich selbst. Es gibt keine gebündelten Angebote.
Die Nordhäuser Städteführergilde hält dabei tapfer ihr Fähnchen nach oben. Auch das Theater vermarktet sich selbst weit über die Stadtgrenzen hinaus. Die Echte Nordhäuser Traditionsbrennerei ist die am beten museal besuchte Einrichtung der Rolandstadt.
Dabei ist das Angebot groß, was die ehemals kaiserlich freie Reichs- und Rolandstadt Nordhausen mit ihren Ortsteilen zu bieten hätte. "Als Lutherstadt ist Nordhausen mit seinen Reformatoren auch Stätte der Reformation", so Steffen Iffland (CDU) im Gespräch mit der nnz. Schon vor gut fünf Jahren kritisierte Iffland den Beitritt der Stadt auf eine holländische Vermarktungsplattform (refo500) für das Reformationsjubiläum 2017, anstatt selbst eine Homepage zu schalten.
"Frau Rinke äußerte seinerzeit, der Beitritt wäre wichtig, sonst würden die Festlichkeiten 2017 an Nordhausen vorübergehen. Wie traurig Nordhausen dort präsentiert wird, kann jeder selbst abrufen. Während andere Städte weltweit ihre Termine bis Ende 2017 gemeldet haben, findet man von Nordhausen nur zwei Beiträge aus den Jahren 2014 und 2015. Weitere Informationen an das Unternehmen sind vermutlich nicht geflossen, außer der regelmäßige Zahlung eines Jahresbeitrages."
Seitens der CDU Fraktion will man nun verschiedene Punkte herausarbeiten, die für ein Tourismuskonzept der Stadt Nordhausen wichtig seien und diese dem Kulturausschuss vorlegen, sage Prof. Dr. Malich der nnz. Im Kulturausschuss wolle man mit den anderen Ausschussmitgliedern ein Konzept erarbeiten, denn es sei eine parteiübergreifende Aufgabe, diese, unsere Stadt so zu präsentieren wie es ihr gebührt, sagte Iffland abschließend.
Autor: redPro Jahr allerdings werden in Nordhausen nur wenige tausend Euro für die touristische Vermarktung aufgebracht.
Für die CDU Fraktion war diese Antwort keine Überraschung. Vielmehr nutze die Stadt Nordhausen seit der Landesgartenschau 2004 die Mitgliedschaft in Tourismusverbänden als Alibifunktion. Doch was nützt eine Mitgliedschaft im Verband, wenn vor Ort keine Strukturen vorhanden sind. Jeder, der etwas Touristisches zu bietet hat, vermarktet sich selbst. Es gibt keine gebündelten Angebote.
Die Nordhäuser Städteführergilde hält dabei tapfer ihr Fähnchen nach oben. Auch das Theater vermarktet sich selbst weit über die Stadtgrenzen hinaus. Die Echte Nordhäuser Traditionsbrennerei ist die am beten museal besuchte Einrichtung der Rolandstadt.
Dabei ist das Angebot groß, was die ehemals kaiserlich freie Reichs- und Rolandstadt Nordhausen mit ihren Ortsteilen zu bieten hätte. "Als Lutherstadt ist Nordhausen mit seinen Reformatoren auch Stätte der Reformation", so Steffen Iffland (CDU) im Gespräch mit der nnz. Schon vor gut fünf Jahren kritisierte Iffland den Beitritt der Stadt auf eine holländische Vermarktungsplattform (refo500) für das Reformationsjubiläum 2017, anstatt selbst eine Homepage zu schalten.
"Frau Rinke äußerte seinerzeit, der Beitritt wäre wichtig, sonst würden die Festlichkeiten 2017 an Nordhausen vorübergehen. Wie traurig Nordhausen dort präsentiert wird, kann jeder selbst abrufen. Während andere Städte weltweit ihre Termine bis Ende 2017 gemeldet haben, findet man von Nordhausen nur zwei Beiträge aus den Jahren 2014 und 2015. Weitere Informationen an das Unternehmen sind vermutlich nicht geflossen, außer der regelmäßige Zahlung eines Jahresbeitrages."
Seitens der CDU Fraktion will man nun verschiedene Punkte herausarbeiten, die für ein Tourismuskonzept der Stadt Nordhausen wichtig seien und diese dem Kulturausschuss vorlegen, sage Prof. Dr. Malich der nnz. Im Kulturausschuss wolle man mit den anderen Ausschussmitgliedern ein Konzept erarbeiten, denn es sei eine parteiübergreifende Aufgabe, diese, unsere Stadt so zu präsentieren wie es ihr gebührt, sagte Iffland abschließend.

