Di, 08:08 Uhr
25.10.2016
Stadtrat in Ellrich
Haushaltsberatungen gestartet
Der Ellricher Stadtrat hat mit den Haushaltsberatungen für das kommende Jahr begonnen. Die Liste der geplanten Investitionen ist umfangreich, Steuererhöhungen sind nicht geplant…
Noch sind die Ausgaben deutlich höher als die erwarteten Einnahmen. Im Verwaltungshaushalt beträgt das Defizit aktuell rund 187.000 Euro, deutlich größer fällt das Minus mit rund 528.000 Euro noch im Vermögenshaushalt aus. Nicht alle im knapp 2 Millionen umfassenden Investitionsprogramm aufgeführten Maßnahmen werden daher umgesetzt werden können.
In den kommenden Wochen soll in den Fraktionen und Ausschüssen das Papier überarbeitet und konkretisiert werden. Ich denke, das können wir in den nächsten Wochen lösen, sagte Bürgermeister Matthias Ehrhold (SPD). Bereits in der kommenden Stadtratssitzung am 28. November soll der Haushalt beschlossen werden.
Klar ist gegenwärtig, Steuererhöhungen sind nicht geplant sind. Vielmehr müsse der Stadtrat jetzt entscheiden, welche Maßnahmen realisiert werden können, so der Stadtchef weiter.
Größte geplante Investitionsmaßnahme in der Kernstadt Ellrich ist mit veranschlagten 200.000 Euro der Um- und Ausbau des früheren NKD-Marktes in der Nordhäuser Straße in eine Art Begegnungszentrum. Im Erdgeschoss soll der Grundschulhort untergebracht, das Obergeschoss in altersgerechten Wohnraum umgebaut werden. Schüler und Bewohner sollen in der geplanten Hortküche gemeinsam kochen und backen, so das Konzept. Für die Umsetzung hofft man in der Verwaltung auf Geld aus der Städtebauförderung, konkret auf 180.000 Euro in 2017.
In einem ersten Schritt soll mit dem Geld das Hintergebäude abgerissen und das Hauptgebäude gesichert werden. Diese Arbeiten waren eigentlich schon für dieses Jahr geplant, konnten aber nicht umgesetzt werden, weil beantragte Fördermittel aus dem Demografie-Fond nicht gestattet wurden.
Der Ausbau der Salzstraße in Ellrich (180.000 Euro) steht ebenso im Programm wie die Erneuerung der Stützmauer am Mühlendamm (60.000 Euro) und der Waldwegebau (32.900 Euro). Bei diesen Maßnahmen hofft man auch auf Fördermittel zur teilweisen Gegenfinanzierung.
Der deutlich größte Betrag ist mit knapp 800.000 Euro für die Tilgung von Kreditschulden eingeplant.
Mit 210.000 Euro ist der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Appenrode die größte geplante Ausgabe in den Ortsteilen. Konkret soll das bisherige Dorfgemeinschaftshaus um einen Stellplatz für das Wehrauto erweitert und die sanitären Anlagen umgebaut werden, wie Fachbereichsleiter Ronald Kuß erläuterte.
Darüber hinaus sind weitere kleinere Sanierungsarbeiten an den Wehrhäusern in Werna und Woffleben (22.500 Euro) nötig. Auch an den Trauerhallen in den Ortsteilen gibt es einiges zu tun (insgesamt 77.000 Euro).
Manche Investitionen sind allerdings nicht verschiebbar: So plant die Deutsche Bahn die beiden Bahnübergänge in Woffleben und den Übergang in Ellrich, Gipsstraße, zu erneuern. Die Stadt muss sich per Gesetz an den Kosten für den Bau der Nebenanlagen beteiligen, rund 68.000 Euro schlagen hier zu Buche.
Susanne Schedwill
Autor: sscNoch sind die Ausgaben deutlich höher als die erwarteten Einnahmen. Im Verwaltungshaushalt beträgt das Defizit aktuell rund 187.000 Euro, deutlich größer fällt das Minus mit rund 528.000 Euro noch im Vermögenshaushalt aus. Nicht alle im knapp 2 Millionen umfassenden Investitionsprogramm aufgeführten Maßnahmen werden daher umgesetzt werden können.
In den kommenden Wochen soll in den Fraktionen und Ausschüssen das Papier überarbeitet und konkretisiert werden. Ich denke, das können wir in den nächsten Wochen lösen, sagte Bürgermeister Matthias Ehrhold (SPD). Bereits in der kommenden Stadtratssitzung am 28. November soll der Haushalt beschlossen werden.
Klar ist gegenwärtig, Steuererhöhungen sind nicht geplant sind. Vielmehr müsse der Stadtrat jetzt entscheiden, welche Maßnahmen realisiert werden können, so der Stadtchef weiter.
Größte geplante Investitionsmaßnahme in der Kernstadt Ellrich ist mit veranschlagten 200.000 Euro der Um- und Ausbau des früheren NKD-Marktes in der Nordhäuser Straße in eine Art Begegnungszentrum. Im Erdgeschoss soll der Grundschulhort untergebracht, das Obergeschoss in altersgerechten Wohnraum umgebaut werden. Schüler und Bewohner sollen in der geplanten Hortküche gemeinsam kochen und backen, so das Konzept. Für die Umsetzung hofft man in der Verwaltung auf Geld aus der Städtebauförderung, konkret auf 180.000 Euro in 2017.
In einem ersten Schritt soll mit dem Geld das Hintergebäude abgerissen und das Hauptgebäude gesichert werden. Diese Arbeiten waren eigentlich schon für dieses Jahr geplant, konnten aber nicht umgesetzt werden, weil beantragte Fördermittel aus dem Demografie-Fond nicht gestattet wurden.
Der Ausbau der Salzstraße in Ellrich (180.000 Euro) steht ebenso im Programm wie die Erneuerung der Stützmauer am Mühlendamm (60.000 Euro) und der Waldwegebau (32.900 Euro). Bei diesen Maßnahmen hofft man auch auf Fördermittel zur teilweisen Gegenfinanzierung.
Der deutlich größte Betrag ist mit knapp 800.000 Euro für die Tilgung von Kreditschulden eingeplant.
Mit 210.000 Euro ist der Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses in Appenrode die größte geplante Ausgabe in den Ortsteilen. Konkret soll das bisherige Dorfgemeinschaftshaus um einen Stellplatz für das Wehrauto erweitert und die sanitären Anlagen umgebaut werden, wie Fachbereichsleiter Ronald Kuß erläuterte.
Darüber hinaus sind weitere kleinere Sanierungsarbeiten an den Wehrhäusern in Werna und Woffleben (22.500 Euro) nötig. Auch an den Trauerhallen in den Ortsteilen gibt es einiges zu tun (insgesamt 77.000 Euro).
Manche Investitionen sind allerdings nicht verschiebbar: So plant die Deutsche Bahn die beiden Bahnübergänge in Woffleben und den Übergang in Ellrich, Gipsstraße, zu erneuern. Die Stadt muss sich per Gesetz an den Kosten für den Bau der Nebenanlagen beteiligen, rund 68.000 Euro schlagen hier zu Buche.
Susanne Schedwill

