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Mo, 12:03 Uhr
17.10.2016
Thüringen und Santa Catarina vereinbaren Regionalpartnerschaft

23 konkrete Projekte in Umsetzung

Thüringen und der brasilianische Bundesstaat Santa Catarina streben eine engere Zusammenarbeit an. Dazu unterzeichneten Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee und der catarinesische Minister für Internationale Angelegenheiten, Carlos Adauto Virmond Viera, heute ein Partnerschaftsabkommen...


Die Verein­barung sieht eine Kooperation beider Regionen in den Bereichen Wirt­schaft, Wissenschaft, Kultur und Verwaltung vor. In den vergangenen Monaten waren bereits 23 konkrete Projekte und Vorhaben definiert worden, darunter auf den Gebieten Forschung und Hochschu­len, Wirt­schaftsförderung, Mobilität, Optik, Nahrungsmittelindustrie und erneu­erbare Energien.

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„Wir haben uns gegenseitig gründlich geprüft und sehen im Ergebnis große Potentiale für eine gewinnbringende Zusammenarbeit zwischen unseren Re­gionen“, sagte Minister Tiefensee anlässlich der Unterzeichnung. Der Süden Brasiliens mit Santa Catarina sei neben São Paulo das industrielle ‎Herz Bra­siliens und das ideale Sprungbrett in den Mercosur – den südame­rikanischen Wirtschaftsraum mit 270 Millionen Konsumenten und einer Wirtschaftsleis­tung von rund einer Billion Euro.

Santa Catarina, dessen sechs Millionen Ein­wohner zu einem Drittel deutschstämmig sind, hat in den ver­gangenen Jah­ren deshalb immer wieder Investitionen gerade aus Deutsch­land angezogen, zuletzt beispielsweise von BMW, Bosch-Rexrodt, T-Sys­tems oder Siemens. Das Land, das nur drei Prozent der Bevölkerung Brasi­liens auf sich vereint, erwirtschaftet ein Bruttoinlandsprodukt von rund 90 Mil­liarden Euro jährlich.

Der Landesminister für Internationale Angelegenheiten, Carlos Adauto Vir­mond Viera, betonte das große Interesse des Bundesstaats Santa Catarina an einer Kooperation mit Thüringen. „Die enge Kooperation mit einem deut­schen Bundesland hat selbst innerhalb der langjährigen deutsch-brasiliani­schen Beziehungen eine neue Qualität“, sagte Adauto anlässlich der Unter­zeichnung. Thüringen mit seiner zentralen Lage sei für die Wirt­schaft Santa Catarinas eine Brücke nach Deutschland und Europa. „Unser Ziel ist es, die Partnerschaft mit Thüringen lang­fristig und auf möglichst vielen Gebieten zu entwickeln.“

Gerade die Wirtschaftsstrukturen beider Länder passten sehr gut zusam­men, betonte Thüringens Wirtschaftsminister Tiefensee. Schwerpunkte der cata­rinesischen Industrie lägen unter anderem auf den Branchen Elektro, Automotive, Me­tallverarbeitung und Maschinenbau, Nahrungsmittel und Holzverarbeitung, ‎hinzu kämen mehr als 1.600 Firmen in Hochtechnologie-Bereichen, die rund um die Städte Blumenau, Florianopolis und Joinville konzentriert sind. Floria­nopolis ist darüber hinaus ein Schwerpunkt der Kreativwirtschaft in Brasilien.
Autor: red

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