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Di, 10:51 Uhr
11.10.2016
Wissenschaftsministerium unterstützt Inte­gration

Neue Kurse für das Studienkolleg

Die Sprach- und Studienbefähigung von Flüchtlingen in Thüringen soll verbessert werden. Dazu fördert das Thüringer Wissenschaftsministerium unter anderem die Einrichtung eines zusätzlichen Vorbe­reitungskurses Tech­nik oder Wirtschaft für ausländische Studienbewerber am Staatlichen Studienkolleg Nordhausen...

...sowie die Einrichtung eines Studienkurses „Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache“ für angehende Lehrkräfte an der Universität Erfurt. Insgesamt stellt das Land dafür bis 2019 gut 500.000 Euro bereit.

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„Eine gelingende Integration von Flüchtlingen setzt ausreichende Deutschkenntnisse und echte Zukunftsperspektiven voraus, wie sie zum Beispiel ein Hochschulstudium bietet“, sagte Wissenschaftsminister Wolfgang Tiefensee. Deshalb wolle das Land trotz insgesamt rückläufiger Flüchtlingszahlen hier zusätzliche Angebote schaffen. „Wir haben jedenfalls ein hohes Interesse daran, motivierte und qualifizierte Zuwanderer für Thüringen zu gewinnen und damit zumindest einen Teil des künftigen Arbeits- und Fachkräftebedarfs zu decken.“ Die Angebote des Landes sind nicht allein auf Flüchtlinge, son­dern generell auf Ausländer bezogen, die zum Studieren oder Arbeiten in den Freistaat kommen.

Das Staatliche Studienkolleg Nordhausen wird bereits zum Wintersemes­ter 2016/2017 einen zusätzlichen Vorbereitungskurs im Bereich Wirtschaft oder Technik einrichten.

Die etwa 25 bis 30 Teilnehmer umfassenden Kurse am Kolleg dienen dazu, ausländische Studien­bewerber auf das Studium an einer Hochschule und Universität vor­zuberei­ten. Dabei erfreut sich diese Form des Hochschulzugangs einer stetig wachsenden Be­liebtheit: Am diesjährigen Aufnahmetest im August 2016 nahmen 672 Stu­dienbewerber teil, die eine bedingte Zulas­sung für eine Thüringer Hoch­schule besitzen. 135 Bewerber werden einen Kurs am Studienkolleg aufneh­men. 200 weitere Bewerber, die den Aufnahmetest bestanden haben, konn­ten aus Kapazitätsgründen zunächst nicht aufgenommen werden. Mit dem zusätzlichen Vorbereitungsangebot kann dieser hohen Nachfrage nun zumindest teilweise entsprochen werden. Insgesamt stellt das Land für diese Maßnahme zwischen 2016 und 2019 rund 402.000 Euro aus Mitteln des Strategie- und Innovationsbudgets zur Verfügung.

Weitere 100.000 Euro fließen in die Einrichtung eines zusätzlichen Studienkurses „Deutsch als Fremdsprache/Deutsch als Zweitsprache“ an der Uni­versität Erfurt. Derzeit stehen auch in Thüringen nicht genügend qualifizier­te Lehrkräf­te für eine ausreichend große Zahl von Sprachangeboten zur Verfü­gung. Vor diesem Hintergrund will die Universität Erfurt ab dem Winterse­mester 2016/2017 in drei Jahr­gängen jeweils 25 bis 30 interessierten Absolventen von Lehramtsstudiengängen, die sich im Über­gang zum Vorbereitungsdienst befinden, zusätzliche DaF/DaZ-Studienkurse anbieten. Die Kurse entsprechen den Vorgaben des Bundesamts für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Bereits im April 2016 hatte das Thüringer Wissenschaftsministerium ein Maßnahmenpaket für Flüchtlinge an Hochschulen vorgelegt, das u.a. die Einrich­tung eines Mobilen Beratungsteams, Informationsveranstaltungen und eben­falls eine Erweiterung des Staatlichen Studienkollegs Nordhausen vorsah und bei Bedarf Stück für Stück ausgebaut werden sollte. Ein solcher Ausbauschritt ist mit den beiden Fördermaßnahmen an der Hochschule Nordhausen und der Universität Erfurt nunmehr erfolgt.
Autor: red

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Kommentare
free Gigi
11.10.2016, 12:08 Uhr
wie wäre es denn
mal generell mit mehr Lehrpersonal im Freistaat? Wie kürzlich berichtet wurde, gibt es nun bereits auch schon"Homeoffice" für Schüler...!!!
h3631
11.10.2016, 12:26 Uhr
Merken?
Wer von den Politiker soll das Merken? In der Beziehung sind sie blind. Stunden Ausfall in den Schulen ist Normalität. Bei Diäten ist das ganz anderst. Alle hellwach, egal welche Partei.
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