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Mo, 14:52 Uhr
23.07.2001

Neptun hielt Einzug in Neustadt

Neustadt (nnz) Am vergangenen Wochenende lud das Waldbad Neustadt wieder zum Walbadfest ein. Mehrere hundert Besucher folgten den Vorankündigungen und erlebten ein abwechslungsreiches, buntes Programm. nnz-Mitarbeiterin Manuela Jauer ist für Sie ins Wasser gesprungen.


Badespaß in Neustadt In diesem Jahr meinte es Petrus gut mit den vielen Helfern im Waldbad Neustadt, die schon Tage vor dem Waldbadfest fleißig bei den Vorbereitungen mithalfen. Unter anderem hatten die ehrenamtlichen Mitglieder der DLRG Ortsgruppe „Hohnstein“ e. V. bereits im Vorfeld kräftig bei den Vorbereitungen für das Fest mit angepackt und unterstützten den Schwimm-Meister während dieser Tage bei der Beckenwache (siehe auch nnz-Archiv).

Nachdem das Fest im letzten Jahr buchstäblich ins Wasser gefallen war, ließ sich die Sonne diesmal nicht lange bitten. Schon am Samstag Abend nutzten viele discofreudige Gäste das schöne Wetter und vergnügten sich bei der Beachparty. Die Mobildisco „Powerdance“ sorgte für die richtige Stimmung, wobei auch das ein oder andere live gesungene Lied nicht fehlte. Live-Tänze boten den Besucher zusätzlich einen Anreiz für's Auge.

Groß war das Gelächter und Gejubel beim Auftritt der verrückten Wasserspringer. Begleitet von fetziger Musik liefen zehn kostümierte Chaoten mit Trillerpfeife und Tröte am Beckenrand entlang, rasten mit einem Fahrrad ins Wasser und stürzten einen Kinderwagen ins kühle Nass. Selbst eine Oma mit Stock und Rheuma blieb nicht verschont. Anschließend zeigten sie ihren Übermut bei mehreren tollkühnen Sprüngen sowohl vom Ein- als auch vom Drei-Meter-Brett, bei denen das Wasser nur so spritzte. Die Anwesenden waren bei bester Laune und verausgabten sich noch bis früh am Morgen auf der Tanzfläche.

Auch am Sonntag konnte man sich nicht über Besuchermangel beklagen. Das schöne Wetter lockte schon am Vormittag die ersten Gäste auf die Liegewiesen. Bereits vor dem Tageshöhepunkt, der Neptuntaufe am Nachmittag, fanden die Badegäste reichlich Möglichkeiten zur Beschäftigung. Die jüngeren hatten viel Spaß beim Trampolin-Springen und beteiligten sich begeistert am Wettbewerb im Kistenstapeln. Bei einem Schnupper-Tauchkurs konnte man sich den Grund des Schwimmbeckens einmal etwas genauer ansehen. Die Rettungsschwimmer der DLRG präsentierten sich mit einem eigenen Stand, an dem man sich umfassend über das Rettungs- und Anfängerschwimmen, die Erste-Hilfe- und die Sanitätsausbildung informieren konnte.

Schließlich hielt um 15.00 Uhr der große Neptun mit seinem „Furcht einflößenden“ Gefolge seinen Einzug ins Waldbad. Die Zuschauer erwarteten sein Erscheinen bereits gespannt am Beckenrand. Nach einigen gereimten Dankesworten an die Initiatoren und Helfer dieser Veranstaltung widmete er sich dann der Taufzeremonie. Elf Kandidaten hatte er sich in diesem Jahr ausgesucht. Diese mussten erst von seinen Fängern ergriffen werden. Anschließend bekamen sie von den Nixen den Tauftrunk gereicht, wurden eingeseift, rasiert und abgespült. Nach der Verkündung des neuen Namens ging es für sie zurück ins Wasser. So verließen am Abend eine Tümpelkröte, ein Seepferdchen, ein Wasserfrosch, zwei Stockfische und andere Wasserbewohner das Waldbad.

Doch bis dahin war es noch Zeit, denn das Programm lief weiter. Zwei sehr realistisch inszenierte Rettungsübungen der DLRG-Mitglieder demonstrierten den interessierten Zuschauern das richtige Verhalten im Ernstfall. Es ging darum, ein Ertrinkungsopfer vom Beckengrund heraufzuholen, es an Land zu bringen und es wiederzubeleben. Weiterhin musste ein Opfer mit einer Wirbelsäulen-Verletzung geborgen werden. Dazu wird es auf einem so genannten Millerboard festgeschnallt. Das Opfer kann sich in dieser Position nicht mehr bewegen. Weitere Verletzungen sind dadurch nicht möglich, sodass das Opfer mühelos dem Rettungsdienst übergeben werden kann.

Natürlich durften auch an diesem Nachmittag die Wasserspringer nicht fehlen. Mit den gleichen ausgeflippten Kostümen, der gleichen flotten Musik und den gleichen verrückten Aktionen wie am Vorabend brachten sie die Badegäste zum Lachen. Diesmal mussten auch Letztere sich ins Wasser schmeißen lassen. Während des gesamten Nachmittags war für das leibliche Wohl bestens gesorgt. Ein reichhaltiges Kuchen-Buffett und Kaffee standen als stärkende Zischenmahlzeit am Kiosk bereit. Der Pavillon versorgte die Anwesenden mit Würstchen, Brätl und kalten Getränken. So konnte man diesen abwechslungsreichen und unterhaltsamen Nachmittag mit einem kühlen Bierchen ruhig ausklingen lassen.
Manuela Jauer (nnz)
Autor: nnz

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