eic kyf msh nnz uhz tv nt
Anzeige symplr (4)
Mi, 13:55 Uhr
05.10.2016
Krauth und Klaan besuchen Wehren

Mehr als nur eine Feuerwache

Die geplante Feuerwache in der Zorgestraße wird heute im Stadtrat Thema sein. Für Stadt und Wohnungsbaugesellschaft soll der Bau mehr sein als "nur" eine Feuerwache. Vielmehr würde das Gebäude ein "Identifikationspunkt für eine starke gemeinsame und moderne Nordhäuser Feuerwehr"...

Unmittelbar vor der heutigen Beschlussfassung im Stadtrat zum Raumkonzept für die neue Nordhäuser Feuerwache haben sich gestern Abend Bürgermeisterin Jutta Krauth und Inge Klaan, die Geschäftsführerin der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft (SWG) – die SWG ist Bauherrin der neuen Wache – und Thomas Schinköth von der Berufsfeuerwehr mit den Freiwilligen Feuerwehren aus Krimderode und Bielen getroffen.

Anzeige Refinery (lang)
Beim Treffen sagten Frau Krauth und Frau Klaan, „dass die neue Feuerwache mehr ist als ein neues und modernes Gebäude. Die neue Feuerwache wird Identifikationspunkt für eine starke gemeinsame und moderne Nordhäuser Feuerwehr. Freiwillige Wehren und unsere Berufsfeuerwehr bilden eine gemeinsame Nordhäuser Wehr.“

Insbesondere für die Nachwuchsgewinnung könne die Wache wichtig sein: „Hier steht modernste Technik in modernsten Räumen. Das ist attraktiv“, so Frau Klaan. Darüber hinaus, so Frau Klaan „ist eine starke und geeinte Nordhäuser Wehr ein Top-Standortfaktor. Für Investoren ist es wichtig, ob es am Standort eine schlagkräftige Gefahrenabwehr und --bekämpfung gibt.“

Die Krimderöder Wehr hatte für einen Umzug in die neue Feuerwache votiert. „Die Bedingungen der Krimderöder Wehr werden wir erfüllen: Es gibt am Jugendclub als neuen Treffpunkt der Wehr einen Anbau für einen Mannschaftstransportwagen, mit dem die Krimderöder gemeinsam zum Einsatz fahren. Die Wehr geht Krimderode nicht verloren. Übungen und gesellschaftliche Aktivitäten sind am Standort Krimderode nach wie vor möglich. Die Wurzeln der Wehr im Stadtteil werden nicht gekappt.“ Mit dem Umzug in das Gebäude des Jugendclubs könne sich die Stadt von der Last des alten und teilweisen gesperrten Feuerwehrgebäudes am Kindergarten befreien. „Das setzt Kapazitäten frei“, so Frau Krauth.

Standort für die neue Nordhäuser Feuerwache (Foto: Angelo Glashagel) Standort für die neue Nordhäuser Feuerwache (Foto: Angelo Glashagel)

In Bielen sei die Lage anders. Hier hatte der überwiegende Teil der Bielener Wehr vorerst gegen einen Umzug votiert. Vor allem aber die jüngeren Mitglieder Wehr, die zum Teil aus Nordhausen stammen, hatten wiederum für den Umzug plädiert. „Wir wollen nicht einen Kameraden wegen des Umzugs verlieren. Lassen Sie uns deshalb noch einmal sprechen, auch mit Blick auf die demografische Entwicklung der Wehr. Ein neues Feuerwehrzentrum ist reizvoll für den potenziellen Nachwuchs. Das Raumkonzept ist flexibel. Trotz Umzugs können auch Sie in Bielen verwurzelt bleiben wie die Krimderöder“, so Frau Krauth zu den Bielener Kameraden. Diese nahmen das Gesprächsangebot an.

Sollte der Stadtrat heute dem Raumkonzept zustimmen, soll noch im November der Text für die europaweite Auslobung der Entwurfsplanung stehen. Im März 2017 soll das Wettbewerbsverfahren beendet sein. „Die Vorentscheidung trifft ein Preisgericht, dem auch Vertreter aller Nordhäuser Wehren angehören. Dann werden die Fachausschüsse des Stadtrates konsultiert. Das letzte Wort haben die Stadträte. Für das Frühjahr 2018 ist der Spatenstich für den Neubau geplant. Die vorgeschaltete Konsultations- und Abstimmungskette ist lang, und das ist wichtig“, so Frau Klaan.

Das heute zur Verabschiedung anstehenden Raumprogramms geht von einer Netto-Nutzfläche aus von insgesamt 3.780 m² an Fahrzeughallen- und Bürofläche, wovon 2.740 m² auf die Stadt Nordhausen und 1.040 m² auf den Landkreis Nordhausen (für gemeinsam genutzte Bereiche des Gebäudes) entfallen. Diese Raumprogramm soll heute durch den Stadtrat und am 01.11.2016 durch den Kreistag beschlossen werden.

Auf der Grundlage dieses Raumprogramms ergab sich eine Kostenschätzung von 10 Millionen Euro

Die Aufteilung der Kosten für das Gebäude erfolgt folgendermaßen:
  • zu 88,9% auf die Stadt Nordhausen = 8.890.000,00 Euro abzgl. 2.349.000,00 € beantragte Fördermittel für die 29 förderfähigen Einstellplätze (1.458.000,00 € vom Freistaat Thüringen und 891.000,00 € vom LK Nordhausen) = 6.541.000,00 €
  • zu 11,1% an den Landkreis Nordhausen = 1.110.000,00 €
Bei den 29 förderfähigen Einstellplätzen gibt es bei 8 Einstellplätzen eine Doppelförderung vom Land und vom Landkreis.
Autor: red

Anzeige symplr (6)
Kommentare
NDHler
05.10.2016, 16:50 Uhr
Gute Arbeit
Der beiden Damen. CDU und SPD arbeiten Hand in Hand für unsere Stadt. Das man das noch erleben darf!
Liane Enzinger
06.10.2016, 06:22 Uhr
Krauth und Klaan: Wohltuend sachlich
Wohltuend sachlich über Parteigrenzen hinweg. Kein Populismus, keine Phrasen.

Es geht doch!
Zukunft
06.10.2016, 07:37 Uhr
Krauth und Klaan?
Sehr wohltuend, Frau enzinger. Sehr wohltuend. Aber nur so lange, bis der OB-Wahlkampf beginnt. Sowohl Klaan als auch Krauth werden vermutlich für diesen Job kandidieren. Das wird für Klaan leichter als für Krauth werden, denn in der SPD gibt es noch Matthias Jendricke.

Wie man hört, würde Krauth auch als Einzelkanidat auftreten. Nur deshalb will sie sich wahrscheinlich mit dem Bau der Feuerwache profilieren. Oder meinen sie, dass Berufspolitiker in anderen als den eigenen Kategorien denken und handeln?
Gudrun1974
06.10.2016, 07:48 Uhr
Ganz genau, Zukunft. Jendricke steht.
Gut erkannt, Zukunft.

Matthias Jendricke ist der einzige akzeptable Kandidat der SPD! Wer sonst?

Er ist unheimlich populär, in der SPD in NDH, er vertritt glaubwürdig sozialdemokratische Inhalte in seiner Politik weil er sie verinnerlicht hat. Und er hat ein großes Herz für die Menschen in Nordhausen. Das spüren diese.
Kommentare sind zu diesem Artikel nicht mehr möglich.
Es gibt kein Recht auf Veröffentlichung.
Beachten Sie, dass die Redaktion unpassende, inhaltlose oder beleidigende Kommentare entfernen kann und wird.
Anzeige symplr (9)
Anzeige symplr (8)