Di, 10:48 Uhr
04.10.2016
Nordhäuser Unternehmerverbund
Mehr Bauland für Nordhausen
Der Vorstand des Nordthüringer Unternehmerverbandes (NUV) hat sich auf seiner jüngsten Sitzung unter anderem mit der unbefriedigenden Bauland-Situation im Landkreis Nordhausen, insbesondere aber in der Kreisstadt selbst befasst. Aber auch die große und kleine Politik beschäftigte die Unternehmer...
Hier müssen die Verwaltungen reagieren, sagte NUV-Vorstandsvorsitzender Niels Neu nach der Sitzung. Wenn es im Industriegebiet Goldene Aue zu ersten Ansiedlungen komme, dann entstehen nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern es müsse auch Wohnraum vorgehalten werden. Neben ausreichend attraktiven Wohnungen in Mehrfamilienhäusern besteht vor allem Bedarf bei Bauland für Einfamilienhäuser. Auf der nächsten Mitgliederversammlung am 24.10. des Unternehmerverbandes soll dieses Problem genauer thematisiert werden. Hierzu werden Fachleute aus Verwaltungen, der LEG, den ansässigen Wohnungsbaugesellschaften und der privaten Wirtschaft eingeladen.
Im weiteren Verlauf der Sitzung zeigten sich die Vorständler des NUV erfreut, dass nun endlich - nach drei Jahren - das Kandidaten-Hopping in der kommunalen Politik beendet sei und sich die Politik in Stadt und Landkreis Nordhausen wieder auf das Wesentliche konzentrieren kann, nämlich Politik im Sinne der Menschen zu machen. Das Hin- und Herspringen von Beigeordneten und Dezernenten habe fast drei Jahre lang zu viele Kapazitäten im Rathaus und im Landratsamt gebunden und habe darüber hinaus einen faden Beigeschmack bei den Bürgerinnen und Bürgern hinterlassen.
Hinsichtlich der aufgekommenen Diskussion um die Neuordnung von Gemeinden im Zuge der Gebietsreform schaute der NUV-Vorstand vor allem auf die sich verändernden Steuer-Hebesätze. Als Beispiel wählte Niels Neu den Kurort Neustadt. Wenn sich die Gemeinde der Stadt Nordhausen anschließe, dann müssten alle Grundstücksbesitzer einen Hebesatz von 460 Prozent bei der Grundsteuer B zahlen. Schließe sich Neustadt hingegen der Landgemeinde Harztor an, dann liege der Hebesatz bei lediglich 402 Prozent.
An diesem Beispiel zeigt sich, dass nicht immer die größeren Strukturen die Effektiveren sind.
Rückblickend auf Nordhausen sagte Neu, dass in der Kreisstadt in den vergangenen Jahren immer wieder Steuergelder für unverständliche Projekte ausgegeben wurden, mit denen man letztlich im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler erscheine. An den Folgen dieser Prestigebauten kränkle der Stadthaushalt von Nordhausen noch über Jahre hinaus. Eine Folge davon seien die ständig gestiegenen Grund- und Gewerbesteuern in der Rolandstadt.
Auch zum Thema Gebiets- und Verwaltungsreform plant der Nordthüringer Unternehmerverband eine Podiumsdiskussion.
Autor: redHier müssen die Verwaltungen reagieren, sagte NUV-Vorstandsvorsitzender Niels Neu nach der Sitzung. Wenn es im Industriegebiet Goldene Aue zu ersten Ansiedlungen komme, dann entstehen nicht nur neue Arbeitsplätze, sondern es müsse auch Wohnraum vorgehalten werden. Neben ausreichend attraktiven Wohnungen in Mehrfamilienhäusern besteht vor allem Bedarf bei Bauland für Einfamilienhäuser. Auf der nächsten Mitgliederversammlung am 24.10. des Unternehmerverbandes soll dieses Problem genauer thematisiert werden. Hierzu werden Fachleute aus Verwaltungen, der LEG, den ansässigen Wohnungsbaugesellschaften und der privaten Wirtschaft eingeladen.
Im weiteren Verlauf der Sitzung zeigten sich die Vorständler des NUV erfreut, dass nun endlich - nach drei Jahren - das Kandidaten-Hopping in der kommunalen Politik beendet sei und sich die Politik in Stadt und Landkreis Nordhausen wieder auf das Wesentliche konzentrieren kann, nämlich Politik im Sinne der Menschen zu machen. Das Hin- und Herspringen von Beigeordneten und Dezernenten habe fast drei Jahre lang zu viele Kapazitäten im Rathaus und im Landratsamt gebunden und habe darüber hinaus einen faden Beigeschmack bei den Bürgerinnen und Bürgern hinterlassen.
Hinsichtlich der aufgekommenen Diskussion um die Neuordnung von Gemeinden im Zuge der Gebietsreform schaute der NUV-Vorstand vor allem auf die sich verändernden Steuer-Hebesätze. Als Beispiel wählte Niels Neu den Kurort Neustadt. Wenn sich die Gemeinde der Stadt Nordhausen anschließe, dann müssten alle Grundstücksbesitzer einen Hebesatz von 460 Prozent bei der Grundsteuer B zahlen. Schließe sich Neustadt hingegen der Landgemeinde Harztor an, dann liege der Hebesatz bei lediglich 402 Prozent.
An diesem Beispiel zeigt sich, dass nicht immer die größeren Strukturen die Effektiveren sind.
Rückblickend auf Nordhausen sagte Neu, dass in der Kreisstadt in den vergangenen Jahren immer wieder Steuergelder für unverständliche Projekte ausgegeben wurden, mit denen man letztlich im Schwarzbuch des Bundes der Steuerzahler erscheine. An den Folgen dieser Prestigebauten kränkle der Stadthaushalt von Nordhausen noch über Jahre hinaus. Eine Folge davon seien die ständig gestiegenen Grund- und Gewerbesteuern in der Rolandstadt.
Auch zum Thema Gebiets- und Verwaltungsreform plant der Nordthüringer Unternehmerverband eine Podiumsdiskussion.


