So, 15:02 Uhr
02.10.2016
Interview mit Mittelblocker Dominik Rieger
Wir wollen die Liga halten
Rückennummer 7, Mittelblocker, SVC-Urgestein: Dominik Rieger. Mit seinen 42 Jahren gehört er zu den erfahrensten Volleyballern im Team von Trainer Alexander Metelski. Mit dem Meistertitel in der Thüringenliga und dem damit verbundenen Aufstieg in die Regionalliga erfüllte sich für Dominik Rieger in der abgelaufenen Serie nochmals ein kleiner Traum...
Dominik Rieger (Foto: SVC)
Vor dem Punktspielstart am kommenden Samstag um 19.30 Uhr sprach Sandra Arm mit ihm über die Rückkehr in die vierte Liga, das Auftaktprogramm und das Saisonziel.
nnz: Herr Rieger, nach sieben Jahren kehren Sie nun mit dem Team des SVC Nordhausen zurück in die Regionalliga. Welche Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf?
D. Rieger: Für mich persönlich ist es natürlich ein schönes Gefühl, wieder in der Regionalliga spielen zu dürfen. Die Vorfreude ist groß. Man merkt es an Kleinigkeiten. Ich werde immer wieder von einigen interessierten Leuten angesprochen. Zumal ich einer der letzten Spieler von der alten Garde bin, der zu Zweitliga-Zeiten schon im Team war. Ich habe alle Höhen und Tiefen des Vereins von der 2. Liga bis zum Abstieg in die Thüringenliga durchlebt.
nnz: Im Vergleich zur Thüringenliga gibt es einige Änderungen.
D. Rieger: Wir haben nur noch ein Spiel am Wettkampftag. Auf uns warten andere namhafte Gegner aus Dresden, Erfurt und Jena. Zudem sind unsere Heimspiele fest terminiert. Wir schlagen immer samstags, um 19.30 Uhr, in der Wiedigsburghalle auf.
nnz: In der Oststaffel treffen nur Teams aus Thüringen und Sachsen aufeinander. Welchen Vorteil bietet diese Konstellation?
D. Rieger: Von den Fahrten erweist sich diese Konstellation als gut. Die Städte sind für uns über die Autobahn schnell erreichbar. So fahren wir beispielsweise nach Jena eineinhalb Stunden, nach Erfurt sind es 60 Minuten. Einzig Dresden und Oelsnitz sind von der Entfernung etwas weiter weg. Das hört sich jetzt vielleicht komisch an, ist aber so. Für uns ergeben sich weniger weite Fahren als zu Zeiten, wo wir in der Thüringenliga unter anderem nach Römhild oder Sonneberg teilweise auf Landstraßen unterwegs waren.
nnz: Wie bewerten Sie das Auftaktprogramm?
D. Rieger: Der TSV Leipzig ist fast schon ein Gegner, den du schlagen musst. Dort steht mit Stefan Bachmann ein Ex-Nordhäuser, der zu Zweitliga-Zeiten und in der Regionalliga bei uns aktiv war, auf dem Feld. Anschließend fahren wir nach Oelsnitz. Dort erwartet uns eine Mannschaft, die immer oben mitgespielt hat und schon jahrelang in der Regionalliga vertreten ist. Vom Papier ist es ein schwierigerer Gegner als zuvor Leipzig. Wir müssen uns zuerst in die neue Liga reinfinden und schauen, wie wir drauf sind. Von der Tagesform wird vieles abhängig sein. Dennoch kann ich sagen, dass sich alle Spieler unter Sascha (Spitzname von Alexander Metelski) stark verbessert haben. Sicherlich werden wir am Anfang alle ein bisschen nervös sein, aber das gehört wohl dazu.
nnz: Welche Mannschaften zählen Sie zu den Favoriten in der Oststaffel der Regionalliga?
D. Rieger: Dazu zählen für mich der VC Dresden II, der VSV Jena und der VSV Oelsnitz. Es wird sicherlich wieder eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben. Drei Mannschaften, die die Staffel anführen, und dahinter ein enges Mittelfeld. Eine Abstiegszone wird es nicht geben. So war es zumindest in der Vergangenheit. Ich denke, in der Staffel wird es erneut sehr spannend zugehen.
nnz: Welche Rolle will der SVC Nordhausen in der Regionalliga spielen?
D. Rieger: Das primäre Ziel ist nicht gleich wieder abzusteigen. Wir wollen keine Fahrstuhlmannschaft werden. Mit den namhaften Zugängen wie Roman und Evgeny Metelski, die beide schon höherklassig aktiv waren, wollen wir die Liga halten.
nnz: Wer hat sich außerdem dem Team angeschlossen?
D. Rieger: Sebastian Buntfuß gehört wieder dazu. Er hat zwei Jahre pausiert. Er war als Berufssoldat bei der Bundeswehr stark eingebunden. Nun ist er wieder zurückgekehrt. Einem Glücksfall haben wir es zu verdanken, dass Domenico Nieddu zu uns gestoßen ist. Seine Frau arbeitet als Ärztin im Südharz-Klinikum, gemeinsam sind sie nach Nordhausen gekommen.
nnz: Welchen Eindruck haben die Neuzugänge bisher hinterlassen?
D. Rieger: Für uns ist Domenico ein Universalspieler, den wir im Außenangriff oder als zweiten Libero hinter Jasper Gemperlein einsetzen können. Wenn Shenia (Spitzname von Evgeny Metelski) wieder fit ist, er hat momentan Schulterprobleme und eine starke Erkältung, dann ist er für uns eine super Verstärkung. Ebenso wie Sebastian, der im Angriff und Annahme die Akzente setzen kann. Mit Roman haben wir einen guten ersten Zuspieler. Er verfügt über Zweitliga-Erfahrung, bringt neuen Schwung rein und hat natürlich gewisse Anforderungen an das Team. Wir werden über die Saison gesehen, jeden Spieler brauchen.
nnz: Wie würden Sie den aktuellen Leistungsstand beurteilen?
D. Rieger: Bei 100 Prozent sind wir sicherlich noch nicht. Wir haben bisher eine gute Vorbereitung gespielt. Ein Testspiel beim Drittligisten Neuseelandvolleys Markkleeberg (Dienstag/19.30 Uhr) steht noch aus. Ich denke, wir liegen momentan bei 85 bis 90 Prozent. Das brauchst du auch, wenn die Saison am 8. Oktober mit dem Heimspiel gegen den TSV Leipzig beginnt. Man merkt, dass eine gewisse Abstimmung mit unserem Zuspieler Roman oder individuell noch nötig ist.
nnz: Wie wichtig ist es, die Saison mit einem Heimspiel zu beginnen?
D. Rieger: Das ist toll, dass wir zuerst in heimischer Halle starten. Sicherlich werden einige Spieler nervös sein. Dennoch hoffen wir darauf, gut in die Saison zu starten. Das ist wichtig, um gleich mit einem positiven Gefühl in die nächsten Spiele gehen zu können. Beim ersten Saisonspiel hoffen wir auf ein gute Zuschauerkulisse, die uns tatkräftig unterstützt. Wenn 200 Leute in die Halle kommen, dann wären wir zufrieden. Wenn es mehr werden, ist es natürlich umso schöner.
nnz: Vielen Dank für das Gespräch.
Spielplan Regionalliga Saison 2016/2017:
8. Oktober 19.30 Uhr SVC Nordhausen – TSV Leipzig 76
15. Oktober 19 Uhr VSV Oelsnitz – SVC Nordhausen
22. Oktober 19.30 Uhr SVC Nordhausen – VSV Jena 90
29. Oktober 20 Uhr TU Dresden – SVC Nordhausen
5. November 19.30 Uhr SVC Nordhausen – SV Reudnitz
12. November 19.30 Uhr SVC Nordhausen – Dresdner SSV
19. November 15 Uhr L.E. Volleys II – SVC Nordhausen
26. November 19 Uhr Erfurter VC – SVC Nordhausen
17. Dezember 19.30 Uhr SVC Nordhausen – VC Dresden II
7. Januar 19.30 Uhr SVC Nordhausen – L.E. Volleys II
14. Januar 14 Uhr Dresdner SSV – SVC Nordhausen
21. Januar 18.30 Uhr TSV Leipzig 76 – SVC Nordhausen
28. Januar 19.30 Uhr SVC Nordhausen – VSV Oelsnitz
11. Februar 20 Uhr VSV Jena 90 – SVC Nordhausen
18. Februar 19.30 Uhr SVC Nordhausen – TU Dresden
25. Februar 14 Uhr SV Reudnitz – SVC Nordhausen
4. März 19.30 Uhr SVC Nordhausen – Erfurter VC
11. März 17 Uhr VC Dresden II – SVC Nordhausen
Autor: nnz
Dominik Rieger (Foto: SVC)
Vor dem Punktspielstart am kommenden Samstag um 19.30 Uhr sprach Sandra Arm mit ihm über die Rückkehr in die vierte Liga, das Auftaktprogramm und das Saisonziel.
nnz: Herr Rieger, nach sieben Jahren kehren Sie nun mit dem Team des SVC Nordhausen zurück in die Regionalliga. Welche Gedanken gehen Ihnen durch den Kopf?
D. Rieger: Für mich persönlich ist es natürlich ein schönes Gefühl, wieder in der Regionalliga spielen zu dürfen. Die Vorfreude ist groß. Man merkt es an Kleinigkeiten. Ich werde immer wieder von einigen interessierten Leuten angesprochen. Zumal ich einer der letzten Spieler von der alten Garde bin, der zu Zweitliga-Zeiten schon im Team war. Ich habe alle Höhen und Tiefen des Vereins von der 2. Liga bis zum Abstieg in die Thüringenliga durchlebt.
nnz: Im Vergleich zur Thüringenliga gibt es einige Änderungen.
D. Rieger: Wir haben nur noch ein Spiel am Wettkampftag. Auf uns warten andere namhafte Gegner aus Dresden, Erfurt und Jena. Zudem sind unsere Heimspiele fest terminiert. Wir schlagen immer samstags, um 19.30 Uhr, in der Wiedigsburghalle auf.
nnz: In der Oststaffel treffen nur Teams aus Thüringen und Sachsen aufeinander. Welchen Vorteil bietet diese Konstellation?
D. Rieger: Von den Fahrten erweist sich diese Konstellation als gut. Die Städte sind für uns über die Autobahn schnell erreichbar. So fahren wir beispielsweise nach Jena eineinhalb Stunden, nach Erfurt sind es 60 Minuten. Einzig Dresden und Oelsnitz sind von der Entfernung etwas weiter weg. Das hört sich jetzt vielleicht komisch an, ist aber so. Für uns ergeben sich weniger weite Fahren als zu Zeiten, wo wir in der Thüringenliga unter anderem nach Römhild oder Sonneberg teilweise auf Landstraßen unterwegs waren.
nnz: Wie bewerten Sie das Auftaktprogramm?
D. Rieger: Der TSV Leipzig ist fast schon ein Gegner, den du schlagen musst. Dort steht mit Stefan Bachmann ein Ex-Nordhäuser, der zu Zweitliga-Zeiten und in der Regionalliga bei uns aktiv war, auf dem Feld. Anschließend fahren wir nach Oelsnitz. Dort erwartet uns eine Mannschaft, die immer oben mitgespielt hat und schon jahrelang in der Regionalliga vertreten ist. Vom Papier ist es ein schwierigerer Gegner als zuvor Leipzig. Wir müssen uns zuerst in die neue Liga reinfinden und schauen, wie wir drauf sind. Von der Tagesform wird vieles abhängig sein. Dennoch kann ich sagen, dass sich alle Spieler unter Sascha (Spitzname von Alexander Metelski) stark verbessert haben. Sicherlich werden wir am Anfang alle ein bisschen nervös sein, aber das gehört wohl dazu.
nnz: Welche Mannschaften zählen Sie zu den Favoriten in der Oststaffel der Regionalliga?
D. Rieger: Dazu zählen für mich der VC Dresden II, der VSV Jena und der VSV Oelsnitz. Es wird sicherlich wieder eine Zwei-Klassen-Gesellschaft geben. Drei Mannschaften, die die Staffel anführen, und dahinter ein enges Mittelfeld. Eine Abstiegszone wird es nicht geben. So war es zumindest in der Vergangenheit. Ich denke, in der Staffel wird es erneut sehr spannend zugehen.
nnz: Welche Rolle will der SVC Nordhausen in der Regionalliga spielen?
D. Rieger: Das primäre Ziel ist nicht gleich wieder abzusteigen. Wir wollen keine Fahrstuhlmannschaft werden. Mit den namhaften Zugängen wie Roman und Evgeny Metelski, die beide schon höherklassig aktiv waren, wollen wir die Liga halten.
nnz: Wer hat sich außerdem dem Team angeschlossen?
D. Rieger: Sebastian Buntfuß gehört wieder dazu. Er hat zwei Jahre pausiert. Er war als Berufssoldat bei der Bundeswehr stark eingebunden. Nun ist er wieder zurückgekehrt. Einem Glücksfall haben wir es zu verdanken, dass Domenico Nieddu zu uns gestoßen ist. Seine Frau arbeitet als Ärztin im Südharz-Klinikum, gemeinsam sind sie nach Nordhausen gekommen.
nnz: Welchen Eindruck haben die Neuzugänge bisher hinterlassen?
D. Rieger: Für uns ist Domenico ein Universalspieler, den wir im Außenangriff oder als zweiten Libero hinter Jasper Gemperlein einsetzen können. Wenn Shenia (Spitzname von Evgeny Metelski) wieder fit ist, er hat momentan Schulterprobleme und eine starke Erkältung, dann ist er für uns eine super Verstärkung. Ebenso wie Sebastian, der im Angriff und Annahme die Akzente setzen kann. Mit Roman haben wir einen guten ersten Zuspieler. Er verfügt über Zweitliga-Erfahrung, bringt neuen Schwung rein und hat natürlich gewisse Anforderungen an das Team. Wir werden über die Saison gesehen, jeden Spieler brauchen.
nnz: Wie würden Sie den aktuellen Leistungsstand beurteilen?
D. Rieger: Bei 100 Prozent sind wir sicherlich noch nicht. Wir haben bisher eine gute Vorbereitung gespielt. Ein Testspiel beim Drittligisten Neuseelandvolleys Markkleeberg (Dienstag/19.30 Uhr) steht noch aus. Ich denke, wir liegen momentan bei 85 bis 90 Prozent. Das brauchst du auch, wenn die Saison am 8. Oktober mit dem Heimspiel gegen den TSV Leipzig beginnt. Man merkt, dass eine gewisse Abstimmung mit unserem Zuspieler Roman oder individuell noch nötig ist.
nnz: Wie wichtig ist es, die Saison mit einem Heimspiel zu beginnen?
D. Rieger: Das ist toll, dass wir zuerst in heimischer Halle starten. Sicherlich werden einige Spieler nervös sein. Dennoch hoffen wir darauf, gut in die Saison zu starten. Das ist wichtig, um gleich mit einem positiven Gefühl in die nächsten Spiele gehen zu können. Beim ersten Saisonspiel hoffen wir auf ein gute Zuschauerkulisse, die uns tatkräftig unterstützt. Wenn 200 Leute in die Halle kommen, dann wären wir zufrieden. Wenn es mehr werden, ist es natürlich umso schöner.
nnz: Vielen Dank für das Gespräch.
Spielplan Regionalliga Saison 2016/2017:
8. Oktober 19.30 Uhr SVC Nordhausen – TSV Leipzig 76
15. Oktober 19 Uhr VSV Oelsnitz – SVC Nordhausen
22. Oktober 19.30 Uhr SVC Nordhausen – VSV Jena 90
29. Oktober 20 Uhr TU Dresden – SVC Nordhausen
5. November 19.30 Uhr SVC Nordhausen – SV Reudnitz
12. November 19.30 Uhr SVC Nordhausen – Dresdner SSV
19. November 15 Uhr L.E. Volleys II – SVC Nordhausen
26. November 19 Uhr Erfurter VC – SVC Nordhausen
17. Dezember 19.30 Uhr SVC Nordhausen – VC Dresden II
7. Januar 19.30 Uhr SVC Nordhausen – L.E. Volleys II
14. Januar 14 Uhr Dresdner SSV – SVC Nordhausen
21. Januar 18.30 Uhr TSV Leipzig 76 – SVC Nordhausen
28. Januar 19.30 Uhr SVC Nordhausen – VSV Oelsnitz
11. Februar 20 Uhr VSV Jena 90 – SVC Nordhausen
18. Februar 19.30 Uhr SVC Nordhausen – TU Dresden
25. Februar 14 Uhr SV Reudnitz – SVC Nordhausen
4. März 19.30 Uhr SVC Nordhausen – Erfurter VC
11. März 17 Uhr VC Dresden II – SVC Nordhausen

