Sonderregelungen für Elektrofahrzeuge
Grüne Anreize für E-Mobilität in der Stadt schaffen
Verschiedene Projekte beschäftigen sich im Landkreis Nordhausen mit dem Thema E-Mobilität und wie durch mehr Anreize die Anschaffung und Nutzung der entsprechenden Fahrzeuge gesteigert werden können. Ein Anreiz sollte aus Sicht der Bündnisgrünen über die Weiterentwicklung des Parkraumbewirtschaftungskonzeptes gesetzt werden...
Dieses beinhaltet u.a. unterschiedliche zeitliche Regelungen, um die größtmögliche Parkplatzverfügbarkeit in der Stadt zu gewährleisten.
Unser Anliegen ist es, Fahrzeuge mit E-Kennzeichen von der Gebührenpflicht zu befreien, um auch seitens unserer Stadt Anreize für E-Mobilität zu schaffen, so Holger Richter, Fraktionsvorsitzender Bündnis 90/ Die Grünen Nordhausen.
Das noch recht neue Elektromobilitätsgesetzt sowie die Fünfzigste Verordnung zur Änderung straßenverkehrsrechtlichen Vorschriften sehen vor, dass durch die Straßenverkehrsbehörden Sonderregelungen für Elektrofahrzeuge getroffen werden können.
Die Nordhäuser Grünen wollen bessere Anreize für Elektromobilität schaffen (Foto: Angelo Glashagel)
Im konkreten Fall betrifft dies die Gebührenordnung der Stadt Nordhausen, die durch den Oberbürgermeister Herrn Dr. Klaus Zeh in seinem eigenen Wirkungskreis erlassen bzw. auch geändert werden kann.
Damit wäre eine kurzfristige Anpassung der Gebührenordnung möglich und wir könnten einen weiteren Anreiz für den Erwerb eines Elektrofahrzeuges zeitnah schaffen, ohne einen Beschluss im Stadtrat durchzuführen, so Holger Richter weiter. Deshalb haben wir dem Oberbürgermeister vorgeschlagen, das kostenfreie Parken für Elektrofahrzeuge in der Gebührenordnung zu ermöglichen.
Damit würde die Stadt Nordhausen ein wichtiges Zeichen für eine umweltbewusste Verkehrspolitik setzen.
Autor: red
Kommentare
h3631
29.09.2016, 17:09 Uhr
Grüne Anreize
Holger Richter,gehen Sie mit gutem Beispiel voran und schaffen sich ein E-Auto an. Da können Sie dann Kostenlos in der Stadt parken. Wenn Sie sich wegen des hohen Preises keins leisten können sparen Sie fleißig. Ihre Partei möchte ja das ab 2030 keine Benzin und Dieselfahrzeuge mehr hergestellt werden. Noch eine Frage,was fahren Sie denn jetzt für ein Auto oder nur Fahrrad?
RaWu
29.09.2016, 17:49 Uhr
Typisch GRÜNE
Zu kurz und nicht zu Ende gedacht.
Wenn die Verbrenner verdrängt wurden (ich übertreibe mal), wer zahlt dann die Parkgebühren? Wer bringt die Mineralölsteuer auf?
Typisch GRÜNE: Bezahlen sollen immer die anderen.
Wer kommt für die dann fehlenden Einnahmen auf? Die Grünen?
Pe_rle
29.09.2016, 19:42 Uhr
Gebührenfrei
man merkt es immer wieder,von grün kommt nur Mist.
Das Elektroauto nimmt auch Platz wech,warum dann Gebührenfrei???
Die grünen Wunschdenker werden auch noch von Ihrem Tripp wieder runter kommen.
Ich wäre dafür das alle die ein grünes Parteibuch haben ,an Ihr Auto eine Kralle bekommen,wenn Sie Benzin oder Diesel im Tank haben.
Wer Säät muß auch mit gutem Beispiel vorran gehen
HolRic
30.09.2016, 08:02 Uhr
Fahrzeug
Ihre Frage beantworte ich gern, h3631: Einen Kia Soul EV (rein elektrischer Antrieb) und einen Octavia CNG (Erdgas).
MfG
H. Richter
ehem.Grünwähler
30.09.2016, 08:22 Uhr
Schnapsidee
Die Stadt Nordhausen pflastert erst alle Parkmöglichkeiten zu (ehem.Parkplatz "rote Sarg", Bücherei usw.) der Rest wird kostenpflichtig reduziert und jetzt noch subventioniert kalt gestellt. Wenn die Geschäftswelt von NDH auch am Umland verdienen will sollte die Stadt (u.a. Grüne) nicht auch noch diese ausgrenzen. Ansonsten stellt das Umland (Dörfler) die Geschäftswelt von NDH kalt und stellt ihr Kaufverhalten um. Möglichkeiten gibt es ja genug ( diverse Onlinekaufhäuser/-Apotheken ) und alles mit Bring-in Service.
Ach ja, glaubt nicht das die Stadt auf Einnahmen verzichtet: die Parkgebühren werden dann "angepasst".
Viel Spaß noch
Flitzpiepe
30.09.2016, 08:47 Uhr
Das würde doch nur solange funktionieren
wie es E-Autos in homöopathischer Dosis gibt. Das wird zwar noch einige Jahre so bleiben, aber was dann?
Auf Einnahmen verzichten? Nein.
E-Autos müssen auch bezahlen? Nein, geht auch nicht.
Also andere Abgaben erhöhen, um den Einnahmeverlust zu kompensieren.
Soll dann etwa jede Parkmöglichkeit neu beschildert werden? Das kann man ja mal hochzählen, was dann an Kosten für die Stadt anfallen. Für nichts.
So eine Parkregelung brächte doch nur Vorteile für die, die sich jetzt schon ein E-Auto leisten können und Parkgebühren Peanuts sind.
Das ist genauso eine grüne Luftblase wie die ganzen Umweltzonen. Nur Kosten für die Städte aber keine Effekte für die Umwelt.
Was wirklich fehlt, sind Ladestationen bundesweit und keine Subventionen der E-Autos.
h3631
30.09.2016, 08:58 Uhr
HolRic
Danke für Ihre Antwort. Das sollte auch für einen Grünen so sein. Ist aber nicht bei allen so.
Übrigens zwei Autos kann ich mir nicht leisten obwohl ich das ganze Leben gearbeitet habe, noch dazu in diesen Preisklassen. Das soll kein Neid sein, sondern das ist nur der Unterschied.
MfG
RaWu
30.09.2016, 13:26 Uhr
Sehr geehrter Herr Richter,
Sie (die GRÜNEN) unterstützen damit (mal wieder) eine Randgruppe/Minderheit zu Lasten der Mehrheit. Wie können Sie das persönlich vertreten?
Wir die verteufelten Betreiber von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotoren, die Mehrheit der Autofahrer
- zahlen die Mineralölsteuer, auch für Sie
- zahlen für Parkplätze, auch für Sie
- zahlen für die Installation von Ladesäulen an Tankstellen
- beteiligen uns an der E-Kaufprämie
- beteiligen uns am Strompreis (E-Tanken soll ja "kostenfrei" sein
Trotzdem greifen uns die Grünen ständig an?
Das die Wahlergebnisse (bis auf Ausnahmen) deutlich einstellig sind und mit der Tendenz nach unten, sollte ihnen zu Denken geben.
E-Autos für Alle? Soll ich Ihnen das im Bezug auf die nicht ausreichende Energieanschlüsse in Wohngebieten im die Ohren hauen?
Mein Vorschlag daher: Alle E-Autos bekommen Stellplätze mit Ladesäulen in Industriegebieten. Hier ist Platz und die Energieverteilung (idR) ausreichend dimensioniert.
Zum Laden wird ausschließlich "grüner" Strom verwendet: Windräder und Photovoltaik. Das sieht dann in windstillen Nächten schlecht aus.
Die Ladesäulen werden von den Käufern der E-Autos bezahlt. Das sollte das grüne Gewissen schon wert sein.
Einen habe ich noch:
Was soll daran ökologisch sein, zusätzliche 400 kg für ein Akku in der Gegend herumzufahren?
Kalimero
30.09.2016, 18:38 Uhr
Der Buschfunk
funktioniert in Nordhausen ja immer und lässt verlauten, dass das wohl ein nicht ganz uneigennütziger Vorschlag ist. Herr Richter zum Beispiel soll bereits eines dieser Fahrzeuge sein Eigen nennen ... Von den ca. zehn weiteren, die es hier gibt. Ganz toller Vorschlag, grün halt...
Motte83
30.09.2016, 19:24 Uhr
Buschfunk
Kalimero, das ganze ist doch oben in den Kommentaren schon konkret beantwortet.
Abgesehen vom üblichen Eigennutz unserer Stadträte scheint die Idee allerdings zukunftsfähig zu sein. Lieber ein solcher Anreiz für E-Fahrzeuge, als ein Innenstadtverbot für Diesel.
Wenn man heute die Chefs von Mercedes und VW auf dem Pariser Autosalon gehört hat, wird sich der Markt wirklich wandeln. Wir betreiben ja auch heute keine Dampfmaschinen mehr und in einigen Jahren sind eben auch Verbrennungsmotoren verschwunden. Hauptsache, die E-Autos werden auch mal für uns Normalos bezahlbar. Bis dahin nehmen wir die höhere Mehrwertsteuer von den teureren Autos gern noch von denen, die es sich leisten können. Wegen mir können die dann auch ein paar Cent beim Parken sparen.
Andreas Dittmar
30.09.2016, 23:14 Uhr
Die Verkehrswende
Ich habe das jetzt mal ganz langsam durchgelesen und versucht logisch zu verstehen. Also ich ziehe solide Dieselfahrzeuge deutscher Hersteller in jedem Fall vor, weil die auch nach vielen Jahren und vielen Kilometern immer noch zuverlässig ihren Dienst tun. Weiterhin sichert es auch Arbeitsplätze in Deutschland.
Ein vergleichbares Fahrzeug mit Elektroantrieb, wo ich nicht gravierende Einschränkungen und Kompromisse eingehen muß, habe ich bis jetzt noch nicht gesehen. Ich setze mich ins Auto und bin 6 Stunden später an meinem Urlaubsort. Meinen TDI würde ich auch um keinen Preis der Welt gegen ein Abenteuerspielzeug aus dem asiatischen Raum eintauschen, das mit Strom fährt, dessen Erzeugung (Kohle, Kernenergie) und Speicherung in den Akkus (Schwermetalle) in der Gesamtbilanz bestimmt nicht umweltfreundlicher ist wie mein Schummeldiesel. Wahrscheinlich werde ich bis zur österreichischen Grenze 2 Tage auf einer speziell geplanten Route mit 10 gefühlten Zwischenstops für das Laden unterwegs sein. Ich werde mehr Zeit in die Suche nach geeigneten Ladesäulen investieren als mich zu erholen oder als Highligt im Hochgebirge den Abschleppdienst bemühen weil der Stromverbrauch doch etwas falsch kalkuliert war. OK dafür spare ich in Nordhausen im Jahr na sagen wir mal 5 Euro Parkgebühr. Wenn ich in 3 Jahren woanders arbeiten muß und 120 km Wegstrecke habe, muß ich bestimmt jeden Tag aufladen. Einfach genial.
Diese Verkehrswende wird wahrscheinlich das selbe Desaster wie die Energiewende. Eine Schnapsidee irgendwelcher Weltverbesserer, die nicht bis zum Ende durchgeplant ist. Da werden nicht massentaugliche Technikträume subventioniert und gefördert um mal zu zeigen : Wir tun was für die Umwelt. Am Ende wird man vielleicht auf hochgiftigen Schwermetallen rumsitzen, weil es für die Batterielebensdauer in diesen Einsätzen auf Grund fehlender Langzeitstudien keine verlässlichen Werte gibt. Teile des örtlichen Stromnetzes kollabieren weil man halt vergessen hat, auch dort zu investieren. Das Ergebnis der Energiewende ist auch weithin sichtbar : Die schöne Landschaft wird mit Windrädern, Solarparks und gigantischen Stromtrassen zugepflastert. Der Rückbau von Kernkraftwerken wird gefordert, obwohl wahrscheinlich nocht nicht ganz klar ist, womit dann die tollen neuen Elektroautos aufgeladen werden sollen. Auch E10 ist ein Beispiel für völlig planlose Ressourchenverschwendung. Wenn Ackerflächen zum Nahrungsmittelanbau knapp werden, muß man es nicht unbedingt forcieren, diese Flächen für den Kraftstoff der Zukunft zu opfern.
Vielleicht einfach mal klein anfangen. Den öffentlichen Nahverkehr der schon mit Strom läuft etwas fördern und attraktiver machen. Energiesparen fördern, anstatt Verschwendung durch hohe Rabatte belohnen. Bestehende Netze auf Investitionsbedarf prüfen.
U. Alukard
01.10.2016, 05:56 Uhr
Andreas Dittmar,
hat Recht!
Hinzuzufügen ist, dass die Qualität der Batterien immer schlechter wird. Hielt eine Starterbatterie von 1994 bei mir schon mal 13 Jahre, hielt ich die letzte, teurere Batterie nur 3 Jahre bis zum Ausfall. Mein Batteriehändler bestätigte mir, dass die Batterien immer schlechter werden, er schiebt es auf die mangelhafte Produktion in "fern Ost" und auf den Spahrwahnsinn der Industrie!
Warum soll diese Entwicklung an den neuen Speichern im E-KFZ vorbei gehen? Ich bevorzuge auch meinen Schummeldiesel von VW, es ist mir egal was da hinten raus kommt, solange an den Vulkanen in der Welt keine Feinstaubfilter und Katalysatoren sind!
Beim Krieg im nahen Osten werden mit Sicherheit auch mehr Schadstoffe frei als den Umweltfanatikern lieb ist!
altmeister
01.10.2016, 07:05 Uhr
Spielerei oder Träumerei auf Kosten der Anderen?
Die Überschrift ist noch zurückhaltend im Ausdruck meiner Gedanken zur Elektromobilität.
Das fängt mit für Ottonormalverbraucher unmöglich hohen Preisen an, geht weiter, so wie bei Herr Richter, dass ich mir zum Umweltgewissen schonenden E-Mobil nicht noch zusätzlich ein auch nicht sehr preiswertes Erdgasfahrzeug für die richtigen Strecken zulegen kann, da fehlt das Geld und letztlich der Platz.
Was also wird hier angestrebt?
Die Subvention von subventionierten Statussymbolen einiger Weniger , welche das Privileg haben, genug finanziellen Spielraum für solche Spielereien zu haben. Jeder, der darauf angewiesen ist, nur auf ein Fahrzeug zugreifen zu können, wird das wählen, welches in der Lage ist, auch alle großen Aufgaben, welche anfallen können, zu bewältigen.
Warum hat denn Herr Richter noch ein Fahrzeug mit Verbrennungsmotor?
Ich kann dazu nur sagen:
SCHEINHEILIG WASSER PREDIGEN UND WEIN SAUFEN!
Übrigens, der Vergleich mit einem nie dagewesenen Übergang von Dampfmaschine zu Verbrennungsmotor hinkt gewaltig, weil zum einen nie da gewesen im Individualverkehr und zum anderen muss festgestellt werden, dass selbst der Atomantrieb von Flugzeugträgern, Eisbrechern oder U-Booten eine Dampfmaschine oder spezieller eine Dampfturbine ist.
Nur mit anderem Brennstoff.
Paulinchen
01.10.2016, 13:17 Uhr
Hallo Herr Richter,
Ihr "Grüner Club" war es doch, der sich vor Jahren mal einfallen lies, dass mit jedem Liter Kraftstoff auch ein bestimmter Betrag in unsere Rentenkassen einfließt.
Haben Sie noch ein ruhiges Gewissen, dass Sie sich jetzt von dieser Form der Zahlungspflicht entbunden haben? Haben Sie schon etwas unternommen, dass Sie deshalb eine Rentenkürzung bekommen? Denn gegenwärtig sind Sie ein Parasit in der Rentenkasse.
geloescht.20250302
01.10.2016, 17:47 Uhr
Die nächsten Vorschläge:
Droschken, Eselskarren und Rikschas.
Man muss den dummen Deutschen nur richtig erklären, längere Fahrzeiten einzuplanen und was Fahrgemeinschaften sind.
Das schafft Arbeitsplätze und Herr Senius kann dann sogar die Schwarze Null in der Statistik präsentieren, ohne rot vor Scham und ausgelacht zu werden.
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